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Störender Kot

Schwalbenküken von Hausbesitzern getötet

Trotz strenger Schutzbestimmungen werden in Deutschland jedes Jahr mehrere Tausend Schwalbenküken von Hausbesitzern getötet. Nach Angaben des "Komitee gegen Vogelmord" seien allein in den letzten zwei Monaten Dutzende Fälle von Nestzerstörungen aus dem ganzen Bundesgebiet gemeldet worden. Ursache seien meist die Kothaufen der Vögel, die den Hausbesitzern ein Dorn im Auge seien. "Da werden innerhalb von Minuten ganze Kolonien samt Nachwuchs sprichwörtlich weggefegt." so Heinz Schwarze vom Komitee. "So etwas ist kein Kavaliersdelikt mehr, das ist ein klarer Straftatbestand."

Tierschutz

Zoll entdeckt Koffer voller Singvogelleichen in München

Bei einer Routinekontrolle mit einem Röntgengerät stießen Zöllner auf dem Münchener Flughafen auf vier Koffer, die randvoll mit streng geschützten Singvögeln gefüllt waren. Im Gepäck eines 40jährigen Italieners, der von Rumänien nach Norditalien unterwegs war, entdeckten die Beamten exakt 2101 tote Wiesenpieper, fein säuberlich gestapelt und verpackt in Plastiktüten. Nach Informationen des Bonner Komitees gegen den Vogelmord sollten die Tiere in Venedig illegal in einem Restaurant an Gourmets verkauft werden.

Vogelschutzcamp ab 1. Oktober

Italien gibt Millionen geschützte Vögel zum Abschuss frei

Kurz vor dem offiziellen Beginn der Jagdsaison haben zahlreiche italienische Regionen den Abschuß und Fang von mehreren Millionen nach EU-Recht geschützten Zugvögeln erlaubt. So dürften allein im Veneto vom 19. September bis Ende Dezember ganz offiziell bis zu 6 Millionen Stare, 2,4 Millionen Buchfinken, 1,2 Millionen Bergfinken sowie mehr als 12 Millionen Sperlinge geschossen werden, so das Bonner Komitee gegen den Vogelmord. Ein entsprechendes Regionalgesetz wurde im August von Silvio Berlusconis Partei "Alleanza Nazionale" im Regionalparlament von Venedig vorgelegt und verabschiedet. Hinzu kommt eine große Zahl gewilderter Tiere. Naturschützer wollen der illegalen Jagd mit einem Vogelschutzcamp entgegentreten und Fallen abbauen.

"Zugvogelschutzcamp" ab 1. Mai

Tausende Zugvögel illegal auf Malta geschossen

Trotz Verbots durch die EU ist in Malta die traditionelle Frühlingsjagd auf geschützte Zugvögel offenbar wieder gestartet. Nach Angaben des Bonner Komitees gegen den Vogelmord und seiner maltesischen Partnerorganisation International Animal Rescue haben maltesische Jäger seit Eröffnung der Jagdsaison am 25. März bereits Tausende geschützte Singvögel, Reiher und Greifvögel abgeschossen, um sie anschließend ausstopfen zu lassen.

Erfolgreicher Einsatz gegen Wilderei

Vogelschützer zerstören 8390 Vogelfallen und Fangnetze in Norditalien

Mehr als 60 freiwillige Vogelschützer aus Deutschland und Italien haben in den vergangenen vier Wochen in den Alpen um den Gardasee rund 8300 Bogenfallen und 110 Netze für den illegalen Vogelfang abgebaut und den Behörden übergeben. Die Fanggeräte wurden im Rahmen von systematischen Suchaktionen des Komitees gegen den Vogelmord und italienischer Verbände entdeckt und unschädlich gemacht. In den Fallen befanden sich etwa 380 getötete Singvögel, etwa 260 Tiere konnten unversehrt befreit werden. Über die Aktionen berichtet heute abend die Fernsehsendung "Zeitspiegel" um 21.20 Uhr im Bayerischen Rundfunk.

Geschützte Arten bei Ebay angeboten

Tierschützer helfen Polizei - illegale Tiertrophäen in Dresden beschlagnahmt

In Sachsen ist es der Polizei gelungen, einem kriminellen Tierhändler das Handwerk zu legen. Bei einer Hausdurchsuchung in Dresden beschlagnahmten Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen am Freitag eine umfangreiche Sammlung ausgestopfter Tiere, darunter mehrere Dutzend Greifvögel und Eulen, geschützte Singvögel sowie einen vom Aussterben bedrohten Luchs. Den entscheidenden Hinweis erhielten die Fahnder von Mitarbeitern des Bonner Komitees gegen den Vogelmord. Nach Informationen der Vogelschützer wurden die sichergestellten Trophäen gehortet, um sie über das Internet- Auktionshaus Ebay meistbietend zu versteigern.

Tierschutz

Berlusconiregierung plant Ausweitung der Zugvogeljagd

Italiens Regierung will die Jagd auf Sing- und Zugvögel erheblich ausweiten. Wie das Komitee gegen den Vogelmord in Aachen mitteilte, soll den Regionen gesetzlich gestattet werden, zukünftig auch die Jagd auf nach EU-Recht geschützte Finken, Stare, Sperlinge und andere Singvögel zu erlauben. Bislang konnten Vorhaben der Toskana und anderer Regionen, Millionen geschützte Kleinvögel zum Abschuß freizugeben, regelmäßig vor Gericht gestoppt werden, erklärt hierzu Eugen Tönnis vom Komitee gegen den Vogelmord. Dies werde aufgrund des neuen Gesetzes bald nicht mehr möglich sein. Berlusconi habe damit dem Druck von Jägern und Gourmets nachgegeben, die auf die traditionelle "Polenta uccelli" - Maisbrei mit gebratenen Singvögeln, nicht verzichten wollten.