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Pressemitteilung zur geplanten Aufstockung des Wehretats

Evangelische Friedensarbeit kritisiert die geplante Aufstockung des Wehretats

Die Ankündigung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Bundeswehr in den kommenden sieben Jahren personell aufzustocken und auch den Wehretat bis 2020 von derzeit 34,2 auf 39,2 Milliarden Euro anzuheben, ist bei der evangelischen Friedensarbeit auf Kritik gestoßen. „Die Regierung stellt hier bereits Weichen, bevor das neue Weißbuch vor- und zur Diskussion gestellt wird. Das führt den groß angekündigten Beteiligungsprozess ad absurdum“, betont Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Pressemitteilung zum gemeinsamen Sozialpapier der beiden großen Kirchen

Die Kritik an der Gier erklärt Minderheiten zu Mehrheiten

Die Gier der Mächtigen und des Geldes. Von Finanzkrise zu FinanzkriseDie Kritik an der Gier von Finanzakteuren ist zutreffend und richtig, wenn diese Moralkeule nicht auf jeden und alles eindreschen würde. Die Finanzkrise hat ihre Ursache im politischen Verhalten der USA, in der Gier mancher Finanzakteure, in der Gier mancher Immobilienbesitzer und in der Gier von manchen Anlegern, die schnelles Geld machen wollten. Es waren nicht die Finanzmakler allein. Die im Sozialpapier der beiden großen Kirchen angeprangerte Gier der Wirtschaft übersieht völlig, dass seit Jahren und Jahrzehnten die meisten bundesdeutschen Unternehmerinnen und Unternehmer sehr wohl gemeinwohlorientiertes Wirtschaften in den Mittelpunkt ihrer unternehmerischen Tätigkeit stellen. Den Kirchen scheint der Begriff CSR (Corporate Social Responsibillity) etwas fremd zu sein. In den Geschäftsberichten den meisten bundesdeutschen Unternehmen hätten die beiden wichtigsten Kirchenvertreter nachlesen können, wie groß das Engagement der Unternehmen bereits ist.

Religionen

Die Zukunft der Religionen

Religionen Trotz Gottes Tod, den Nietzsche mit guten Argumenten verkündet hatte, trotz ebenso guter Argumentation, dass jede Religion ein Opium sei, mit dem ein Volk betäubt werden könnte und auch trotz der Behauptung, dass gläubige Menschen einen Fehler in ihrem Gehirn hätten, leben Religionen fröhlich weiter, als sei nichts geschehen. Über Jahrhunderte hinweg hat ein Heer von Philosophen und Wissenschaftlern mit dem Schwert der Aufklärung dem Tod der Religionen einen Weg bereitet. Haben all diese mal feinsinnigen, mal groben, schlagkräftigen und komplexen Argumente und Erfahrungen nichts gebracht? Wäre der eigentliche Unglaube die Herrschaft einer Vernunft, Könnten Religionen längst zumindest aus dem öffentlichen politischen Raum ausgeschlossen sein. Doch noch immer nehmen sie einen wesentlichen Platz in diesem Raum ein.

Burnout Symptome Teil IV

Burnout in der Kirche | Priester erhalten Hilfe von „ganz oben“

Günter Voelk über Burnout-Syndrom bei Seelsorgern/ Eine Studie der Universitäten Freiburg und Witten zeigt auf: das früher einmal als typische Managerkrankheit angesehene psychosomatische Syndrom des Burnout greift um sich unter Deutschlands Seelenhirten. Das Phänomen beschränkt sich keineswegs auf die katholische Kirche, und noch nicht einmal auf die beiden großen Konfessionen. Die Pastoren der kleineren Kirchen wie die der Baptisten und Methodisten, der Pfingstbewegung und der evangelischen Allianz deutscher Freikirchen befinden sich sogar auf der Überholspur in diesem traurigen Rennen. Weil in der Regel aus finanziellen Gründen noch ein herkömmlicher Beruf ausgeübt werden muss, parallel zum Hirtenamt, trifft die Bezeichnung „Managerkrankheit“ hier gar nicht so daneben. Wenig anders geht es den Pfarrern und Pastoren der beiden großen Kirchen, mit ihren Zeit fressenden Verwaltungsaufgaben, die oft wie ein zweiter Vollzeitjob neben der eigentlichen Aufgabe bewältigt werden müssen.

