elfenbein
Regierungsbestände
Simbabwe soll illegal Elfenbein an China geliefert haben
Nach Angaben der Artenschutzorganisation Pro Wildlife soll Elfenbein aus Lagerbeständen von Simbabwes Regierung illegal nach China verkauft worden sein. Dies habe inzwischen auch das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) bestätigt. Pro Wildlife geht aufgrund von Presseberichten davon aus, dass der illegale Elfenbeinhandel zwischen Simbabwe und China in den vergangenen Monaten einen Umfang von 30 Tonnen gehabt haben könnte, was insgesamt etwa 2.250 toten Elefanten entspreche. Brisanz erhält die Nachricht, weil der Ständige Ausschuss des Artenschutzübereinkommens Anfang Oktober über eine weitere Aufweichung des Elfenbeinhandelsverbotes beraten will. Dort steht der legale Verkauf von 60 Tonnen Stoßzähnen aus Lagerbeständen zur Diskussion. Pro Wildlife fordert einen weltweiten bedingungslosen Stopp des Elfenbeinhandels.
Beteiligung der schwarzen Bevölkerung
Deutschlands Rohstoff-Versorgung aus Südafrika
Die Republik Südafrika ist nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) einer der wichtigsten Rohstofflieferanten der Welt. "Das Land kann noch lange Zeit eine führende Rolle in der weltweiten Rohstofflieferung einnehmen, sofern die politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen erhalten bleiben." Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht. Bisher habe die von der Regierung eingeleitete Politik einer zunehmenden Beteiligung der schwarzen Bevölkerung an der Rohstoffgewinnung nicht - "wie zunächst befürchtet" - dazu geführt, dass sich große Investoren zurückziehen. Sollte sich "der behutsame Wandel" jedoch nicht fortsetzen lassen, könnten nach Auffassung der Wirtschaftsforscher "auch für Deutschland erhebliche Versorgungsprobleme entstehen".
"Vermarktungsgenehmigung"
Ebay will offenbar Handel mit Elfenbein einschränken
Nach wiederholten Vorwürfen aus der Öffentlichkeit lässt das Internetauktionshaus Ebay seit Montag die Versteigerung von Elfenbein und Elfenbeingegenständen offenbar nur noch zu, wenn die Einhaltung der artenschutzrechtlichen Bestimmungen "nachgewiesen" wird. Ebay war laut Bundesumweltministerium vorgeworfen worden, dass "der anonyme Internethandel" ein Schlupfloch für den illegalen Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten biete. Der Handel per Internet erschwere es den Behörden, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen beim Handel mit bedrohten Arten zu kontrollieren.
Touristen mitschuldig
Elfenbeinhandel in Afrika blüht weiterhin
Afrikas illegaler Markt mit Elfenbein blüht weiter. Dies ist das Ergebnis einer am Montag vom WWF veröffentlichten Studie. In drei Städten Ägyptens fanden Mitarbeiter von TRAFFIC, dem gemeinsamen Artenschutzprogramm des WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN, bei einer Untersuchung im März und April diesen Jahres 10.000 illegale Elfenbeinprodukte. Der WWF warnte alle Afrika-Urlauber vor dem Kauf von Elfenbein-Schnitzereien. Der für Afrikas Elefanten "tödliche Kreislauf" aus Wilderei und Schwarzmarkt dürfe nicht durch ahnungslose Touristen angeheizt werden, sagte Stefan Ziegler, WWF-Artenschutzexperte. Touristen aus Deutschland, Spanien und Italien zählen laut WWF zu den wichtigsten Konsumenten von Elfenbeinprodukten.
Artenschutz
Neuer Internet-Service für Touristen bewahrt vor Fehlkäufen im Ausland
Auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) wurde heute ein Internet-Informationsangebot von Zollverwaltung und Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorgestellt. Unter dem Motto Artenschutz im Urlaub können sich Touristen künftig präzise und stets aktuell im Internet über geschützte Tiere und Pflanzen oder daraus hergestellte Produkte informieren. Weltweit sind etwa 8.000 Tier- und 40.000 Pflanzenarten gefährdet oder unmittelbar vom Aussterben bedroht. Ein Grund hierfür ist auch der starke Zuwachs im Ferntourismus.
