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girokonto

Nach Selbstverpflichtungserklärungen

Verbraucherschützer begrüßen General-Anspruch für Girokonto

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat die Bereitschaft von Bundesjustizministerin Zypries begrüßt, Verbrauchern einen gesetzlichen Anspruch auf ein Girokonto zu geben. "Die Politik zieht damit die einzig richtige Konsequenz aus der von den Banken permament gebrochenen Selbstverpflichtung," meint Verbandschefin Edda Müller. "Ohne Konto ist man praktisch Nichts - deshalb ist das Recht auf ein Girokonto ein Teilhaberecht am Wirtschaftsleben für Jedermann."

Betroffene gesucht

Verbraucherzentrale will gesetzliches Recht auf Girokonto

Nach Informationen der Verbraucherzentrale Sachsen erhalten immer mehr Menschen kein Girokonto, weil sie finanzielle Probleme haben. Dieses sei heutzutage jedoch oftmals wichtig, da gerade Menschen mit weniger Geld es sich nicht leisten könnten, ihre Geschäfte per Barüberweisung zu führen. Für Bareinzahlungen berechnen die Banken üblicherweise hohe Gebühren. Die Verbraucherschützer riefen am Montag Betroffene dazu auf, sich an einer aktuellen Studie zu beteiligen und kündigten an, sich gemeinsam mit ihnen für ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Girokonto einzusetzen.

Bundestag appelliert nur

Weiterhin kein Rechtsanspruch auf Girokonto

Es wird auch weiterhin keinen Rechtsanspruch auf ein Girokonto geben. Der Bundestag beschränkte sich am Mittwoch auf einen Appell an die Bundesregierung, sich dafür einzusetzen, dass die Banken sich an ihre Selbstverpflichtung aus dem Jahr 1995 halten. Damals hatte sich die Kreditwirtschaft verpflichtet, jedem Erwachsenen die Einrichtung eines Girokontos auf Guthabenbasis zu ermöglichen. Die Banken sollen künftig die Ablehnung oder Kündigung eines Girokontos schriftlich begründen und auf die Möglichkeit der kostenlosen Inanspruchnahme einer Schlichtungsstelle hinweisen, forderten alle Bundestags-Fraktionen in einem Entschließungsantrag. Nur die PDS forderte eine gesetzliche Regelung.