müll
Müllentsorgung auf See
Deutschland soll bei der Entsorgung von Schiffsabfällen gegen EU-Recht verstoßen
Die EU-Kommission hat beschlossen, gegen Deutschland, Spanien und Estland vorzugehen, weil diese Länder die gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften nicht eingehalten hätten, die für eine bessere Verfügbarkeit und Inanspruchnahme von Hafenauffangeinrichtungen für Schiffsabfälle und Ladungsrückstände sorgen sollen. Ziel einer entsprechenden im Jahr 2000 verabschiedeten Richtlinie ist es, "das Einbringen von Schiffsabfällen und Ladungsrückständen auf See" durch Schiffe zu verringern, die Häfen der Gemeinschaft anlaufen. So soll die Meeresumwelt verstärkt gegen die Verschmutzung durch Schiffsabfälle geschützt werden. Dazu soll in den Häfen für die verstärkte Bereitstellung und Inanspruchnahme von Einrichtungen, die für die Aufnahme und Behandlung solcher Abfälle und Rückstände vorgesehen sind, gesorgt und so der Schutz der Meeresumwelt verbessert werden.
Müll
Elektrohersteller müssen Altgeräte zurücknehmen und entsorgen
Hersteller sind seit dem 24. März 2005 dazu verpflichtet, elektronische Altgeräte zurückzunehmen und nach ökologischen Standards zu entsorgen. Darauf wies das Umweltbundesamt am Montag hin. Immer kürzere Innovationszyklen ließen die Abfallberge ausgedienter Geräte beständig wachsen.
Müllstatistik
Verwertung von Sonderabfällen nimmt zu
Wie das Statistische Bundesamt zum Tag der Umwelt am 5. Juni mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2003 in Deutschland 17,9 Millionen t nachweispflichtige Sonderabfälle entsorgt. Davon wurden 7 Mill. t (39 Prozent) behandelt, z.B. durch chemische und/oder physikalische Verfahren, 4,7 Mill. t (26 Prozent) wurden auf Deponien gebracht, 1,7 Mill. t (9 Prozent) verbrannt und 4,6 Mill. t (26 Prozent) wurden Verwertungsverfahren zugeführt. Damit konnte erstmals mehr als ein Viertel dieser Abfälle verwertet werden. Im Jahr 2002 betrug der verwertete Anteil 23 Prozent (4 Mill. t) und im Jahr 2001 nur 18 Prozent (2,4 Mill. t).
Inselstaaten kämpfen mit Müllbergen
Rasante Zunahme von Abfall in isolierten Regionen
Nach Angaben der UNEP sehen sich Inselnationen im Indischen und Pazifischen Ozean sowie in der Karibik immer öfter vor ständig wachsenden Müllbergen. Alleine der Plastikabfall hat sich seit den 90-er Jahren verfünffacht, so die Experten, die zurzeit in Jeju, Korea, beim globalen Jahrestreffen der Umweltorganisation über Problemlösungen diskutieren. Die fragilen Ökosysteme für Inselbewohner werden durch die zunehmende Menge an Müll in große Gefahr gebracht, zeigen sich die Fachleute einig, denn Abfälle bedrohen die Trinkwasserreservoirs und die lokale Fischerei.
Plastikdreck im Pazifik
Mülldeponie im offenen Meer erreicht Größe von Mitteleuropa
Ein treibender Müll-Teppich aus Tonnen von Plastik treibt zwischen Kalifornien und Hawaii im Pazifischen Ozean. Meeresbiologen berichten, dass die schwimmende Deponie mittlerweile die Größe Mitteleuropas erreicht hat, berichtet das Magazin Geo in seiner jüngsten Ausgabe. Die Katastrophe an der treibenden Menge Dreck ist die Konzentration von Giften und Chemikalien, die, so Forscher, auch in den menschlichen Nahrungskreislauf kommen. Globale Meeresströmungen haben den Unrat in den Nord-Pazifik gebracht. Die Umweltorganisation Algalita Marine Research Foundation hatte über die Umweltkatastrophe bereits im Januar 2004 auf CBS-News berichtet. Charles Moore, Kapitän auf dem gleichnamigen Forschungsschiff Alagalita hatte mehr als 1.600 Kilometer vom Festland Kaliforniens entfernt die riesige Menge Plastikabfall, geschätzte drei Mio. Tonnen, gefunden.
