nigeria

Mangel an finanzieller Unterstützung

Heuschreckenplage nimmt dramatische Ausmaße an

Die Heuschreckeninvasion in den westafrikanischen Sahelländern nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Alleine in Mali hat sich die Zahl der Heuschreckenschwärme binnen einer Woche von 55 auf 70 auf einer Fläche von 950.000 Hektar erhöht. Ein Schwarm besteht aus rund 100 Millionen Heuschrecken, jede verzehrt täglich ihr eigenes Gewicht. Die Insektenplage hat sich bereits von der westafrikanischen Küste im Senegal bis nach Nigeria und in den Tschad ausgebreitet, in Kürze könnte sie auch die sudanesische Krisenregion Darfur erreichen. Die Deutsche Welthungerhilfe appelliert an die Bundesregierung, zusätzliche Mittel für die sich abzeichnende Nahrungskrise im Sahel bereit zu stellen.

Hilfe in Afrika

Bonner Team operierte entstellte Kindergesichter in Nigeria

Noma ist eine Krankheit der Armut. Kinder in Afrika erleiden durch diese bakterielle Infektion, auch "Wangenbrand" genannt, schwere Gesichtsverstümmelungen. Ein ehrenamtliches Team der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Anästhesiologie des Universitätsklinikums Bonn operierte bei seinem Einsatz in Nigeria vom 5. bis 22. Februar Noma-Opfer, aber auch Kinder mit angeborener Lippenspalte, Verbrennungsopfer und Tumorpatienten.

Scams

Nigeria geht gegen Online-Betrüger vor

Nigeria sagt den Scams aus dem eigenen Land den Kampf an. Die Online-Betrüger aus dem afrikanischen Land gingen seit Jahren mit der selben Masche vor: In weltweit verbreiteten E-Mails würden User um Kredite oder sonstige finanziellen Transaktionen ersucht. Dafür werden exorbitante Rückzahlungsraten beziehungsweise Gewinne in Aussicht gestellt. Präsident Olusegun Obasanjo hat ein Komitee ins Leben gerufen, das sich den "419 Scams" widmen soll. Dem Komitee gehören unter anderem der nationale Sicherheitsberater und die Minister für Justiz und Technologie an.

Gegen Pflanzen-Patente

Konventionelle Medizin für Entwicklungsländer unbezahlbar

Traditionelle Heilpraktiker, Wunder- und Naturheiler spielen in vielen Ländern der Erde noch immer eine größere Rolle als herkömmliche westliche Medizin. Grund dafür sind die fehlende Versorgung durch konventionelle Ärzte in vielen Entwicklungsländern. Das erklärten Wissenschaftler beim Kongress "Building Bridges with Traditional Knowledge", der derzeit in Honolulu/Hawaii stattfindet.