Bedrohte Elefanten
Handel mit Elfenbein bleibt verboten
Der Handel mit Elfenbein bleibt vorerst weiterhin untersagt. Die CITES-Delegierten setzten am heutigen Montag auf der Weltartenschutzkonferenz ein weiteres Zeichen gegen die Aufweichung des seit 1989 bestehenden Handelsverbotes. Namibia hatte auf der Konferenz eine jährliche Exportquote von 2.000 Kilogramm Roh-Elfenbein sowie den Handel mit Elfenbein-Produkten und Waren aus Elefantenleder und -haaren beantragt. Der Handel mit Roh-Elfenbein und Produkten daraus wurde von den Staaten abgelehnt. "Wäre Namibia heute mit seinem Vorstoß durchgekommen, wären künftig jedes Jahr zwei Tonnen Roh-Elfenbein aus Namibia auf dem Weltmarkt gelandet.", so WWF-Artenschützer Volker Homes. Der kommerzielle Handel mit Lederwaren und Haaren wurde dagegen angenommen.
Artenschutzkonferenz
Nashörner und Leoparden zum Abschuss frei gegeben
Leoparden und Spitzmaulnashörner müssen künftig verstärkt um ihr Leben bangen. Die Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) hat am Montag höhere Jagdquoten für die vom Aussterben bedrohten Tierarten beschlossen. In Namibia dürfen künftig fünf der bedrohten Spitzmaulnashörner als Jagdtrophäen exportiert werden. In Südafrika sind es zehn. Statt bislang 100 Tiere darf Namibia zudem künftig jährlich 250 Leoparden an betuchte internationale Trophäenjäger verkaufen. Für Südafrika wurde eine Quotenverdopplung von 75 auf 150 Tiere bewilligt. Artenschützer kritisierten die Entscheidung massiv.
Thailand
Zentrum des Schmuggels als Gastgeber der Artenschutzkonferenz
Am Samstag beginnt in Bangkok die Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA, 2.-14. Oktober). Für Thailand ist dies eine heikle Mission, denn der asiatische Staat ist einer der größten Umschlagplätze für den illegalen Handel mit geschützten Arten. "Thailand ist einer der weltweit größten Märkte für illegales Elfenbein. Überall hier in Bangkok werden Elfenbeinfiguren verkauft, obwohl bekannt ist, dass der Großteil von gewilderten Elefanten stammt", berichtet PRO WILDLIFE Artenschutzexpertin Daniela Freyer, die an der WA-Konferenz teilnimmt. Sie erwartet, dass die Situation in Thailand auf der WA-Konferenz zur Sprache kommt.
Geschmuggelt
DNA soll illegales Elfenbein aufspüren
Mit einer neu entwickelten Lösung wollen Forscher dem illegalen Elfenbeinhandel ein Ende bereiten: Wissenschaftler der University of Washington haben ein DNA-Tracking-System entworfen, das dem Schmuggel aus wertvollen Elfenbeins unterbindet, berichtet das Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS. Mit Hilfe des DNA-Tracking sollen die Hotspots der illegalen Jagd auf Elefanten gefunden werden. Nach dem Elfenbeinhandelsverbot 1989 verlagerte sich die Jagd nach dem "weißen Gold" von der offenen Savanne in den Regenwald. Patrouillen in den dichten Wäldern seien allerdings nahezu unmöglich.
TRAFFIC-Studie
Neue Handelswege für Elfenbein erleichtern Schmuggel
Der Handel mit Elfenbein boomt trotz Verbot. Das ist das Ergebnis einer aktuellen TRAFFIC-Studie zum Elfenbeinschmuggel in den USA. Konsumenten der begehrten Souvenirs, Schnitzereien und Schmuckstücke seien vor allem Privatpersonen. Besonders die technischen Möglichkeiten im Internethandel hätten im vergangenen Jahrzehnt neue Schlupflöcher und neue Handelswege geschaffen, sodass es immer leichter werde, an die Produkte heranzukommen, berichtet die Tierschutzorganisation WWF. Hinzu komme die Einfuhr durch Touristen.
