indigene
Rettet den Urwald
Survival - Rettet die Indigenen
Survival hat unglaubliches neues Videomaterial einer unkontaktierten Gruppe von Indigenen in Brasilien erhalten. Dieses Volk ist durch illegale Abholzung in Peru bedroht. Die Veröffentlichung von Bildern dieser Gruppe Anfang dieser Woche hat bereits einen Erfolg erzielt. Die Regierung Perus hat angekündigt, mit Brasilien zusammenzuarbeiten um das Gebiet zu schützen.
Über 54 Prozent der Stimmen
Evo Morales erster bolivanischer Präsident indigener Herkunft
Evo Morales wird mit 54,2 Prozent der Stimmen der erste bolivanische Präsident indigener Herkunft. Morales' Konkurrent, Ex-Präsident Jorge Quiroga, hat bereits am Montag seine Niederlage eingestanden und Morales gratuliert - noch vor der offiziellen Verkündung des Wahlergebnisses. Mit der Wahl des ehemaligen Koka-Bauern und Gewerkschaftsführers ist in Lateinamerika ein weiterer Politiker gewählt worden, der sich gegen eine neoliberale Marktwirtschaft ausgesprochen hat. So folgte bald nach der Wahl die Ankündigung, den Versorger gas natural per Dekret verstaatlichen zu wollen.
Tag der biologischen Vielfalt
Biopiraten sollen künftig keine Profite auf Kosten indigener Völker mehr machen
Der WWF fordert anlässlich des Tages der Artenvielfalt am 22. Mai klare politische Vorgaben von der Bundesregierung an die internationalen Konzerne. "Deutsche Firmen zählen zu den finanziellen Nutznießern von in Entwicklungsländern gesammeltem genetischen Material. Umweltminister Jürgen Trittin muss verbindliche Regeln für einen gerechten Ausgleich schaffen." Eine Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) wurde 1992 nach der Rio-Konferenz der Vereinten Nationen, dem so genannten Erdgipfel, verabschiedet. Sie hat drei gleichberechtigte Ziele: Den Schutz der Artenvielfalt, deren nachhaltige Nutzung sowie die gerechte Aufteilung der Vorteile und Gewinne der Nutzung. Noch fehlt aber eine Umsetzung der Vorgaben der Konvention in deutsches Recht.
Bereits vor 15 Jahren verabschiedet
Konvention für Rechte indigener Völker immer noch nicht in Kraft
Deutschland soll endlich die Konvention für die Rechte der indigenen Völker zu unterzeichnen. Das fordert eine Koalition von Nichtregierungsorganisationen. Wenn die Bundesländer am Dienstag dem Vertragswerk nicht zustimmten, werde es zu den Akten gelegt. Die sogenannte Konvention ILO 169 wurde vor 15 Jahren verabschiedet, jedoch erst von 17 Staaten ratifiziert. Sie ist nach Einschätzung des Klima-Bündnisses der europäischen Städte das bislang einzige und wichtigste internationale Dokument, das Ureinwohner-Völkern weltweit gesetzlichen Schutz und Anspruch auf eine Vielzahl Grundrechten garantiert.
Tag der indigenen Völker
Bundesregierung soll Rechte der Ureinwohner garantieren helfen
Aus Anlass des "Internationalen Tages der indigenen Bevölkerungsgruppen der Welt" am 9. August fordert das Klima-Bündnis die Bundesregierung auf, endlich die ILO-Konvention Nr. 169 zu ratifizieren. Die "Übereinkunft Nr. 169 über indigene und in Stämmen lebende Völker" der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ist das stärkste internationale Rechtsinstrument, das den Schutz und die Förderung der Rechte indigener Völker garantiert. Hierzu gehören die volle Gewährleistung der Menschenrechte, die Gleichberechtigung gegenüber dem Staat, das Recht auf Land und Ressourcen sowie das Recht auf die eigene kulturelle Identität. In insgesamt 44 Artikel verpflichten sich bis heute 17 Unterzeichnerstaaten, indigenen Völkern Rechtsgarantien zu gewähren und eine Entwicklung zu ermöglichen, die ihrem Anspruch auf Selbstbestimmung entgegenkommt.
