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praxisgebühr

Achtung - es lauert die Armut

Praxisgebühr: Hart erkämpft, leicht verschenkt

Statt auf die Praxisgebühr zu verzichten, hätte die Koalition eher den Beitragssatz senken sollen. Davon könnten alle Beitragszahler profitieren. Außerdem kann eine Praxisgebühr – richtig eingesetzt – durchaus zu mehr Kostenbewusstsein führen. Zuzahlungen im Krankheitsfall sind in Deutschland seit jeher hart umkämpft. Seit ihrer Einführung durch Rot-Grün im Jahr 2004 zahlen die Patienten 10 Euro für den ersten Arztkontakt im Quartal. Die Steuerungswirkung der Praxisgebühr blieb aber umstritten – denn im internationalen Vergleich erscheint die Zahl der Arztbesuche nach wie vor hoch.

Betrug an Patientinnen?

Viele Frauenärzte kassieren angeblich zu Unrecht 10 Euro Praxisgebühr

Viele Frauenärzte verlangen nach einem Bericht des ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus" zu Unrecht zehn Euro Praxisgebühr für Vorsorgeuntersuchungen. Stichproben bei 30 Praxen in Berlin, Köln und im Rhein-Main-Gebiet hätten ergeben, dass sich 29 nicht an die Bestimmungen hielten, wonach Vorsorgeuntersuchungen per Gesetz von der Praxisgebühr befreit seien. Schon bei der telefonischen Vereinbarung eines Vorsorgetermins bestünden Praxen auf der Gebühr.

"Unnötige" Arztbesuche

Arbeitgeber fordern fünf Euro pro Arztbesuch

Die Arbeitgeber fordern eine Praxisgebühr von fünf Euro für jeden Arztbesuch. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" verlangte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, die geltende Höchstgrenze bei der Eigenbeteiligung von zwei Prozent des Bruttojahreseinkommens auf drei Prozent anzuheben. Dies würde bedeuten, dass jemand, der 30.000 Euro verdient, dann bis zu 900 Euro statt bisher höchstens 600 Euro Zuzahlungen im Jahr leisten müsste. Beide Maßnahmen könnten die Selbstbeteiligung um drei Milliarden Euro erhöhen. "Das ist zumutbar", meint der Arbeitgeberpräsident.

"Patientengerechtigkeit"

Praxisgebühr-Verweigerer sollen künftig zur Kasse gebeten werden

Praxisgebühr-Verweigerer müssen künftig die Kosten für Mahnung und Eintreibung übernehmen. Die Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk, sagte am Donnerstag in Berlin, damit sollten die "Disziplin und Zahlungsmoral aufrecht erhalten" werden. Die Mahnkosten gehen bisher stets zu Lasten der Krankenkassen oder Kassenärztlichen Vereinigungen. 2004 verweigerten nach Angaben der "Berliner Zeitung" 400.000 Patienten die Zahlung der Praxisgebühr.

Zurückfordern möglich

Praxisgebühr soll oft zu Unrecht kassiert werden

Die Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro wird nach einem Test des ARD-Verbrauchermagazins "Plusminus" bei Frauenärzten häufig zu Unrecht erhoben. Obwohl Krebsvorsorgeuntersuchungen und ein dazugehöriges Beratungsgespräch von der Praxisgebühr befreit seien, werde in zahlreichen Frauenarztpraxen den Patientinnen die Gebühr in Rechnung gestellt, berichtet das Magazin. Gegen die gesetzliche Regelung verstießen beim Test insgesamt 28 von 30 Frauenarztpraxen.

Mahn-, Porto- und Gerichtskosten

Einigung zur Eintreibung von 10 Euro Praxisgebühr

Während bekannt wurde, dass der ehemalige Chef der Deutschen Börse AG, Werner Seifert, eine Abfindung von mehr als 10 Millionen Euro erhalten soll, einigten sich Ärzte und Krankenkassen über die Eintreibung der Praxisgebühren in Höhe von 10 Euro je Patient und Quartal. Die Kosten für das Eintreiben der Praxisgebühr werden von den Ärzten und Krankenkassen gemeinsam getragen. Die Spitzenverbände der Kassen einigten sich am Dienstagabend in Berlin mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) darauf, dass die Krankenkassen sich drei Jahre lang und rückwirkend zum 1. Januar 2004 an den Kosten für säumige Praxisgebührzahler beteiligen.

