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Planungssicherheit

"Eignungsgebiete" für Offshore-Windkraft in Nord- und Ostsee festgelegt

Die Bundesregierung möchte künftig vor allem den Bau von Windenergieanlagen in der Nord- und Ostsee vorantreiben. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat jetzt "besondere Eignungsgebiete" für Windkraftwerke in den beiden Meeren festgelegt. Die im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlichten Gebiete befinden sich den Angaben zufolge in der so genannten "ausschliesslichen Wirtschaftszone" (AWZ), also im Bereich jenseits der 12-Seemeilen-Hoheitszone bis zu einer Entfernung von 200 Seemeilen von der Küste. Für Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ist das "ein wichtiger Schritt für eine geordnete Entwicklung der Windkraftnutzung auf dem Meer".

Alternative zu Windparks

Großbritannien setzt mit Gezeiten-Kraftwerk vermehrt auf erneuerbare Energien

Eineinhalb Kilometer vor der Küste von Lynmouth/ Devon entsteht das erste Offshore-Gezeiten-Kraftwerk der Welt, berichtet BBC-Online am Montag. Insgesamt wird der elf Meter lange Rotor 300 Kilowatt elektrischen Strom herstellen und vor allem als Pilotprojekt zur Erforschung weiterer solcher Anlagen dienen. Nächstes Jahr soll, wenn das Projekt erfolgreich läuft, ein weiterer Propeller dazu kommen. Insgesamt hat die Errichtung der Turbine 4,2 Mio. Euro gekostet. Projektträger sind die beiden britischen Unternehmen Marine Current Turbines und Seacore. Ende August soll die Turbine ans Netz gehen. Martin Wright von Marine Current Turbines schätzt, dass die Kapazität solcher Anlagen in Großbritannien bei etwa zehn Gigawatt liegt. "Das entspricht ungefähr der Hälfte der Kapazität aller Atomkraftwerke Großbritanniens", so Wright.

Windenergie-Konferenz 2002

Offshore-Vorträge in Wilhemshaven

Neue technische Entwicklungen und Forschungsergebnisse werden heute und morgen auf der 6. Deutschen Windenergie-Konferenz "DEWEK 2002" in der Wilhelmshavener Stadthalle präsentiert. Zu der im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Tagung erwartet das veranstaltende Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) rund 500 Experten von vier Kontinenten erwartet. Insgesamt 63 Vorträge drehen sich um die Windräder. Breiten Raum nimmt die Offshore-Anwendung der Windenergie inmitten der Meere ein.