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"Rat für Innovation und Wachstum"

DaimlerChrysler-Chef Zetsche wird Merkel-Berater

Dem im Wahlkampf von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigten "Rat für Innovation und Wachstum" sollen neben Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer elf weitere Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft angehören. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete, gehören dazu DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche, der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning, SAP-Chef Henning Kagermann und Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. Das Gremium soll sich am 24. Mai zum ersten Mal treffen.

Nach Pharma-Gespräch

Festbeträge für "Scheininnovationen" bei Arzneimitteln bleiben erhalten

Im Streit zwischen den Krankenversicherungen und den Arzneimittelherstellern haben sich die Krankenversicherungen offenbar weitgehend durchgesetzt: Die Festbetragsregelung, wonach für einige patentgeschützte Arzneimittel - so genannte "Scheininnovationen" - nur noch Festbeträge von den Krankenkassen erstattet werden, soll erhalten bleiben. Diese Festbeträge liegen unter dem vom Arzneimittelhersteller festgelegten Preis. Das ist das zentrale Ergebnis des "Branchengespräches" zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und führenden Vertretern der Pharmabranche.

UBA-Bericht 2003

Umweltschutz gibt Impulse für Innovationen

Der Umweltschutz eröffnet in vielen Bereichen Chancen für Innovationen. Darauf haben Bundesumweltminister Jürgen Trittin und der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Prof. Dr. Andreas Troge, bei der Vorstellung des UBA-Jahresberichtes 2003 hingewiesen. Trittin und Troge betonten, dass eine neue Chemikalienpolitik, die künftige Abfallwirtschaft und eine moderne Energiepolitik nicht nur der Umwelt und dem Klima diene, sondern auch Impulse für wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung gebe.

Gefahr für Innovation und Wettbewerb

Holländisches Parlament will Software-Patente stoppen

Das niederländische Parlament hat den Gegnern von Software-Patenten am Donnerstagabend den Rücken gestärkt. Es forderte die Regierung auf, im EG-Ministerrat nicht für die Legalisierung von Patenten auf "computerimplementierte Erfindungen" zu stimmen, sondern sich zu enthalten. Software-Patente werden von der Großindustrie und Patentanwälten gefordert, während viele kleine und mittelständischen Unternehmen, Entwickler von freier Software, Verbraucherschützern und Bürgerrechtlern sie als Gefahr für Innovation und Wettbewerb ansehen. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) solle daher ihre Zustimmung zu der geplanten Richtlinie zurückziehen.

Klimaschonende Innovationen

Energiesparideen für Industrie und Gewerbe

Wie viel Umweltschutz kann sich die Wirtschaft leisten? Diese Frage wird heftig diskutiert. Schließen sich Ökonomie und Ökologie aus? Die neue Broschüre "Energie effizient" der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeigt die vielfältigen Möglichkeiten der Industrie, mit Energie sparsamer umzugehen. "Wenn Umweltaspekte ins unternehmerische Handeln einbezogen werden, bedeutet das immer einen Gewinn für die Wirtschaft", sagt Dr. Fritz Brickwedde, DBU-Generalsekretär.

Innovation

Neue Technik bietet Textilgestaltung mit Energiespargang

"Hip", "cool" und "in" sein: Schon die ersten Vorfrühlings-Sonnenstrahlen verlocken dazu, sich mit frechen Farben, mutigen Mustern und spleenigen Sprüchen zu präsentieren. Aber: Frische Mode hat ihren Preis - auch für die Umwelt. Denn das Bedrucken von T-Shirts oder Hemden war bis jetzt eine äußerst energieintensive Angelegenheit. Die Firma CSC Schäfer aus Radolfzell (Baden-Württemberg) hat mithilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) eine neue Presse für den Textildruck entwickelt, die den Energieverbrauch um fast 85 Prozent verringert.

Ausländer bieten Rußfilter und Hybrid-Autos

Deutsche Auto-Hersteller verweigern sich Innovationen

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zieht zum Ende der Internationalen Automobilausstellung (IAA) am Wochenende eine enttäuschende Bilanz. Die größte Autoschau der Welt biete keinen Anlass, die deutsche Autoindustrie als Innovations- und Konjunkturmotor zu feiern, wie es bei zahlreichen Produktpräsentationen und Politikerauftritten geschehen sei. VW, Mercedes und BMW investierten beispielsweise Millionen in die Präsentation teurer Luxusmodelle mit hohem Verbrauch. Spitzenprodukte, die intelligente Umwelttechnik, praxisnahe Ausstattung und verbraucherfreundliche Preise miteinander in Verbindung brächten, fänden sich dagegen anders als bei Peugeot oder Toyota nur in der Nische.