Schutz für Klima und Ureinwohner
Klimarahmenkonvention berät Teilnahmemöglichkeiten indigener Völker
Ein wenig Widerwille war schon dabei, als die Staaten der Klimarahmenkonvention auf ihrer gegenwärtigen Zwischenverhandlung in Bonn über die Teilnahme von indigenen Völkern an ihren Konferenzen berieten. Dass die Konvention ein angemessenes Forum für die Probleme indigener Völker darstellt, bezweifeln viele. Dass indigene Völker gegenüber anderen Beobachtergruppen der Konvention Sonderbehandlung beanspruchen dürfen, ebenfalls. Es ist zwar durchaus bekannt, dass sensible Ökosysteme, wie Bergregionen, Küstengebiete oder die Arktis stark unter den Folgen des Klimawandels leiden werden; dass diese Gebiete aber häufig von indigenen Völker bewohnt werden, wird beflissentlich übersehen.
Umweltschutz
Protestaktionen gegen Regenwaldzerstörung und Terror gegen Indigene
Mit finanziellen Garantien will die Weltbank eine 1,2 Milliarden US-Dollar teure Zellstoff-Fabrik in Südkalimantan auf der indonesischen Insel Borneo absichern. Die Zellstoff-Industrie in Indonesien ist für das illegale Abholzen riesiger Regenwaldflächen und die Vergiftung von Flüssen, Böden und Luft verantwortlich. Das geplante Projekt bedroht die ohnehin schon stark degradierten Wälder auf Borneo, Heimat der letzten Orang-Utans. Deutschland ist drittgrößter Geldgeber der Weltbank und hat einen eigenen Exekutivdirektor. "Rettet den Regenwald" ruft zum Verschicken von Protestbriefen dagegen auf.
Klima-Bündnis
Europäisches Parlament beschließt Beitritt zur Indigenen-Konvention
Das Europäische Parlament hat am 15. Januar 2003 in seiner "Entschließung zur Lage der Grundrechte" die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, "das IAO-Übereinkommen Nr. 169 über indigene und in Stämmen lebende Völker zu unterzeichnen und zu ratifizieren". Im Interesse seiner indianischen Partner in Amazonien begrüßt das Klima-Bündnis diesen Beschluss. Für eine Unterzeichnung hatte sich im Juni 2002 auch schon EU-Entwicklungskommissar Poul Nielson ausgesprochen. Das Übereinkommen Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) ist weiterhin das einzige internationale Rechtsinstrument, das die grundlegenden Rechte und Freiheiten indigener Völkern definiert und regelt.
Jahrestagung von IWF und Weltbank
Nichtregierungsorganisationen fordern Politikwechsel
Harte Auseinandersetzungen um Fragen der Internationalen Entwicklung wird es auf der bevorstehenden Jahrestagung von IWF und Weltbank am 28. und 29. September in Washington geben. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Schuldenmanagement, Entwicklungsfinanzierung, Wasser, Gesundheit und Bildung. Während sich die internationale NGO Szene für die Bereitstellung von öffentlichen Gütern und Dienstleistungen durch den Staat stark machen wird, plädiert die Weltbank ein weiteres Mal für eine verstärkte Rolle des Privatsektors.
Inuit: Homepage als Sprachrohr für Kultur und Herkunft
Indigene Bevölkerung erzählt ihre 5.000-jährige Geschichte
Die Inuit, Ureinwohner in Kanadas nördlichsten Regionen, haben eine eigene Website eingerichtet. Die Ureinwohner haben die modernste Form der Kommunikation gewählt, um von sich aus über ihre eigene Geschichte und Kultur zu berichten. "Unsere 5.000 Jahre alte Geschichte, unsere Herkunft und die kulturelle Einheit, unsere Ursprünge, unsere Ahnen und der erste Kontakt mit der Außenwelt, sind Themen, die wir auf der Homepage beschreiben", so Jose Kusugak, Präsident der kanadischen Inuit-Organisation.
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
