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kultur

Agrar-Monokulturen in Entwicklungsländern

Köhler warnt vor Bioenergie-Kulturen auf Kosten der Ernährungslage

Bundespräsident Horst Köhler warnt vor neuen Agrar-Monokulturen in Entwicklungsländern auf Kosten der dortigen Ernährungslage. Monokulturen zur Herstellung von Biotreibstoff seien ohnehin keine adäquate Antwort auf das Problem des Klimawandels, sagte Köhler zum Welternährungstag am 16. Oktober in Rom. Dies gelte aber vor allem dann, wenn damit die Wasserprobleme in den Entwicklungsregionen noch zunähmen oder die Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais oder Weizen enorm stiegen. Köhler mahnte laut Redemanuskript: "Bioenergie darf nicht zulasten von Ernährungssicherheit gehen."

Eingreifkräfte

Regensburg will "Division Spezielle Operationen" behalten

Die Stadt Regensburg verstärkt ihren Widerstand gegen die Verlegung der "Division Spezielle Operationen" nach Stadtallendorf in Hessen. Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU) rechnete am Dienstag vor, dass die Umsiedelung der Bundeswehreinheit den Steuerzahler erheblich teurer käme als eine Modernisierung des Standorts Regensburg.

Deutsche Sprache und Kultur

Vertrag für deutsche Hochschule in Vietnam unterzeichnet

Das Bundesland Hessen und Vietnam haben eine Absichtserklärung für eine deutsche Hochschule in dem ostasiatischen Staat unterzeichnet. Die German-Vietnamese University (GVU) solle der Förderung der deutschen Sprache und Kultur dienen, teilte das Hessische Wissenschaftsministerium am Dienstag in Wiesbaden mit. Daher werde Deutsch ab dem ersten Semester obligatorischer Teil des Studiums sein.

"Trend zur Monokultur"

Umweltauflagen für Energiemais gefordert

Angesichts des anhaltenden Booms von Biogasanlagen haben der Naturschutzbund NABU und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) vor negativen Konsequenzen für Natur und Landschaft gewarnt. Der zunehmende Anbau von Energiemais hat nach Auffassung der Verbände "erhebliche ökologische Risiken und Auswirkungen auf die Artenvielfalt zur Folge", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. So würden im Einzugsgebiet von Biogasanlagen vermehrt Grünland- und Stilllegungsflächen zu Maisäckern umgewandelt. Der "Trend zur Monokultur" führe zu einer erhöhten Bodenerosion und Grundwasserbelastung sowie zu einem massiven Verlust wertvoller Lebensräume.

Ungläubige Nachfragen

Politiker wollen dem Deutschen Kulturrat die Öffentlichkeitsarbeit erschweren

Der Deutsche Kulturrat hatte am Dienstag mitgeteilt, dass ihm ein "Faxverbot" erteilt wurde. "Aufgrund zahlreicher ungläubiger Anfragen bestätigt der Deutsche Kulturrat nochmals, dass die Berichterstatter für Kultur des Haushaltsausschusses tatsächlich in einem verbindlichen Haushaltsvermerk ein Faxverbot im Haushalt des Deutschen Kulturrates vorgesehen haben", heißt es in einer neuerlichen Mitteilung des Kulturrats am Mittwoch. "Wird der Haushalt, wie von den Berichterstattern vorgesehen, am kommenden Mittwoch verabschiedet, muss dieser Haushaltsvermerk vom Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann, MdB umgesetzt werden." Politiker wie der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steffen Kampeter, hatten sich offenbar über die eigenständige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kulturrates geärgert.

Gesellschaft mit vielen Kulturen

CDU-Minister will "gemeinsame Leitkultur" mit Ausländern erarbeiten

Die Leitkultur für Deutschland soll nach dem Willen des nordrhein-westfälischen Integrationsministers Armin Laschet (CDU) nicht nur von den Deutschen, sondern auch von den hier lebenden Ausländern bestimmt werden. "Wir müssen endlich anerkennen, dass wir eine Gesellschaft mit vielen Kulturen sind", sagte Laschet der "Financial Times Deutschland". "Das heißt nicht, dass jeder machen kann, was er will. Es geht darum, mit den Zuwanderern eine gemeinsame Leitkultur zu erarbeiten", sagte der Minister.

