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"Nicht verkehrsfähig"

Großhandel bestätigt angeblich zu große Pestizidbelastung von Obst und Gemüse

Nach Darstellung der Umweltschutzorganisation Greenpeace bestätigt ein interner Bericht aus der Handelsbranche die Untersuchungen von Greenpeace, wonach in Deutschland angebotenes Obst und Gemüse häufig zu stark mit Pestiziden belastet sei. "Diese Ware ist nach dem Lebensmittelgesetz nicht verkehrsfähig", so Greenpeace. Nach dem jüngsten Supermarktvergleich der Organisation wurden den Angaben zufolge in acht Prozent der Obst- und Gemüseproben die Grenzwerte überschritten. Bislang hätten sich die Fruchthandelsverbände gegen die Vorwürfe gewehrt. Der "Landesverband des Früchte-Import und -Großhandel Baden-Württemberg" stellt nun in seinem Jahresbericht 2006 fest, dass sogar neun Prozent der Frischware aus konventionellem Anbau die gesetzlichen Pestizidhöchstmengen überschreiten.

Pestizid-Monitoring

Qualitätsvorsprung für Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau bewiesen

Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau hält, was es verspricht: Bei 92,1 Prozent aller Proben lassen sich keinerlei Pestizide oder lediglich Spuren im Bereich der Nachweisgrenze feststellen. Diese hervorragende Bilanz kurz vor Abschluss des bundesweiten Projekts "Monitoring-System für Obst und Gemüse im Naturkostfachhandel" präsentierte am Donnerstag der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. in Hamburg.

Gesundheit

Gewicht halten klappt mit Obst und fettarmen Milchprodukten

Wer sein Gewicht halten möchte, sollte für einen gut gefüllten Obstkorb sorgen. So lautet die Schlussfolgerung einer Studie der Universität Quebec, in der 248 Personen sechs Jahre lang im Hinblick auf ihre Essgewohnheiten und ihre Gewichtsentwicklung beobachtet wurden. Während des Beobachtungszeitraums nahmen die Studienteilnehmer, die ihren Obstkonsum erhöhten, im Durchschnitt weniger zu als diejenigen, die seltener Obst aßen. Wer mehr Obst verzehrt, greift offensichtlich seltener zu kalorien- und fettreichen Lebensmitteln.

Ernährung

Pestizide in zwei Drittel aller Obstproben entdeckt

Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen hat in zwei Drittel aller untersuchten Obstproben Pestizide gefunden. Beim Gemüse waren immerhin rund die Hälfte der Proben ohne Rückstände, wie die Behörde am Dienstag in Erlangen mitteilte. Die enthaltenen Rückstandsmengen seien jedoch meist gering gewesen. "Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen insgesamt nicht verunsichert sein", meint dazu der Präsident des Landesamtes, Volker Hingst. Bei den im Jahr 2003 durchgeführten Analysen waren 776 Gemüse- und 536 Obstproben auf Pestizide untersucht worden.

Belastetes Obst

Bundesverband des Großhandels bestreitet Gefährdung durch Pestizide

Der Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) hat die von der Umweltorganisation Greenpeace befürchtete Gesundheitsgefährung durch erhöhte Pestizidwerte in Obst bestritten. Greenpeace versuche mit einer "bereits hinlänglich bekannten Masche aus Halbwahrheiten und pseudo-wissenschaftlichen Behauptungen einmal mehr auf sich aufmerksam zu machen." Und "obwohl die Vorwürfe unhaltbar sind - einzelne Mitglieder der Bundesregierung dabei unkritisch assistieren.", so Anton Börner, Präsident des (BGA). Greenpeace hatte in einer Untersuchung festgestellt, dass allein in Rund ein Viertel der Trauben in den großen Supermarktketten die Grenzwerte für Pestizid-Rückstände erreicht oder überschreitet.