Artenschutz
Namibia will Erlaubnis für Elfenbeinhandel
Jährlich 2.000 kg Roh-Elfenbein will Namibia zukünftig verkaufen, dazu unbegrenzte Mengen von Elfenbeinschnitzereien. Wie die Artenschutzorganisation Pro Wildlife heute meldet, werde auf der in zwei Wochen beginnenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens (WA) in Bangkok über einen Antrag Namibias zur Legalisierung des Elfenbeinhandels abgestimmt. Damit könnte zum ersten mal eine eine regelmäßige Exportquote durchgesetzt werden.
Artenschutz
Die 10 meist Gesuchten Tiere und Pflanzen auf dem Weltmarkt besser schützen
Der Napoleonsfisch, der Weiße Hai und das Tropenholz Ramin gehören nach Angaben des WWF zu den zehn im internationalen Handel am stärksten nachgefragten Tier- und Pflanzenarten. Der WWF wird sich auf der nächsten Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora), die im Oktober in Thailand stattfindet, dafür einsetzen, dass der Handel mit diesen und vielen weiteren bedrohten Arten so gut wie möglich kontrolliert wird.
Nabu fordert härtere Kontrollen
Seltene Arten immer noch beliebtes Souvenir
Der Naturschutzbund NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, die Zoll-und Kontrollbehörden im Bereich des internationalen Artenschutzes zu stärken. Mit Information der Bürgerinnen und Bürger allein könne der illegale Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen nicht gestoppt werden, kritisierte die Organisation. Gerade während der Hauptreisesaison würden immer noch viel zu viele Produkte und lebende Souvenirs geschützter und bedrohter Arten aus exotischen Ländern nach Deutschland eingeführt.
Tourismus und Artenschutz
Aktionsgemeinschaft Artenschutz fordert Umdenken der Reise-Branche
Die Internationale Tourismus-Börse (ITB) 2003 endete in Berlin. Anlässlich dieser weltgrößten Messe der internationalen Reiseveranstalter appelliert die Aktionsgemeinsaft Artenschutz e.V. (AgA) und der BDT an die Touristikbranche, mehr für den Arten- und Naturschutz zu tun und die Touristen besser über den Artenschutz aufzuklären. AgA-Sprecher Günther Peter erinnert daran, dass gerade deutsche Touristen an der Ausplünderung der Natur in den Urlaubsländern führend beteiligt seien. Die vom Zoll beschlagnahmten Exemplare bedrohter Fauna und Flora an deutschen Flughäfen bewiesen dies.
Bedrohte Arten
30 Jahre Artenschutzabkommen
Vor dreißig Jahren, am 3. März 1973, wurde das internationale Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES gegründet. An diesem Tag verabschiedeten Vertreter aus 80 Staaten in Washington die "Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora". Der WWF wertet das Abkommen rückblickend als Erfolg. Seit der Gründung von CITES sei noch keine einzige durch das Abkommen geschützte Art ausgestorben. Das zeige, wie wichtig Handelskontrollen für bedrohte Arten seien, so WWF-Artenschutzexperte Volker Homes. So sei vor allem die Weitsicht der CITES-Gründer bemerkenswert: Sie hätten schon Anfang der siebziger Jahre den Schutz vieler Tier- und Pflanzenarten forciert, obwohl damals noch kaum jemand über Umweltschutz gesprochen habe.
Auktionshaus duldet Straftaten
Artenschützer zeigen eBay wegen illegalen Tierhandels an
Über das Internet-Auktionshaus eBay werden nach Recherchen des Bonner Komitees gegen den Vogelmord jedes Jahr mehr als 10.000 bedrohte Tiere vermarktet und so Millionen von Euro umgesetzt. Dabei handelt es sich nach Angaben der Naturschützer hauptsächlich um ausgestopfte Greifvögel und Eulen, Wildkatzenfelle sowie Elfenbeinprodukte, die in Deutschland strengen Vermarktungs- und Verkehrsverboten unterliegen. Im Auftrag des Komitees hatten Biologen 30 Tage lang sämtliche Angebote auf den eBay-Seiten erfasst, in denen Produkte aus besonders und streng geschützten Tierarten vermarktet wurden. Dabei stießen sie auf mehr als 1700 Auktionen, in denen z.B. Tigerschädel, Krokotaschen, Bärenfelle, präparierte Adler und Walzähne feilgeboten wurden. Eine genaue Analyse der erhobenen Daten ergab, dass ein großer Teil der Angebote von professionellen Händlern und Sammlern eingestellt wurde. Die Artenschützer erstatteten jetzt Anzeige, da das Unternehmen nicht auf Aufforderungen reagiert habe, illegale Auktionen zu löschen.