Empört euch - Nicht mit uns!

Garnisonskirche in Potsdam

Kann heute noch der „Wiederaufbau“ einer Kirche Gemüter erhitzen, eventuell sogar jugendliche? Mitunter schon. Schließlich geht es nicht immer nur um die Ausübung religiöser Verrichtungen von Gläubigen. Die Frage, welche Kirche wo steht, hat immer auch weiter reichenden Symbolcharakter – man denke nur an die Auseinandersetzungen um den Neubau von Moscheen im Herzen Europas, an dem sich Gegner eines weltoffenen, toleranten Zusammenlebens aufheizen.

Seelenmord -

Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche

Tabuthema Kindesmissbrauch - ich wurde sexuell missbrauchtDies ist das Kapitel "Seelenmord" aus dem Buch "Ich wurde sexuell missbraucht". Norbert Denef wurde 1949 in Delitzsch bei Leipzig geboren. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder. Mit seiner Frau lebt er an der Ostsee in Scharbeutz. Viele Jahre war er als Technischer Leiter im Theater tätig. Seit 22 Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema sexualisierte Gewalt und mit dem Abbruch der Schweigemauer.

Empörung über Kritik an Homosexualität

Bibel, Kirche oder Overbeck?

Nach der Kritik am Essener Bischof Franz-Josef Overbeck stehen jetzt teilweise sogar die gesamte katholische Kirche wie auch die Bibel am Pranger. Bischof Overbeck hat in der ARD-Talkshow "Anne Will" am vergangenen Sonntag (11. April) gesagt, dass "Homosexualität eine Sünde ist" und sich "gegen die Natur" richte. Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) hält die Empörung von Politikern über Overbeck für verkürzt. Zu kritisieren seien insbesondere die "Grundsätze der katholischen Kirche" sowie die Bibel.

Wegbegleiter Martin Luthers

"Sauklaue" aus der Zeit der Reformation entziffert

"Colloquium" - so nannte man zur Reformationszeit ein freundschaftliches Religionsgespräch zwischen streitenden Parteien. Ein am 17. und 18. Februar in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) stattfindendes Kolloquium verbindet beides - den geistigen Austausch und die Reformation - buchstäblich miteinander. Unter dem Titel "Kulturelles Gedächtnis der Reformation. Die Aufarbeitung der Sammlung Georg Rörers (1492-1557) im transdisziplinären Wissenschaftsdiskurs" laden die ThULB und die Friedrich-Schiller-Universität Jena erstmals zum Erkenntnisaustausch über eine der umfangreichsten Quellensammlungen der Reformationsgeschichte ein.

Nach Kriegs-Kritik und Alkohol

Bischöfin Käßmann zurückgetreten

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Margot Käßmann, hat ihren Rücktritt erklärt. Nach massivem Druck seitens der Medien zieht Käßmann damit sehr schnell die Konsequenz aus ihrer Autofahrt mit 1,54-Promille. Käßmann stand nicht erst seit dieser Autofahrt unter Druck seitens der Medien und einiger Politiker: Am 24. Dezember 2009 hatte die EKD-Vorsitzende Kritik am Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan geäußert. Schon damals schlug ihr ein medialer Sturm der Entrüstung entgegen, obwohl die Mehrheit der deutschen Bevölkerung den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ablehnt.

Rudeljournalismus

Medien rüsten gegen Kriegs-Kritikerin Käßmann

Es ist für die kampferprobten Massenmedien ein gefundenes Fressen: Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ist mit 1,54 Promille Alkohol im Blut am Steuer von der Polizei gestoppt worden. Eine Verfehlung, die niemand gut heißen würde, Käßmann selbst sprach von einem "schlimmen Fehler". Als erstes schlug Springers "Bild-Zeitung" zu, in kürzester Zeit gab es viele hundert Medienberichte. Käßmann ist eine Person des öffentlichen Interesses und muss es sich grundsätzlich gefallen lassen, dass über Verfehlungen berichtet wird. Aber möglicherweise war nicht der Alkohol am Steuer der "schlimme Fehler", der jetzt all die vielen Medien aktiviert.