Europäische Werte

Junge Union betrachtet Gewaltfreiheit als Teil der "europäischen Leitkultur"

Die Junge Union (JU) fordert als Konsequenz aus den gewalttätigen Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen eine verstärkte Debatte über europäische Werte. Der JU-Bundesvorsitzende Philipp Mißfelder sagte am Donnerstag in Berlin: "Kritik, Diskussion und Gewaltfreiheit sind Teil einer europäischen Leitkultur."

"Kampf der Kulturen"

Bundesregierung spricht im Karikaturen-Streit von Deeskalation

Nach der jüngsten Eskalation im Streit um die Mohammed-Karikaturen will die Bundesregierung eigenen Angaben zufolge zur Mäßigung beitragen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Montag in Berlin, sie verstehe, dass religiöse Gefühle durch die Karikaturen verletzt worden seien. "Aber Gewalt darf kein Mittel der Auseinandersetzung sein, sagte Merkel, die sich auf der Münchener Sicherheitskonferenz für eine Stärkung der Nato ausgesprochen hatte. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, man müsse gemeinsam verhindern, "dass aus diesem Streit ein 'Kampf der Kulturen' wird".

Osthoff-Entführung

Vorwurf gegen deutsche Kulturpolitik wegen Raubgrabungen im Irak

Im Zusammenhang mit der Entführung der deutschen Archäologin Susanne Osthoff hat der Mainzer Wissenschaftler Michael Müller-Karpe vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Vorwürfe gegen die deutsche Kulturpolitik erhoben, weil sie den Verkauf irakischer Kunstgegenstände aus Raubgrabungen nicht unterbinde. Es sei nicht auszuschließen, dass Osthoffs Entführung im Zusammenhang mit den Aktivitäten einer weltweit agierenden Kunstraubmafia stehe, sagte Müller-Karpe der Mainzer "Allgemeinen Zeitung".

Lösung für komplexe Probleme?

Bundestagspräsident will Debatte über deutsche Leitkultur

In der Union mehren sich die Stimmen, die für eine Wiederbelebung der Patriotismus-Debatte plädieren. Der frisch gewählte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sprach sich am Mittwoch für eine erneute Diskussion über eine deutsche Leitkultur aus. "Wir müssen diese Debatte wieder aufgreifen und weiterführen", sagte Lammert. Kein politisches System könne "seine innere Legitimation ohne solche gemeinsam getragenen Überzeugungen aufrecht erhalten". Ohne Leitkultur "im Sinne solcher allgemein akzeptierten Orientierungen und Überzeugungen" lassen sich nach Auffassung Lammerts die Lösungen für die komplexen Probleme der Gesellschaft nicht konsensfähig machen.

Bewerbung

Uraufführung für Schlingensief-Stück über Regensburg

Regisseur Christoph Schlingensief präsentiert am Donnerstag in Berlin sein Theaterstück zur Bewerbung von Regensburg als Kulturhauptstadt Europas 2010. In der Berliner Volksbühne wird ein Stück über die Donaustadt aufgeführt, in dem "das bayerische Universum und der Schlingensief-Kosmos aufeinander treffen", hatte der Regisseur bereits im Vorfeld angekündigt. Es werde sich mit Regensburg aber auch dem Zwiespalt zwischen Moderne und Tradition in Bayern befassen. "Wir machen uns da durchaus auf Provokationen gefasst, das Stück soll ja auf unsere Bewerbung aufmerksam machen", sagte eine Sprecherin der Stadt Regensburg.

Newcomer der Filmszene

53. Filmfestival Mannheim-Heidelberg stellt Nachwuchsregisseure vor

Nachwuchsregisseure aus aller Welt sind von heute an beim 53. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg zu Gast. Im Internationalen Wettbewerb und in der Reihe Internationale Entdeckungen sind in diesem Jahr 42 Filme aus 29 Ländern zu sehen. Besonders stark vertreten sind dabei Werke aus Osteuropa.

Im Bilderrausch

Ausstellung zu 25 Jahre Videokultur in Frankfurt am Main

Die Geschichte der Videoästhetik lässt eine neue Ausstellung in Frankfurt am Main Revue passieren. Die Schau, die ab Freitag bis zum 9. Januar im Museum für Kommunikation zu sehen ist, blickt dazu in die Werkstätten und Videoarchive der vergangenen 25 Jahre. Kunstvideo, Werbevideo und Musikclip werden für den Besucher nebeneinander gestellt, um eine vergleichende Betrachtung der Bildsprache zu ermöglichen.

