heide

Truppenübungsplatz

Verzicht auf das "Bombodrom" gefordert

Die Initiativen Freie Heide, Freier Himmel und Pro Heide haben einen Verzicht auf die militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide in Nordbrandenburg gefordert. Die Wiederinbetriebnahme des so genannten Bombodroms bei Wittstock würde 9000 direkte und 6000 indirekte Arbeitsplätze im Tourismus gefährden, erklärten Sprecher der Initiativen am Freitag. Es sei eine "Entvölkerung" und damit die "Verödung" der ganzen Region zu befürchten.

Kein Bombodrom "light"

Ausschließlich zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide gefordert

Der geplante Bombenabwurfplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide gefährdet den dortigen Tourismus und bedroht geschützte Tierarten, meint der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und PDS zur zivilen Nutzung des Gebietes wird am Donnerstag abend im Bundestag debattiert. Aus diesem Grund forderte der BUND per Brief von den Fraktionsvorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien, dass diese eine ausschließlich zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide unterstützen. Eine abgeschwächte Version, wie von der FDP vorgeschlagen, kommt für den BUND nicht in Frage.

Naturschutz

Tierfilmer Sielmann kauft Ex-Truppenübungsplatz in Brandenburg

Der Tierfilmer Heinz Sielmann hat einen ehemaligen Truppenübungsplatz in der Döberitzer Heide in Brandenburg gekauft. Auf dem 43 Quadratkilometer großen Gelände will die Heinz-Sielmann-Stiftung ein Wildnisgebiet für große Wildtiere wie Wisente und Wildpferde entwickeln, wie das Potsdamer Umweltministerium am Donnerstag mitteilte. Ein Anziehungspunkt soll ein Besucherzentrum sein, in dem Sielmann sein Lebenswerk vorstellt. In dem früheren Sperrgebiet entwickelte sich eine nahezu einmalige Flora und Fauna.

Bombodrom

Gegner fordern friedliche Nutzung der Heide

Gegner des geplanten Bombenabwurfplatzes bei Wittstock haben Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) nachdrücklich zur Aufgabe der "Bombodrom"-Pläne aufgerufen. Das rechtskräftige Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Frankfurt (Oder) sei zwar mit "großer Freude" aufgenommen worden, sagte am Mittwoch in Berlin der Sprecher der Bürgerinitiative "Freie Heide", Bernd Lüdemann. Jetzt werde jedoch eine politische Entscheidung Strucks erwartet, auf die Inbetriebnahme des Schießplatzes zu verzichten.