mobilcom
Ermittlungen
Hausdurchsuchung beim Ex-Vorstand von MobilCom Schmid
Die Staatsanwaltschaft Kiel hat im Zuge der Ermittlungen gegen den MobilCom-Gründer und früheren Vorstandschef Gerhard Schmid dessen Privatwohnung durchsucht. Neben der Wohnung im schleswig-holsteinischen Lürschau seien auch Geschäftsräume der MobilCom AG in Büdelsdorf, der Kieler Millennium GmbH von Schmids Ehefrau Sybille Schmid-Sindram sowie deren Wohnung durchsucht worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Es sei Beweismaterial gefunden worden, das nun ausgewertet werde.
Keine Einigung bei MobilCom
Finanzierungskonzept gestaltet sich als schwierig
Im Ringen um ein Finanzierungskonzept zur Rettung des Mobilfunkanbieters MobilCom zeichnet sich keine Einigung ab. Es werde weiter verhandelt, sagte ein MobilCom-Sprecher am Freitag in Büdelsdorf. Es sei nicht abzusehen, dass noch im Laufe des Tages eine Entscheidung falle. Als Knackpunkt gelte die Zustimmung von MobilCom-Gründer und Großaktionär Gerhard Schmid, der zusammen mit seiner Frau knapp die Hälfte der Anteile besitzt. Am Donnerstagabend hatten die MobilCom-Gläubigerbanken dem Unternehmen bereits zum vierten Mal einen Zahlungsaufschub des fälligen UMTS-Kredits in Höhe von 4,7 Milliarden Euro gewährt. Damit soll MobilCom weitere zwei Wochen Zeit bekommen, mit allen Beteiligten eine Einigung über das Finanzkonzept zu finden.
MobilCom-Krise
MobilCom will bis zu 1200 Arbeitsplätze streichen
Die MobilCom AG wird bis zu 1200 Arbeitsplätze streichen. Im Mobilfunk sollen rund 800 Stellen wegfallen und im UMTS-Geschäft weitere 400 Arbeitsplätze, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" am Mittwoch unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Nach wie vor sei die Finanzierung des Geschäftsbetriebes nicht gesichert. Die in der Vorwoche von der Kreditanstalt für Wiederaufbau ausgezahlte Hilfe von 50 Millionen Euro reicht nach Informationen der Zeitung lediglich bis Mitte Oktober.
Kredit der KfW für MobilCom
Prüfung auf unbestimmte Zeit
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zurückgewiesen, wonach das angeschlagene Telekommunikationsunternehmen MobilCom von ihr nicht mehr als die schon bereitgestellten 50 Millionen Euro an Hilfen erhalten solle. "Das können wir dementieren, dem ist nicht so," sagte eine Sprecherin der KfW am Freitag. Die KfW befinde sich gegenwärtig noch in der Prüfung der Sicherheiten und des Unternehmens. "Erst nach Abschluss der Prüfung kann man endgültig sagen, ob wir Kredit geben oder nicht", betonte die Sprecherin in Frankfurt am Main. Einen konkreten Zeitrahmen für diese Entscheidung gebe es jedoch nicht.
Aufsichtsrat berät Sanierungsplan
Bundesregierung wegen Hilfe für MobilCom unter Druck
Die Bundesregierung steht nach der Hilfszusage für die angeschlagene schleswig-holsteinische Telefongesellschaft MobilCom unter Druck. Aktive Mobilfunk-Unternehmen in Deutschland haben sich gegen eine staatliche Unterstützung für den angeschlagenen Konkurrenten MobilCom ausgesprochen und die Prüfung von Gegenmaßnahmen angekündigt. Ein Sprecher von O2, ehemals Viag Interkom, sagte, es liege auf der Hand, dass die angekündigte Beihilfen eine Verzerrung des Wettbewerbs darstellten.
Nach Kreditzusagen
MobilCom hat wieder Überlebensperspektive
Das angeschlagene Mobilfunkunternehmen MobilCom hat nach den Kreditzusagen vom Wochenende wieder eine Überlebensperspektive. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagte am Montag in Berlin, MobilCom sei ein "im Kern gesundes Unternehmen", das mit vernünftigem Aufwand auch restrukturiert werden könne. Der Kanzler betonte, die Bereitstellung der Kredite im Umfang von 400 Millionen Euro erfolge "nicht durch die öffentliche Hand", sondern durch Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Schleswig-Holsteinischen Landesbank.
Wettbewerber reagieren unterschiedlich
Kampf um MobilCom-Erbe beginnt
Beim Mobilfunkunternehmen MobilCom ist ein Insolvenzantrag offenbar nicht mehr abzuwenden. Derzeit werde geprüft, ob sämtliche Formalien dafür erfüllt sind, sagte Vorstandschef Thorsten Grenz am Freitag in Büdelsdorf. Deshalb sei ein Rechtsanwalt des Unternehmens zum Insolvenzrichter beim Amtsgericht Flensburg gefahren. Bevor endgültig ein Antrag gestellt werde, müssten alle Möglichkeiten zur Vermeidung der Insolvenz geprüft werden, fügte Grenz hinzu. So habe sich auch Großaktionär Gerhard Schmid dahingehend geäußert, dass das Unternehmen noch keine Insolvenz anmelden solle.
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