Praxisgebühr

Kassen und Ärzte beraten über die Eintreibung der Praxisgebühr

Ärzte und Kassen beraten am Dienstagabend in Berlin über das Eintreiben von Praxisgebühren. Abschließend geklärt werden soll die Frage, ob Ärzte oder Kassen die Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro pro Quartal einfordern, falls ein Patient diese nicht freiwillig errichtet, teilte ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mit. Im Gespräch ist, dass grundsätzlich die Krankenkassen die ausstehenden Gebühren eintreiben und auch die Mahn- und Gerichtskosten von rund 150 Euro je Fall übernehmen. Die Kassen bieten bislang eine anteilige Übernahme der Mahnkosten an.

Arztbesuche

Praxisgebühr kann nur mit hohen Kosten gerichtlich eingetrieben werden

Kassenärztliche Vereinigungen können bei ihren Patienten die Praxisgebühr notfalls gerichtlich eintreiben. Das entschied am Dienstag das Sozialgericht Düsseldorf in einem Musterprozess. Mit dem Urteil kommen nach Angaben des Vorstands der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, Klaus Enderer, auf die Vereinigungen jedoch mögliche Kosten in Millionenhöhe zu. Zwar könne die Zahlung der Gebühr nun gerichtlich erwirkt werden. Je Verfahren müsse die KV Nordrhein jedoch 150 Euro Gerichtskosten sowie weitere Verwaltungskosten aufbringen.

Kassenärztliche Vereinigung

Bevölkerung ging offenbar wegen Praxisgebühr 2004 seltener zum Arzt

Die Bundesbürger gingen wegen der Praxisgebühr im vergangenen Jahr offenbar deutlich seltener zum Arzt. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ging die Patientenzahl nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung offenbar um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Boykott

Rund 350 000 Patienten haben Praxisgebühr verweigert

Knapp ein Jahr nach dem Start der "Gesundheitsreform" weigern sich immer noch viele Patienten, die Praxisgebühr von zehn Euro beim Arzt zu bezahlen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Demnach haben seit Jahresbeginn bundesweit rund 350 000 gesetzlich Krankenversicherte die Gebühr beim Praxisbesuch oder im Krankenhaus nicht gezahlt.

Nicht gezahlt

Erste Klage gegen Praxisgebühr-Verweigerer

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat die bundesweit erste Klage gegen einen Patienten eingereicht, der die Praxisgebühr von zehn Euro nicht gezahlt hat. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. "Wir wollen in einem Musterverfahren vor dem Sozialgericht Düsseldorf klären, ob wir die Praxisgebühr bis zum bitteren Ende per Klage eintreiben dürfen", sagte KV-Sprecherin Karin Hamacher. Im ersten Halbjahr 2004 verschickte die KV Nordrhein laut dem Bericht in über 24.100 Fällen Mahnungen, weil die Patienten keine Praxisgebühr gezahlt haben.

AOK Sachsen-Anhalt

Erstes Hausarztmodell spart Patienten 20 Euro und Wartezeit

In Sachsen-Anhalt startet am 1. Juli das erste landesweite Hausarztmodell in Deutschland. Damit nutzten die Ärzte und die AOK Sachsen-Anhalt "als erste die Chancen der Gesundheitsreform zur Verbesserung der medizinischen Versorgung" durch ein solches Modell, sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Freitag in Berlin.

Praxisgebühr

Beim Notdienst nur noch ein Mal pro Quartal 10 Euro zahlen

Die Reduzierung der Praxisgebühr bei Inanspruchnahme eines ärztlichen Notdienstes auf eine Zahlung pro Quartal wird vom Bundesgesundheitsministerium begrüßt. Diese zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen getroffene Regelung liege "im Zielkorridor" der Regierung, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin.

Hausarztmodell

Keine Entlastungen bei der Praxisgebühr vor Jahresende

Die gesetzlich Krankenversicherten können auf absehbare Zeit nicht damit rechnen, durch die Teilnahme an Hausarztmodellen die Praxisgebühr zu sparen. Die Spitzenverbände von Ersatz-, Innungs-, Betriebs- und Allgemeinen Ortskrankenkassen verwiesen am Dienstag darauf, dass keine Rahmenempfehlungen vorliegen und die Verhandlungen zwischen Kassen und Kassenärztlichen Vereinigungen in den Regionen noch ausstehen. So müssten unter anderem die Qualitätsstandards und Honorare für die teilnehmenden Ärzte festgelegt werden.