leinenzwang
Hundehalter in der Pflicht
Bundesverfassungsgericht kippt Kampfhundegesetz
Das Bundesgesetz zur Bekämpfung gefährlicher Hunderassen ist unzulässig. Dies hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe heute entschieden. Damit ist das Zuchtverbot, das für bestimmte Hunderassen galt, rechtswidrig. "Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes unterstreicht einmal mehr die Position des Deutschen Tierschutzbundes, dass die Rassezugehörigkeit eines Hundes nicht als Indikator für dessen eventuelle Gefährlichkeit stehen darf", kommentiert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, das Urteil. "Die charakterlichen Eigenschaften eines jeden Hundes liegen in der Verantwortung von Züchter und Halter. Ein bundeseinheitliches Heimtiergesetz, das Zucht, Haltung, Handel sowie Im- und Export von Tieren regelt, ist daher mehr als überfällig!"
Schleswig-Holstein
Kampfhund verletzt Achtjährige schwer
Ein Kampfhund hat im schleswig-holsteinischen Klausdorf am Dienstag vier Menschen angefallen. Drei der Opfer wurden zum Teil schwer verletzt, wie die Polizei in Plön mitteilte. Ein achtjähriges Mädchen und ein 29 Jahre alter Mann mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Gefährliche Hunde
Neunjähriger durch Rottweiler lebensgefährlich verletzt
Ein neunjähriger Junge ist am Wochenende in Nordhessen von einem Rottweiler angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei in Homberg (Efze) am Montag mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstag auf einem Hundeübungsplatz in Empfershausen zwischen Kassel und Melsungen. Der Junge hatte dort zusammen mit seiner Großmutter eine Schulungsveranstaltung des örtlichen Hundehaltervereins besucht.
Kampfhunde
Kinderschutzbund sieht wieder zunehmende Bedrohung
Der Deutsche Kinderschutzbund warnt vor einer wieder steigenden Bedrohung durch Kampfhunde in Deutschland. Die Hundelobby mache so stark mobil, dass die Hundehalter wieder nachlässiger würden und ihre Tiere öfter frei liessen, sagte Geschäftsführer Walter Wilken. Der Fall des sechsjährigen Volkan, der im Juni 2000 durch die Attacke eines Kampfhundes ums Leben gekommen war, könne sich wiederholen, mahnte er. So häuften sich in jüngster Zeit auch die Anrufe besorgter Eltern beim Kinderschutzbund.
Kampfhundeverordnung
In Hessen bald: Leine ja - Maulkorb nein?
Besitzer von Kampfhunden müssen in Hessen ihren Tieren möglicherweise bald keinen Maulkorb mehr anlegen. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) erklärte in einem am Mittwoch verkündeten Urteil in Kassel die im vergangenen August erlassene Kampfhundeverordnung des Landes in Teilen für nichtig. Die Entscheidung betrifft vor allem Besitzer der bislang als besonders gefährlich eingestuften Rassen American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier (Az.:11 N 2497/00). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Oberlandesgericht
Nicht jeder Hund muss an die Leine
Kommunen dürfen nicht für alle Hunde, gleich welcher Rasse und Größe, einen generellen Leinenzwang verhängen. Eine solche Regelung verstößt nach Ansicht des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm gegen das Grundgesetz, wie es in einer am Dienstag bekannt gegebenen Entscheidung heißt.
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
