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… das im Dunkel sieht man nicht

Bei Licht betrachtet zerfallen alle Argumente für Laufzeitverlängerungen

Am 5. September fiel im so genannten Atom-Gipfel eine Probeentscheidung bezüglich der lange angekündigten Laufzeitverlängerungen. Bereits die Fragestellung an das Energieszenario war eingeschränkt und gab Richtungen vor. Die fachlichen Grundannahmen zur Auslastung der Atomkraftwerke vom vergangenen Sonntag und die Effizienzvorgaben im Szenario sind sehr zweifelhaft und teilweise falsch. Vor allem aber stimmen weder die ökonomischen, noch die ökologischen Annahmen, die als Begründung für Laufzeitverlängerungen seit langer Zeit vorgeschoben werden.

Gesetzesänderung notwendig

"Hartz IV"-Empfänger sollen Energie sparen

Die kommunalen Spitzenverbände in Thüringen verlangen von "Hartz IV"-Empfängern einen sparsameren Umgang mit Energie. Der MDR berichtete am Sonntag unter Berufung auf den Thüringer Landkreistag, dass die Kosten für Unterkünfte im vergangenen Jahr um 44 Millionen auf 425 Millionen Euro gestiegen seien. Es gebe für "Hartz IV"-Empfänger keine Anreize, Heizkosten oder Wasser zu sparen. Für ein Bonussystem wäre eine Gesetzesänderung notwendig. Der Geschäftsführer des Gemeinde und Städtebundes, Ralf Rusch, sieht noch Sparpotenzial bei den Bedarfsgemeinschaften.

Studie

Öko-Landbau soll 30 Prozent Energie sparen

Ökologischer Landbau bringt nach einer Langzeit-Studie der Cornell University in etwa die gleichen Erträge wie konventionelle Landwirtschaft - allerdings bei einem um 30 Prozent geringeren Energie-Einsatz. Auch der Wasser-Verbrauch sei viel geringer, so das Ergebnis der über 22 Jahre laufenden Studie. Pestizide fielen überhaupt nicht an, der Boden werde geschützt. Geringere Erträge lieferte dern Öko-Anbau nur in den ersten vier Jahren. Danach stieg der Ertrag deutlich. Besonders in Trockenzeiten wuchsen die Öko-Pflanzen besser als die konventionellen.

BUND-Gütesiegel verliehen

Elisabeth Klinik ist "Energie sparendes Krankenhaus"

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) zeichnet die Elisabeth Klinik mit dem Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus" aus. Die Auszeichnung geht an Krankenhäuser, die sich in besonderer Weise für Energieeffizienz und Klimaschutz im Hause engagieren. Die Elisabeth Klinik erfüllt als elftes Krankenhaus bundesweit die Kriterien zum Klimaschutz. Die moderne 170-Betten-Klinik reduzierte ihren Energieverbrauch seit 2000 um rund 30 Prozent. 612 Tonnen Kohlendioxid bleiben so der Atmosphäre erspart, soviel wie ca. 20 Durchschnittshaushalte jährlich ausstoßen.

Energie sparen

Stromsparpotentiale in Haushalten aufgedeckt

Nachdem die Strompreise mit Jahresbeginn durch saftige Erhöhung der Versorger gerade im Privatbereich wieder auf höchstem Niveau stehen, raten die Energieberater des Bundesverbandes für Umweltberatung (bfub) e.V. zu konsequenten Einsparungen im Stromverbrauch. Die Energieexperten raten zu einem konkreten Haushaltscheck in Sachen Strom. Viele Verbraucher haben überhaupt keine Kenntnis über ihren Energieverbrauch im Haushalt. Bestenfalls die Höhe der Vorauszahlungen an den Versorger wird registriert.

Energie und Unternehmen

Finanzielle Risiken und Chancen für internationale Stromversorger analysiert

Für die Stromkonzerne könnte es teuer werden, wenn sie ihre Investitionspolitik angesichts des Klimawandels nicht umstellen. Setzen die Unternehmen weiterhin auf den Neubau von Kohlekraftwerken, müssen sie mit Gewinneinbrüchen von mehr als zehn Prozent rechnen. Gleichzeitig bieten sich für Firmen, die die Weichen frühzeitig für eine CO2-arme Stromerzeugung auf Basis von Erdgas und Erneuerbaren Energien gestellt haben, erhebliche Wettbewerbsvorteile. Zu diesem Ergebnis kommt ein jetzt vom WWF vorgelegter Report der Finanzanalysten Innovest (London).

