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hamburg

Bürgerschaftswahlen

Machtwechsel in Hamburg möglich

In Hamburg ist nach der Bürgerschaftswahl ein Machtwechsel möglich. Die regierende rot-grüne Koalition büßte am Sonntag ihre Mehrheit ein, obwohl die SPD leicht zulegen konnte und stärkste politische Kraft bleibt. Die Grün-Alternative Liste (GAL) verlor jedoch erheblich an Stimmen. Die FDP schaffte nach einer stundenlangen Zitterpartei erstmals seit acht Jahren wieder den Sprung in die Hamburger Bürgerschaft.

Ermittlungen

Kamikaze-Pilot von Pennsylvania studierte in Hamburg Flugzeugbau

Der mutmaßliche Kamikaze-Pilot von Pennsylvania, Ziad Samir Jarrah, hat in Hamburg Flugzeugbau studiert. Der 26-jährige Libanese gehört zu den 19 Personen, die von FBI und Bundesanwaltschaft unmittelbar mit den Terroranschlägen in den USA in Verbindung gebracht werden. Jarrah hielt sich den Ermittlungen zufolge zeitweilig auch in Bochum auf.

Terroranschlag

Eine Spur führt nach Hamburg

Auf der Suche nach den Drahtziehern der Anschläge in den USA führt eine Spur nach Hamburg. Die Polizei nahm in der Nacht eine Frau aus einer Wohnung im Stadtteil Harburg mit, um sie als Zeugin zu vernehmen. Zudem durchsuchten Beamte des Landeskriminalamtes in demselben Stadtteil eine leer stehende Wohnung. Dort lebten möglicherweise bis zum Frühjahr dieses Jahres mehrere Männer arabischer Herkunft, die in Verbindung mit den Anschlägen stehen könnten.

Verfassungswirklichkeit

SPD-Spitze macht Druck wegen Gewissensentscheidung von Bundestagsabgeordneten

Wegen der fehlenden Kanzlermehrheit beim Bundestags-Votum zur Entsendung deutscher Soldaten nach Mazedonien will die SPD-Spitze die 19 Abweichler in den eigenen Reihen offenbar unter Druck setzen. SPD-Generalsekretär Franz Müntefering äußerte am Donnerstag in Hamburg harsche Kritik an den Nein-Stimmen aus der SPD-Fraktion. Er sei nicht bereit, "diesen Vorgang so hinzunehmen". Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) nannte die fehlenden Stimmen "ärgerlich". SPD-Fraktionschef Peter Struck äußerte sich ebenfalls unzufrieden. Die Verfassungsmäßigkeit dieses Vorgehens der SPD-Führung ist äußerst zweifelhaft, sind doch die Abgeordneten des Deutschen Bundestags laut Grundgesetz allein Ihrem Gewissen verpflichtet und Weisungen nicht unterworfen.

Auf internationalen Druck

Tadschikischer Journalist Atovulloev wieder frei

Der tadschikische Journalist Dododjon Atovulloev ist wieder frei. Am Mittwoch konnte er das Moskauer Gefängnis verlassen, nachdem Russland das Auslieferungsbegehren Tadschikistans abgelehnt hatte. Er flog umgehend nach Deutschland zurück, wo er seit Mai als gemeinsamer Gast von Reporter ohne Grenzen und der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte in Hamburg lebt. Der Freilassung des ganz offen wegen seiner journalistischen Tätigkeit Verfolgten waren massive internationale Proteste vorausgegangen.

Dacheinsturz in Hamburg

Zwei Todesopfer, drei Verletzte

Der Einsturz eines Dachvorsprungs eines Hamburger Mehrfamilienhauses hat ein zweites Todesopfer gefordert. Eine 32-Jährige erlag am Mittwochmorgen im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Bereits am Dienstag war eine 63 Jahre alte Frau noch am Unfallort gestorben. Am Dienstag war der Dachsims eines dreigeschossigen Wohnhauses auf einer Länge von etwa 50 Metern abgebrochen und in den Garten gestürzt. Anwohner, die am Nachmittag auf ihren Terrassen saßen, wurden von dem Betonklotz mit voller Wucht getroffen. Ein Opfer war sofort tot. Mit schweren Verletzungen wurden zwei Männer ins Krankenhaus eingeliefert.

Wissenschaftler

Neue Hinweise auf vertuschten Atomunfall bei Hamburg

Wissenschaftler haben neue Hinweise auf einen vertuschten Atomunfall in den Geesthachter Atomanlagen bei Hamburg gefunden. Es gebe eine "dichte Indizienkette, dass da etwas schiefgelaufen ist", sagte am Donnerstag Heinz-Werner Gabriel von der Arbeitsgemeinschaft Physikalische Analytik und Messtechnik (ARGE PhAM), Weinheim, in Hamburg. Eine Studie habe das Vorkommen von sogenannten PAC-Kernbrennstoff-Kügelchen im Nahbereich der Geesthachter Atomanlagen (Elbmarsch- und Elbgeest) erneut bestätigt.

