prostitution
Von der Leyen für Ausstieg
"Prostitution ist kein Beruf wie jeder andere"
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den unter Federführung des Bundesfamilienministeriums erstellten Bericht der Bundesregierung zu den Auswirkungen des Gesetzes zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten vom 1 Januar 2002 beschlossen. Ziel des unter Rot-grün beschlossenen Gesetzes sei es gewesen, die rechtliche und soziale Lage von Prostituierten zu verbessern. "Der Zugang zur Sozialversicherung sollte ermöglicht, die Begleitkriminalität zurückgedrängt, gesundheitliche Gefährdung von Prostituierten abgebaut und der Ausstieg aus der Prostitution erleichtert werden. Doch dies ist nicht ausreichend gelungen", heißt es in einer Mitteilung des Familienministeriums. Nach Auffassung von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ist "Prostitution kein Beruf wie jeder andere". Ausstieg sei das Ziel.
Frauenhandel
Internationale Truppen fördern Prostitution im Kosovo
Die Präsenz internationaler Truppen und Organisationen im Kosovo hat zu einer starken Zunahme von Frauenhandel und der illegaler Sexindustrie in der Region geführt. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation amnesty international. So kommen etwa 20 Prozent der Freier, die 2002 für 80 Prozent des Umsatzes sorgten aus den Reihen der internationalen Kräfte. Viele Frauen und Mädchen würden in die Sklaverei verkauft, bedroht, geschlagen, vergewaltigt, eingesperrt und zur Prostitution gezwungen werden. Die Organisation kritisierte auch den Umgang der Behörden im Kosovo mit dem Frauenhandel. So würden die gehandelten Frauen und Mädchen oft verhaftet und der - im Kosovo illegalen - Prostitution oder des illegalen Aufenthalts angeklagt und verurteilt.
"Lagebericht Kinderhandel" gefordert
Unicef fordert Maßnahmen gegen Kinderprostitution an deutscher Grenze
Das UN-Kinderhilfswerk Unicef fordert verstärkte Anstrengungen gegen Kinderhandel und Kinderprostitution. Vertreter von Unicef und der Kinderrechtsorganisation Ecpat wandten sich am Dienstag in Berlin insbesondere gegen den Missbrauch von Kindern in der deutsch-tschechischen Grenzregion. Dort habe sich "ein regelrechter Markt für Kinderprostitution entwickelt", beklagten beide Organisationen anlässlich der Vorstellung der Studie "Kinder auf dem Strich - Bericht von der deutsch-tschechischen Grenze". Kinder würden von Familienangehörigen zur Prostitution gezwungen, Zuhälterbanden verschleppten Minderjährige aus osteuropäischen Ländern und entfernten Regionen Tschechiens in das Grenzgebiet. Die Opfer würden vorwiegend von deutschen Sextouristen missbraucht. Unicef sprach sich zugleich für einen "Lagebericht Kinderhandel" aus. Bislang fehle in Deutschland eine zusammenhängende Berichterstattung über Kinderhandel, die die Situation der betroffenen Kinder beleuchte. Auch müssten die betroffenen Kinder und Jugendlichen "als Opfer und nicht als illegal eingereiste Ausländer oder Straftäter behandelt werden".
Kenia
Intelligente Waldbewirtschaftung gegen Kinderarbeit und Prostitution
Die Kindernothilfe und der Naturschutzbund NABU starten eine gemeinsame Spendenaktion für Projekte der beiden Organisationen rund um den kenianischen Arabuko-Sokoke-Wald. Neue Einkommensquellen wie Pilzfarmen und Medizinpflanzen-Kulturen sollen dort den Menschen ein Auskommen sichern, so dass sie nicht mehr auf Raubbau an der Natur angewiesen sind. Kinder sollen so vor Ausbeutung durch Kinderarbeit und Prostitution geschützt werden.
Sex als normale Dienstleistung
Bundesverband kämpft für Gleichberechtigung des ältesten Gewerbes
Der erste öffentliche Auftritt des "Bundesverbandes Sexuelle Dienstleistungen" sollte eigentlich in einem Berliner Hotel stattfinden. Als man dort allerdings erfuhr, dass es bei dem Termin um die - natürlich medienwirksame - Vorstellung des neu gegründeten Berufsverbandes von Prostituierten und Bordellinhabern gehen sollte, standen die Räume kurzerhand doch nicht mehr zur Verfügung. Das sei nur ein kleines Beispiel der alltäglichen Diskriminierungen, mit denen ihr Gewerbe noch immer zu kämpfen habe, betont Stephanie Klee, die 1. Vorsitzende des Verbandes am Mittwoch in Berlin.
Kinderprostitution und Klau-Kinder
terre des hommes fordert Gesetzänderungen gegen Kinderhandel
Das Kinderhilfswerk terre des hommes fordert von der Bundesregierung Reformen im Ausländerrecht. Mit der derzeitigen Gesetzgebung mache sich Deutschland "ungewollt zum Komplizen des internationalen Kinderhandels", sagte die Vorsitzende von terre des hommes Deutschland, Petra Boxler, am Freitag in Berlin. Zuvor hatte die Organisation den rot-grünen Vertretern der Bundestags Kinderrechtskommission, Rolf Stöckel (SPD) und Ekin Deligöz (Grüne), eine Liste mit 27 000 Unterschriften unterreicht. Darin wird an die Regierung appelliert, sich für die weltweite Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention einzusetzen und Kinder besser vor Ausbeutung, Missbrauch und Handel zu schützen.
Kinderschutz
Terre des hommes gestaltet Internetplattform gegen Kinderprostitution
Das Kinderhilfswerk Terre des hommes kämpft mit einer Internetplattform gegen Kinderprostitution. Unter www.child-hood.com sollen junge Menschen zum Handeln gegen Sextouristen in ihrem Umfeld ermutigt werden. Die Bundesregierung sagte ihre Unterstützung für das terre des hommes Projekt zu.
Leipziger Jugendamt hat Probleme mit Kinderprostitution
Kinderstrich Leipzig: Probleme mit Kinderprostitution
Das Jugendamt Leipzig kapituliert offenbar vor dem "Kinderstrich" in der Stadt. Nach einem Bericht der Bild"-Zeitung vom Montag will die Behörde angeblich nichts gegen die Kinderprostitution in der Nordstraße unternehmen. "Aus Sicht des Jugendamtes ist es empfehlenswert, dass der Straßenstrich Nordstraße erhalten bleibt", zitiert die Zeitung aus einer ihr vorliegenden Protokoll-Kopie zur Projektkonferenz "Kinder und Jugendprostitution" vom 31. Mai. Begründet werde dies in dem Protokoll damit, dass "eine Auflösung und Zersplitterung der Kinder- und Jugendprostitution auf die unterschiedlichsten Stadtgebiete eine größere Gefahr für die zum Teil minderjährigen Kinder und Jugendlichen bildet". Die Stadt war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
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