Energie sparen

Haushaltsgeräte schlucken ein Drittel des Stroms

Rund ein Drittel der privaten Stromrechnung geht auf das Konto von Haushaltsgeräten wie Kühlschrank oder Waschmaschine. Wer allerdings konsequent auf energieeffiziente Produkte setze, senke Verbrauch und Kosten. Das berichtet die Initiative EnergieEffizienz. Nach ihren Berechnungen lassen sich pro Haushalt jährlich bis zu 70 Euro einsparen. Energieeffiziente Geräte sind am einheitlichen EU-Energieetikett (EU-Label) zu erkennen, die Garäte anhand der Energieeffiezienzklassen A bis G kennzeichnen.

Alternative Energien

Weintrauben geben Strom

Forscher der University of Texas/Austin haben aus Weintrauben elektrische Energie extrahiert. Die Energie stamme aus dem Elektronentransfer von Glukose zum Sauerstoff bei der Umwandlung in Kohlendioxid und Wasser. In der Fachsprache wird die diesbezügliche Anordnung als Bio-Brennstoffzelle bezeichnet. Bislang produziere die Zelle eine Leistung von 2,4 Mikrowatt. Um eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen wären Millionen Weintrauben nötig, so die Forscher. Für den Antrieb eines Silizium-Chips in einem Minisensor würde die Bio-Brennstoffzelle aber bereits ausreichen.

Energie

"Erdgas mobil" soll Erdgastankstellen etablieren

Aral will bis Ende 2004 bundesweit rund 250 Erdgastankstellen eröffnen und dabei die Partnerschaft mit der Aktion "Ergas mobil" verstärken. Im Rahmen dieser Kooperation wurde am Freitag in Augsburg die erste Tankstelle mit einem neuen Zapfsäulen-Typ eröffnet. Die Station ist insgesamt die die 38. Erdgastankstelle, in Deutschland. An der Aktion "Erdgas mobil" sind rund 20 deutsche Gasversorger beteiligt.

Energie

Verordnung über Stromversorgung wird verschärft

Der Stromversorger darf künftig säumigen Zahlern möglicherweise den Strom 14 Tage nach einer Mahnung ohne weiteres abschalten. Das sieht nach Informationen des Bundes der Verbraucher der Entwurf einer Novelle zur Verordnung über die Stromversorgung von Haushalten vor, die noch nicht offiziell veröffentlicht wurde. Der Vorsitzende des Bundes, Aribert Peters, appelliert an die Umwelt- und Verbraucherverbände, konzertiert auf Änderungen im Entwurf zu dringen. Die bisherige Fassung benachteilige die privaten Stromverbraucher und räume den örtlichen Stromversorgern eine Reihe von Privilegien ein, die Kunden- und Bürgerechte beschneiden würden.

Energie

Weiter Ringen um Kraft-Wärme-Kopplung

Die Reform der Förderung von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung lässt weiter auf sich warten. Der Bundestag werde in diesem Jahr nicht mehr über einen Gesetzentwurf zur Unterstützung der als umweltschonend geltenden Stromproduktion entscheiden, so eine Sprecherin der Grünen. Damit werde die Regelung nicht wie geplant zum Januar 2002 sondern voraussichtlich erst im März in Kraft treten.

Atomenergie

Verdächtiger des Plutonium-Schmuggels nach Geständnis festgenommen

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat einen Mitarbeiter der Wiederaufbereitungsanlage und seine Lebensgefährtin wegen Verdachts auf Plutoniumschmuggel festgenommen. Der Mann habe gestanden, mehrere "belastete Wischtücher" und ein Fläschchen mit einer ihm unbekannten Substanz aus dem WAK heraus geschmuggelt zu haben. Er wollte nach eigenen Angaben zeigen, wie leicht man die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Werksgelände umgehen könne.