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Organisation von Gefangenentransporten nach Guantanamo in Stuttgart

Das europäische Hauptquartier der US-Armee (EUCOM) hat bestätigt, von seinem Sitz in Stuttgart aus Gefangenentransporte nach Guantanamo organisiert zu haben. "Wir haben Gefangene transportiert, und wir haben das noch am selben Tag bekannt gegeben", sagte EUCOM-Sprecher John Tomassi der "Stuttgarter Zeitung". Das US-Militär reagierte damit auf Berichte über die Verschleppung von sechs algerischen Häftlingen. Der EUCOM-Sprecher bezog sich der Zeitung zufolge auf eine Mitteilung vom 18. Januar 2002. Darin heiße es, dass sechs algerische Terrorverdächtige von Bosnien "an einen sicheren Ort" gebracht worden seien.

US-Hauptquartier EUCOM

Verschleppungen nach Guantánamo angeblich auch in Stuttgart

Einem Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" zufolge sollen Verschleppungen in das US-Gefangenenlager Guantánamo auch im US-Hauptquartier Europa (EUCOM) in Stuttgart-Vaihingen geplant und koordiniert worden sein. Unter anderem soll es um die Verschleppung von sechs Algeriern im Januar 2002 aus Bosnien gegangen sein, berichtet das Magazin am Montag unter Bezugnahme auf einen EUCOM-Lagebericht. Die Männer seien über die Türkei in das US-Gefangenenlager auf Kuba gebracht worden, wo sie bis heute ohne förmliche Anklage inhaftiert seien. Nach Darstellung von Report arbeiten im Stuttgarter US-Hauptquartier auch deutsche "Verbindungsoffiziere".

Demonstrationen am Wochenende und Sitzblockade am 15. März

Gegen einen Irak-Krieg

Nachdem am 15. Februar eine halbe Million Menschen in Berlin auf die Straße gegangen sind, blockierten am letzten Wochenende im Rahmen von "Resist" über 3.000 Menschen für drei Stunden den Haupteingang der US-Airbase Rhein-Main. Das war die größte Blockade der Friedensbewegung seit den 80er Jahren. Am 15. März ruft Resist erneut zur Blockade der Rhein/Main-Airbase für mindestens 24 Stunden an mehreren Toren auf.