"Rufmordkampagne"

Bistum Würzburg suspendiert wegen Missbrauchs verurteilten Pfarrer

Das Bistum Würzburg hat mit sofortiger Wirkung den wegen sexuellen Missbrauchs verurteilten Pfarrer Wolfdieter W. vom priesterlichen Dienst suspendiert. Wie Generalvikar Karl Hillenbrand am Dienstag (24. März) bekanntgab, wurden dem 69-Jährigen "jedwede priesterliche Handlungen" untersagt. Zudem wurden seine Ruhestandsbezüge um 20 Prozent gekürzt. Der Geistliche selbst sieht sich als Opfer einer Rufmordkampagne.

"Missverständliche Äußerungen"

Landesrabbiner nach Gespräch mit Bischof Mixa zufrieden

Der Augsburger Bischof Mixa hat sich am Freitag mit Landesrabbiner Henry Brandt getroffen, um missverständliche Äußerungen aus der Welt zu schaffen. Es sei Mixa ein "Herzensanliegen" gewesen, die "Irritationen zwischen Juden und Katholiken" auszuräumen, teilte das Bistum mit. Mixa war in die Kritik geraten, nachdem er die Zahl der ermordeten Juden in der NS-Zeit in Zusammenhang mit der Zahl der Abtreibungen in den vergangenen Jahrzehnten gebracht haben soll. Brandt sagte nach dem Gespräch, dass aus jüdischer Sicht alle Fragen abschließend erledigt seien.

"Historische Fragen"

Redeverbot für Bischof Williamson nach Holocaust-Leugnung

Der Generalobere der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, hat seinem Mitbruder Richard Williamson nach dem Wirbel um dessen Leugnung des Holocaust ein Redeverbot erteilt. Fellay teilte am Dienstag (27. Januar) im schweizerischen Menzingen mit, er habe dem britischen Bischof "bis auf weiteres jedwede öffentliche Stellungnahme zu politischen oder historischen Fragen" untersagt.

Kirche und Politik

Vorläufige Einigung zwischen Erzbistum Köln und Priester

Im Rechtsstreit zwischen dem Kölner Erzbistum und dem früheren Pfarrer in Meckenheim, Michael Jung, ist es am Mittwoch (24. September) vor dem Verwaltungsgericht Köln zu einer vorläufigen Einigung gekommen. Demnach fügt sich Jung vorläufig der vom Erzbistum angeordneten Amtsenthebung als Pfarrer von Meckenheim bei Bonn. Im Gegenzug werde seine Suspendierung vom Priesteramt aufgehoben. Die Bistumsspitze hatte Jung vorgeworfen, eine obligatorische Visitation, also einen offiziellen Besuch durch einen Weihbischof, verweigert zu haben. Auch soll er kirchliche Mitarbeiter zur Illoyalität gegenüber dem Erzbistum ermutigt haben. Verärgert war man in Köln auch, weil Jung von der Kanzel aus für die Abwahl der inzwischen abgelösten Meckenheimer Bürgermeisterin Yvonne Kemper (CDU) geworben haben soll.

Prügelstrafe und sexuelle Übergriffe

Misshandlungen in kirchlichen Kinderheimen

Hannovers Landesbischöfin Margot Käßmann fordert die konsequente Aufdeckung von Misshandlungen in kirchlichen Kinderheimen in den 1950er und 1960er Jahren. Die vom Diakonischen Werk eingeleiteten Untersuchungen hätten gezeigt, dass es auch "Menschenrechtsverletzungen, sexuelle Übergriffe durch Einzelne in unseren Institutionen" gab, sagte Käßmann am Montag (22. September) in Springe. All das müsse aufgedeckt, die Opfer müssten gehört und die Täter ermittelt werden. Es sei "ganz offensichtlich", dass es in der Vergangenheit Verfehlungen in kirchlichen beziehungsweise diakonischen Einrichtungen gegeben habe, sagte Käßmann.

