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Bewegung von Himmelskörpern

Astronomie wird Pflichtfach an Thüringer Gymnasien

In Thüringen wird Astronomie vom kommenden Schuljahr an ein Pflichtfach für alle Gymnasiasten der Oberstufe. Wie ein Sprecher des Kultusministeriums am Donnerstag (8. Januar) mitteilte, besitzen im Freistaat insgesamt 170 Pädagogen die Lehrbefähigung für dieses Fach. Auf dem Lehrplan stünden beispielsweise Sternbilder und die Bewegung von Himmelskörpern. Mit dem Fach ließen sich fächerübergreifende Aspekte der Geografie und der Mathematik sehr gut verbinden und teilweise besser erklären, hieß es weiter.

Überlastung der Schüler

Oettinger angeblich für weniger Naturwissenschaften im Gymnasium

Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) will angeblich bundesweit die Lehrpläne an Gymnasien entrümpeln. Nicht jede Formel in Biologie, Chemie und Physik sei für das spätere Leben notwendig, sagte Oettinger am 6. Februar in Fellbach. Er schlug vor, den Unterricht in diesen Fächern zu straffen und die eingesparte Zeit für die Erledigung von Hausaufgaben zu verwenden. Oettinger reagiert damit auf Klagen über eine Überlastung der Schüler im Zuge der Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8).

"Völlig verhunzte Reform"

GEW gegen weitere Senkung der Mindeststundenzahl an Gymnasien

Im Streit um eine Reform der Gymnasien hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Kultusminister davor gewarnt, die Mindeststundenzahl bis zum Abitur weiter abzusenken. "Innerhalb der Europäischen Union erhalten nur Schüler in Polen noch weniger Unterricht als in Deutschland", sagte die GEW-Vizechefin Marianne Demmer der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es drohe ein weiterer Qualitätsverlust. Die Gymnasiasten würden dagegen nicht entlastet.

"Oettinger hatte alle Bedenken zurückgewiesen"

Gericht stoppt Französisch-Pflicht an Gymnasien am Rhein

Die geplante Französisch-Pflicht in den fünften Klassen der Gymnasien entlang des Rheins in Baden-Württemberg ist vom Tisch. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg setzte eine entsprechende Rechtsverordnung des baden-württembergischen Kultusministeriums aus, wie das Gericht am 24. Juli in Mannheim mitteilte. Damit hatte der Eilantrag eines Karlsruher Schülers und seiner Mutter Erfolg, die eine Verletzung der Chancengleichheit der Kinder rügten. Kultusminister Helmut Rau (CDU) will das Vorhaben nun nicht weiter verfolgen.

Nähe zu Frankreich

Streit um Französisch-Zwang an Gymnasien in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wächst der Protest gegen die vom Kultusministerium geplante Französischpflicht in den fünften Klassen der Gymnasien entlang der Rheinschiene. Der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) appellierte am Donnerstag an Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU), die Einführung des Französisch-Zwangs zu überdenken. "Verwaltung, Pädagogen und Eltern plädieren einhellig für die Beibehaltung der Wahlfreiheit - und ich musste den Eindruck gewinnen, zu recht", so Fenrich.

"Freie Schulen"

Opus Dei will erstes deutsches Jungengymnasiums in Potsdam gründen

Mitglieder der rechtskatholischen Organisation "Opus Dei", die von Kritikern auch als "Elitetruppe des Vatikan" bezeichnet wird, wollen in Potsdam ihr erstes deutsches Jungengymnasium gründen. "Wir möchten das Gymnasium christlich prägen. Der Religionsunterricht soll von Priestern des Opus Dei gehalten werden", sagte Christoph Rüssel, Vorsitzender der Elterninitiative "Freie Schulen Brandenburg e.V.", der "Berliner Zeitung". Rüssel ist nach Darstellung des Blattes bekennendes Opus-Dei-Mitglied. Geplant ist laut Rüssel ein zweizügiges Jungengymnasium für 300 Schüler. Es soll in den Alten Pferdeställen der Ruinenberg-Kaserne im Bornstedter Feld entstehen.

In Ausbildung statt Studium gedrängt

Hohe Kosten halten Arme von Gymnasium und Uni fern

Das deutsche Bildungssystem verhindert durch seine Kostenverteilung, dass Kinder aus sozial schwachen Familien eine höhere Bildung erhalten. Dies ist das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten Studie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS). Während die Kosten der Schulausbildung zu 19 Prozent, die eines Studiums gar zu 49 Prozent privat von Studenten oder Eltern finanziert werden müssen, beträgt dieser Anteil bei der Berufsausbildung nur vier Prozent. Wenn ein Kind also nach der Sekundarstufe I eine Berufsausbildung beginnt, entstehen den Eltern durch die geringeren Lebenshaltungskosten für das Kind und das Kindergeldes, das sie trotzdem erhalten, hohe finanzielle Vorteile. Dies verhindert aber einen stärkeren Zugang einkommensschwacher Schichten zu weiterführender Bildung, zunächst zur gymnasialen Oberstufe, warnte das FiBS. Die Einführung von Studiengebühren, auch in Form von Gutscheinen, sei deshalb kontraproduktiv. Im Gegenteil müsse gerade für bildungsferne Schichten der Zugang zu Kindertagesstätten, gymnasialer Oberstufe und Hochschule stärker gefördert werden.

Drohbrief gegen niedersächsische Schule

Polizei trifft Sicherheitsmaßnahmen im Gymnasium von Varel

Nach dem Eingang eines Drohbriefes an das Lothar-Meyer-Gymnasium im niedersächsischen Varel hat die Polizei umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Jede Person, die das Schulgebäude am Montag betreten wolle, werde nach Waffen oder ähnlichem durchsucht, sagte ein Polizeisprecher. Bereits am Sonntag hätten Beamte das Schulgebäude durchsucht. Bislang seien aber keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden.