handwerk
Mehr Schubkraft für das Handwerk
Stadt Marburg plant solare Baupflicht
Als eine der ersten Städte bundesweit plant das mittelhessische Marburg eine Vorschrift zum Einsatz von Solarenergie bei Neubauten. Die "Satzung zur verbindlichen Nutzung der Solarenergie in Gebäuden" sei für das gesamte Stadtgebiet vorgesehen und solle nach Möglichkeit schon ab diesem Frühjahr gelten, sagte ein Sprecher der Stadt am 31. Januar. Der Einbau von Solarzellen werde auch bei Erweiterungen oder Sanierungen bestehender Gebäude vorgeschrieben.
"Sparsame Inanspruchnahme" der Medizin
Auch Handwerksverband will Patienten mehr Kosten aufbürden
Nach dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag fordert auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) eine deutlich höhere Beteiligung der Patienten an den Gesundheitskosten. "Wir brauchen mehr Eigenverantwortung in der Gesetzlichen Krankenversicherung", sagte ZDH-Präsident Otto Kentzler der Chemnitzer "Freien Presse". Die bisherigen Zuzahlungen reichten nicht aus, um genügend Anreiz für eine sparsame Inanspruchnahme der medizinischen Leistungen zu sorgen. Der Handwerkspräsident forderte, künftig private Unfälle und Zahnbehandlungen sowie das Krankengeld aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen zu nehmen. Jeder sollte verpflichtet werden, sich dafür selbst zu versichern.
Sozialkassen
Handwerk kritisiert vorgezogene Sozialbeiträge
Im deutschen Handwerk wächst der Unmut über die jüngsten Beschlüsse zur Stabilisierung der Sozialkassen. Durch die Entscheidung, den Fälligkeitstermin für die Sozialversicherungen ab Januar um zwei Wochen vorzuziehen, würden zahlreiche Unternehmen überfordert, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, der "Berliner Zeitung". Bei den Handwerksorganisationen häuften sich bereits die Anrufe von Betriebsinhabern, die mit Fassungslosigkeit und völligem Unverständnis reagierten. "Die kleinen und mittleren Unternehmen haben durch amtliche Mitteilung jetzt erfahren, was ihnen im kommenden Jahr droht", sagte Kentzler. Statt wie bisher 12 müssten sie durch das Vorziehen im kommenden Jahr 13 Beiträge für ihre Beschäftigten abführen.
Philip sieht 100 000 Arbeitsplätze im Handwerk bedroht
"Negativspirale" stoppen
Das deutsche Handwerk sieht im laufenden Jahr weitere 100 000 Arbeitsplätze bedroht. Zusätzliche 5000 Handwerksbetriebe stünden auf der Kippe, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Dieter Philipp, am Dienstag in Berlin. Er verwies auf die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute, wonach der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes 2002 nur 0,5 Prozent betrage. Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass die bestätigte rot-grüne Bundesregierung ihre künftige Politik stärker auf den Mittelstand ausrichten werde. Philipp signalsierte Gesprächsbereitschaft des Handwerks und bot die Mitarbeit in einem neu zu formierenden Bündnis für Arbeit an.
Flaute im Handwerk
Weniger Umsatz und Arbeitsplätze auch bei Handwerkern
Das deutsche Handwerk hat auch im zweiten Quartal Beschäftigungs- und Umsatzrückgänge verzeichnet. Ende Juni 2002 seien 5,8 Prozent weniger Personen im Handwerk tätig gewesen als noch ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Gleichzeitig seien auch die Umsätze der selbständigen Handwerksunternehmen um fünf Prozent gesunken.
Tarifverhandlungen
Handwerk fordert Nullrunde bei Lohnerhöhungen
Das deutsche Handwerk fordert für die kommenden Tarifverhandlungen eine Nullrunde. "Das Handwerk hat in diesem Jahr ein Minuswachstum und auch im nächsten Jahr kein Wachstum zu erwarten", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Dieter Philipp, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" vom Dienstag. Er fügte hinzu: "Und bei Null-Wachstum kann es bei den kommenden Tarifverhandlungen auch nur eine Null-Runde geben."
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