"Keine Teufelsaustreibung"

Drei Fälle von Exorzismus im Erzbistum Paderborn

Im Erzbistum Paderborn sind in den vergangenen acht Jahren drei Menschen von einem Seelsorger exorziert worden, weil sie "besessen" gewesen sein sollen. Mit der "Liturgie der Befreiung" werde "notleidenden Menschen" geholfen, die von den Ärzten nicht mehr behandelt werden könnten, sagte der Sprecher des Bistums, Ägidius Engel, am 19. Mai. Exorzismus sei keine Teufelsaustreibung, sondern verfolge die Absicht, das Böse aus dem Menschen auszutreiben, sagte der Sprecher.

6000 Zwangsarbeiter

Buch über Zwangsarbeit in der katholischen Kirche erschienen

Die Geschichte der Zwangsarbeit in der katholischen Kirche während der NS-Zeit ist nun in Buchform dokumentiert. Der 703 Seiten dicke Band mit dem Titel "Zwangsarbeit und katholische Kirche 1939-1945" wurde am 8. April in Mainz vorgestellt und fasst die Ergebnisse einer sieben Jahre währenden Recherche kirchlicher Stellen zusammen. Der Band dürfe aber nicht "im Sinne einer Schlussbilanz" verstanden werden, sagte der Mainzer Kardinal Karl Lehmann bei der Vorstellung. Vielmehr sei die Dokumentation "ein weiterer wichtiger Baustein" auf dem Weg der Versöhnung.

Neues Gentechnikgesetz

Greenpeace und die Evangelische Kirche Bayerns wollen Genmais verhindern

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace will das neue Gentechnikgesetz kreativ nutzen. Aktivisten der Organisation verteilten am 3. April im bayerischen Landkreis Kitzingen in den Orten Fröhstockheim, Rödelsee und Wiesenbronn ökologisches Saatgut der Maissorte Bantam. Ziel der Aktion: "Hobbygärtner und Landwirte" sollen den Öko-Mais in unmittelbarer Nachbarschaft zu den zwölf Feldern aussähen, auf denen in diesem Jahr Gen-Mais angebaut werden soll. Das könnte für die Anbauer des Genmaises ein rechtliches Problem darstellen: Das neue Gentechnikgesetz schreibt nämlich Sicherheitsabstände für Gen-Maisfelder vor. 150 Meter müssen zu konventionellem und 300 Meter zu Öko-Mais eingehalten werden, um - jedenfalls per Theorie - Kontaminationen durch den Genmais zu verhindern. Der Genmais-Anbau ist rechtswidrig, wenn er dem Biomais zu dicht auf die Pelle rückt.

"Gerechte Bezahlung ohne Mindestlöhne"

Union will dass Kirchen in der Pflege Tariflöhne bezahlen

Nun sehen sich schon Unionsabgeordnete genötigt, sich für "gerechte" Löhne einzusetzen. Sozialexperten der Unions-Fraktion im Bundestag haben die Kirchen laut einem Pressebericht aufgefordert, in der Pflege künftig Tariflöhne zu zahlen. In einem Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, und den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, bitten sie um konkrete Vorschläge. "Die Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist der Auffassung, dass bei bundesweit einheitlichen Pflegesätzen auch im Pflegebereich ein für allgemeinverbindlich erklärter Tariflohn gezahlt werden sollte", heißt es in dem Schreiben, aus dem die "Rheinische Post" zitiert.

"Vergänglichkeit gehören zur Natur des Menschen"

Kirchen fordern mehr Akzeptanz für kranke Menschen

Die Kirchen verlangen mehr Akzeptanz für kranke Menschen in Deutschland. "Wir warnen vor einer verengten Perspektive, in der nur der Gesunde der allein gesellschaftlich akzeptierte Mensch ist", sagte der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, am 7. März in Berlin. Es dürfe nicht sein, dass Kranke und Gebrechliche Gefahr laufen, sich vor der Gesellschaft rechtfertigen zu müssen.