"Existenzbedrohend"

Büchereien mit mehr Lesern und weniger Geld

Die Bibliotheken in Deutschland sehen sich angesichts leerer öffentlicher Kassen zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Der Vorstand der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände (BDB), Georg Ruppelt, kritisierte, dass die Etats zurückgefahren werden, obwohl jeder wisse, wie wichtig Bildung und Leseförderung seien. Auch zahlreiche Landesverbände beklagten anlässlich des "Tages der Bibliotheken" am Freitag Kürzungen ihrer Finanzmittel.

Braunkohle

Kultur und Natur statt Kohlegrube in Lacoma gefordert

ROBIN WOOD und die Grüne Liga fordern den Erhalt des ostbrandenburgischen Dorfes Lacoma und seiner Teichlandschaft. Die weitere Vernichtung ganzer Dörfer und Landstriche in der Lausitz zu Gunsten des Braunkohletagebaus sei gegenüber den dort lebenden Menschen wie auch klima- und energiepolitisch nicht zu verantworten.Geht es nach dem Willen des Energieriesen Vattenfall Europe, hätten die BewohnerInnen des kleinen Dorfes Lacoma bereits am 30. September ihre Häuser räumen müssen. Der Stromkonzern will hier im Tagebau Braunkohle abbauen. In den nächsten Tagen sollen Abrissbagger anrücken und vier Höfe und die sogenannte Kulturscheune dem Erdboden gleich machen. Die Bewohner haben angekündigt, ihr Dorf nicht freiwillig zu verlassen.

Filmfestspiele

Nachtschwärmer beim Kinderfilmfest in Berlin

Das 26. Kinderfilmfest der Berlinale präsentiert in diesem Jahr 14 Spielfilme und 16 Kurzfilme. Darunter sind zahlreiche Uraufführungen und sechs Spielfilmdebüts, teilten die Internationalen Filmfestspiele Berlin am Donnerstag mit. Zur Eröffnung des Kinderfilmfests am 7. Februar läuft der dänische Film "Hodder der Nachtschwärmer" in Anwesenheit des Regisseurs Henrik Ruben Genz und der beiden Hauptdarsteller Frederik Christian Johansen und Anders Lunden Kjeldsen.

Ab Samstag

Festival freier Theater in Halle

Die Saalestadt Halle ist ab Samstag Treffpunkt für die Mitglieder und Anhänger freier Theater. In der Theatrale am Waisenhausring wird bis zum 19. Januar das 3. Theaterfestival der freien Theater ausgerichtet, wie das städtische Kulturbüro am Mittwoch mitteilte.

Inuit: Homepage als Sprachrohr für Kultur und Herkunft

Indigene Bevölkerung erzählt ihre 5.000-jährige Geschichte

Die Inuit, Ureinwohner in Kanadas nördlichsten Regionen, haben eine eigene Website eingerichtet. Die Ureinwohner haben die modernste Form der Kommunikation gewählt, um von sich aus über ihre eigene Geschichte und Kultur zu berichten. "Unsere 5.000 Jahre alte Geschichte, unsere Herkunft und die kulturelle Einheit, unsere Ursprünge, unsere Ahnen und der erste Kontakt mit der Außenwelt, sind Themen, die wir auf der Homepage beschreiben", so Jose Kusugak, Präsident der kanadischen Inuit-Organisation.

100 Tage nach Gründung

Bundeskulturstifung präsentiert erste große Projekte

Rund 100 Tage nach ihrer Gründung hat die Bundeskulturstiftung ihre ersten 15 größeren Förderprojekte beschlossen. Die mehrjährigen Vorhaben mit einem Gesamtetat von mehr als 23 Millionen Euro stammen vorrangig aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Theater sowie Film und sollen zum Großteil schon in diesem Jahr beginnen, wie Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) am Donnerstag nach der zweiten Sitzung des Stiftungsrates mitteilte. Zugleich mehren sich die Anzeichen auf eine rasche Zusammenlegung der Bundes- und der Länderkulturstiftung.

Kultur

Zeitgenössische Kunst im Jüdischen Museum Berlin

Unter dem Titel "Zeitgenössische Kunst im Jüdischen Museum Berlin" eröffnet das Haus Ende Mai eine Ausstellungsreihe. Etwa zwei Mal im Jahr werden Arbeiten zeitgenössischer Künstler zu Themen der deutsch-jüdischen Geschichte, Kultur und Identität vorgestellt, wie das Museum am Dienstag in Berlin mitteilte. Den Auftakt machen Arbeiten aus dem Freud-Zyklus des amerikanischen Künstlers Robert Longo. Sie sind vom 30. Mai bis zum 14. Juli zu sehen.