gewaltbereitschaft

"Unser Recht zu protestieren"

G8-Gegner werfen der Polizei Gewaltbereitschaft vor

Nach der Großrazzia am 9. Mai gegen "militante Gipfelgegner" sind alle 21 so genannten "Terrorverdächtigen" nach wie vor auf freiem Fuß. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft sei es weder zu vorläufigen Festnahmen gekommen noch habe die Bundesanwaltschaft Haftbefehle beantragt. Dennoch warnen Polizei und Sicherheitsbehörden immer wieder vor militanten Gegnern des G-8-Treffens im Juni und deren Gewaltbereitschaft. Die Gipfelgegner drehen nun den Spies herum und werfen der Polizei "Gewaltbereitschaft" vor. Die Berliner Gipfelsoli Infogruppe kritisiert insbesondere einen "gewaltbereiten Einsatzleiter". Dieser sei von früheren Einsätzen gegen Demonstranten als gewaltbereit bekannt, behaupten die Gipfelkritiker.

Gewalt in den Medien

Erziehungsstil beeinflußt Gewaltbereitschaft

Gewaltdarstellungen in den Medien sind nach Ansicht des Medienwissenschaftlers Werner Früh nicht die alleinige Erklärung für die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft. Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Professor für empirische Kommunikations- und Medienforschung an der Universität Leipzig eine Studie zu dem Thema "Gewaltpotenziale des Fernsehangebots. Programmangebot und gruppenspezifische Interpretation". Demnach seien die Medien nur ein Faktor, der Aggressivität fördern könne. Die Eltern und ihr Erziehungsstil sowie das soziale Umfeld spielten eine entscheidende Rolle.

Rechte Gewalt

Verfassungsschutz sieht steigende Gewaltbereitschaft von Rechtsextremen

Der Präsident des Verfassungsschutzes, Heinz Fromm, beobachtet eine steigende Gewaltbereitschaft rechtsextremistischer Gruppen in Deutschland. Die Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten habe in den vergangenen Jahren zugenommen, sagte Fromm. Er rechne zu dieser Szene etwa 10 000 junge Leute, die Hälfte davon aus Ostdeutschland. Von Ansätzen zu rechtem Terrorismus würde er aber nicht sprechen, betonte Fromm.