Radioaktiver Müll
Siebenjähriger findet radioaktive Substanzen
Ein siebenjähriger Junge hat beim Spielen im hessischen Taunusstein-Neuhof mehrere Dosen mit radioaktivem Inhalt gefunden. Nach Angaben der Polizei in Wiesbaden hatte der Vater des Kindes am Samstagnachmittag der Polizei mitgeteilt, sein Sohn habe eine Dose mit der Aufschrift "Vorsicht Radioaktiv" mit nach Hause gebracht. Bei den Untersuchungen vor Ort seien später vier weitere Dosen der gleichen Art gefunden worden. Ersten Messungen zufolge enthielten drei Dosen den Stoff Promethium, eine sei mit der Substanz Thallium 204 gefüllt.
Multimedia
Reinigungs-Tool entsorgt Datenmüll
Ein Reinigungs-Tool soll künftig den Datenmüll auf PCs reduzieren. Das Softwareunternehmen McAfee entwickelte eine "Software-Müllabfuhr", die die Festplatte von überflüssigen Daten reinigen soll. Der Cleaner suche in regelmäßigen Zeitabständen nach abgelegten "Datenlasten", wobei er sich an den Kriterien Größe und Alter orientiert, berichtet das Unternehmen. Ausführende Kleinstprogramme würden dokumentiert, nicht benötigte Daten gelöscht. Als weiteres Feature entsorge das Programm Reste von Internet-Sitzungen, die nach dem Schließen des Browsers auf der Festplatte zurückblieben, so McAfee heute am Dienstag.
Schlämme sind Sondermüll
Dresdner Elbschlamm mit Schwermetall belastet
Die von Greenpeace in der Dresdner Innenstadt untersuchten Hochwasser-Schlämme sind nach Angaben der Umweltschutzorganisation erheblich mit Schwermetallen belastet. Nach den am Freitag veröffentlichten Ergebnissen überschreitet die Arsen-Konzentration den Wert, bei dem eine Bodensanierung notwendig werde. Erhöhte Messdaten seien auch bei Blei, Quecksilber und Nickel ermittelt worden.
Kölner Müll-Skandal
Trienekens ist seine Freiheit 100 Millionen Euro wert
Der Viersener Entsorgungsunternehmer Hellmut Trienekens ist am Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Für seine Haftverschonung musste Trienekens eine Sicherheitsleistung von 100 Millionen Euro als Bürgschaft hinterlegen, teilte die Kölner Staatsanwaltschaft mit. Nach Ansicht der Ermittlungsbehörden ist der Unternehmer eine Schlüsselfigur bei der Korruptionsaffäre um den Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage. Ihm wird Beihilfe zur Bestechung und Steuerhinterziehung vorgeworfen.
Kölner Müll-Skandal
Michelfelder aus Untersuchungshaft raus, Wienand sitzt weiter
Sigfrid Michelfelder, einer der Schlüsselfiguren in der Kölner Müllaffäre, ist am Mittwoch aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der ehemalige Geschäftsführer des Gummersbacher Anlagenbauers Steinmüller wurde gegen eine Kaution von einer Million Euro vom Haftbefehl verschont. Die Haftbeschwerde des ehemaligen SPD-Spitzenpolitikers Karl Wienand wurde hingegen vom Kölner Landgericht verworfen.
Auto-Müll
Hersteller müssen Altautos künftig kostenlos zurücknehmen
Autobesitzer sollen ihre schrottreifen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge künftig kostenlos an den Hersteller oder Importeur zurückgeben können. Das sieht der Entwurf für ein Altfahrzeuggesetz vor, den das Bundesumweltministerium am Freitag vorlegte. Für Neuwagen soll dies nach Verabschiedung des Gesetzes unmittelbar und für bereits im Verkehr befindliche Autos ab dem Jahre 2007 gelten. Mit dem Gesetz wird die europäische Altfahrzeugrichtlinie vom Herbst 2000 in nationales Recht umgesetzt.
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