Artenschutzkonferenz in Chile
Elfenbeinhandel ist jetzt erlaubt
Auf der derzeit in Chile stattfindenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) ist unter großem zeitlichem und politischem Druck der Handel mit Elfenbein genehmigt worden. Bislang wurden die Anträge von Botswana und Namibia für den Export von zusammen 30 Tonnen Elfenbein aus Lagerbeständen angenommen. Die WA-Staaten entscheiden noch über drei weitere Anträge für Elfenbeinexporte. Artenschützer befürchten nun schlimme Konsequenzen für die Elefantenbestände in Afrika und Asien. Als Folge verheerender Wilderei und des Zusammenbruchs der Elefantenbestände in Afrika wurde 1989 ein absolutes Handelsverbot für Elfenbein beschlossen. Doch bereits 1997 setzten drei südafrikanische Länder (Simbabwe, Namibia und Botswana) einen einmaligen Verkauf von Elfenbein aus Lagerbeständen durch, der 18 Monate später stattfand.
Schmuggler aufgeflogen
Angebliche Holzschnitzereien waren aus Elfenbein
Ein weltweit agierender Ring von Elefantenwilderern und Elfenbeinschmugglern ist aufgeflogen, wie der Artenschutzverband Pro Wildlife berichtet. Er hatte zusammen mit der englischen Organisation EIA (Environmental Investigation Agency) eine Studie zu Schmuggelwegen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis dokumentiert die Zusammenarbeit von Wilderern in Sambia, einem Elfenbein-Schmugglerring in Malawi und Mozambique (Afrika) bis hin zu den Endabnehmern in Singapur, Hongkong, China und Japan. Mindestens 19 Lieferungen illegalen Elfenbeins aus Afrika, offiziell deklariert als "Steinskulpturen" oder "Holzschnitzereien", seien in den vergangenen Jahren nach Fernost geschmuggelt worden.
Wissenschaftler diskutieren Existenz weiterer Arten
Elefantenbestände auf historischem Tiefstand
Artenschützer schlagen wegen der Bestandssituation asiatischer und afrikanischer Elefanten Alarm. In Kambodscha, Laos und Vietnam kollabierten die Bestände des Asiatischen Elefanten innerhalb von 12 Jahren um mehr als 80 Prozent. In Afrika nimmt die Gesamtpopulation der Elefanten entgegen diverser Darstellungen auch weiterhin ab. Wissenschaftler sehen aufgrund jüngster genetischer Untersuchungen die Aufteilung der Bestände in drei Arten (Savannen-, Wald- und Wüstenelefant) als gerechtfertigt an. "Die Bestände mancher Regionen stehen vor der Ausrottung", betont PRO WILDLIFE Expertin Daniela Freyer, "Damit geht ein unschätzbarer Teil der Artenvielfalt verloren." Hauptursache für den Rückgang in Afrika und Asien sind Elfenbeinwilderei und Lebensraumzerstörung. Eine Freigabe des Handels mit afrikanischem Elfenbein würde auch die asiatischen Elefanten bedrohen.
Elfenbeinschmuggel boomt weltweit
Deutsche Touristen kaufen illegale Elfenbeinschnitzereien in Asien
Der illegale Handel mit Elfenbein zeigt alarmierende Ausmaße: Erst vor wenigen Tagen gaben chinesische Zollbehörden die Beschlagnahme von über drei Tonnen Elfenbein aus Afrika bekannt. Seit Beginn des Jahres 2000 wurden weltweit somit fast 4.000 Stoßzähne, über 56.000 Elfenbeinschnitzereien und weitere 11.000 Kilogramm Elfenbein beschlagnahmt. "Dies entspricht weit über 3.000 toten Elefanten", schätzt Pro Wildlife Expertin Daniela Freyer. Nach Informationen der Münchner Artenschutzorganisation werden vornehmlich afrikanische, aber auch asiatische Elefanten gewildert. "Die Stoßzähne werden u.a. nach China und Vietnam geschmuggelt, dort zu Schnitzereien verarbeitet und dann nach Thailand verschoben. Dort gehören deutsche Touristen zu den Hauptabnehmern", berichtet Freyer.
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