Hamburg

"JazzPort-Festival" mit hochkarätigem Programm

Internationale Bands der Spitzenklasse gastieren ab heute beim "Technics JazzPort"-Festival in Hamburg. Im weißen Zelt vor den Hamburger Deichtorhallen wird an neun Tagen ein vielfältiges Programm geboten, das von Jazz über Blues bis TripHop reicht.

Hamburg

Kunsthalle sucht nach Nazi-Raub-Kunst

Zur Ermittlung von so genannter "Raub-Kunst" der Nationalsozialisten lässt die Hamburger Kunsthalle derzeit die Herkunft ihrer Bestände prüfen. Von der Aktion betroffen sind Kunstwerke, die vor 1933 entstanden oder nach 1933 in den Besitz der Sammlung gelangten, wie Kunsthallendirektor Uwe Schneede am Dienstag in Hamburg sagte. Wenn die Herkunft eines Kunstwerks nicht eindeutig ist, wird ermittelt, ob es sich dabei um "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut" handelt. Die Herkunft von 60 Gemälden sei bislang als unbedenklich eingestuft worden, sagte Schneede. Weitere 770 Gemälde stünden noch zur Bearbeitung an. Ebenso sollen Skulpturen, Münzen, Medaillen sowie die Werke im Kupferstichkabinett untersucht werden.

Christopher-Street-Day

Homosexuelle feiern zuerst in Hamburg

"Fast schon zum Hamburger Karneval" sei der Christopher-Street-Day geworden, freut sich Hamburgs Oberbürgermeister Ortwin Runde. Der CSD gehöre inzwischen zu den "großen und nicht mehr wegzudenkenden Events der Stadt". Mit ihm beginnt von Freitag an eine ganze Reihe von Festen, Umzügen und Paraden der Schwulen und Lesben in Deutschland. Anders als Jecken und Pappnasen verbinden Schwule und Lesben ihre Paraden und Parties mit politischen Forderungen. So wollen sie Verbesserungen im Adoptionsrecht, einen effektiven Schutz gegen Diskriminierung und ein entschiedenes Einschreiten bei Gewalt gegen Homosexuelle. Außerdem solle das Asylrecht auch bei Verfolgung wegen sexueller Orientierung greifen. Zudem sähe man auf dem Hamburger Rathaus gern eine Regenbogenfahne.

Hamburg

Innensenator Wrocklage zurückgetreten

Knapp vier Monate vor der Hamburger Bürgerschaftswahl ist am Montag Innensenator Hartmuth Wrocklage (SPD) von seinem Amt zurückgetreten. Als Grund nannte er das "entstandene Meinungsklima in der Stadt in den letzten Wochen". Es handele sich um eine "Melange aus verständlicher Kritik, aber auch aus falschen Informationen und verzerrter Darstellung", erklärte er. Der Innensenator war wegen des Vorwurfs der Parteibuchwirtschaft bei der Hamburger Polizei unter Beschuss geraten. Attackiert wurde Wrocklage in der Vergangenheit auch wegen der Hamburger Spitzenwerte bei der Kriminalität.

Bundeswettbewerb

Teilnehmerrekord bei "Jugend musiziert"

Rund 1.500 junge Musiker aus ganz Deutschland stellen sich ab Donnerstag dem Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Hamburg. Damit werde ein neuer Teilnehmerrekord erreicht, sagte der Bundesgeschäftsführer von "Jugend musiziert", Hans Peter Pairott, am heutigen Montag in Hamburg. Die hohe Zahl der Teilnehmer bringe die Veranstalter inzwischen an den Rand des Möglichen. Trotzdem werde es weiterhin keine zahlenmäßigen Begrenzungen geben.

Sechs Verletzte

Brand in Asylbewerberheim in Hamburg

Bei einem Brand in einem Asylbewerberheim in Hamburg-Bergedorf sind in der Nacht zum Freitag sechs Menschen verletzt worden. Die Heimbewohner im Alter zwischen 5 und 59 Jahren erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wie die Polizei mitteilte. Wegen des Verdachts der Brandstiftung wurde ein 19-jähriger Ukrainer vorläufig festgenommen. Allerdings sei auch ein technischer Defekt als mögliche Brandursache denkbar, hieß es. Nach Angaben der Polizei gab es keine Hinweise für einen ausländerfeindlichen Hintergrund.