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Nikotinabhängigkeit
Bundesregierung will rauchfreien Mai
Die Bundesregierung unterstützt die bundesweite Kampagne "Rauchfrei", mit der Raucherinnen und Raucher in Deutschland motiviert werden sollen, im Mai 2006 mindestens vier Wochen lang nicht zu rauchen. Ziel sei der Ausstieg aus der Nikotinabhängigkeit. "Man muss nicht nur auf etwas verzichten, man kann auch etwas gewinnen. Jeder Einzelne gewinnt vor allem mehr an Gesundheit", sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. In den vergangenen Jahren hätten insgesamt 250.000 Raucherinnen und Raucher an den Rauchfrei-Aktionen teilgenommen. Etwa einem Viertel sei es gelungen, vollständig aufzuhören.
"Tabakindustrie fixt junge Raucher an"
Tabakhersteller geben sich hilfsbereit
Internationale Tabakhersteller geben sich hilfsbereit bei der Auskunft über die Zusatzstoffe ihrer Produkte. So gab beispielsweise der Konzern "Phillip Morris" am Donnerstag bekannt, er befürworte das Verbot von Zusatzstoffen , die das Risiko des Rauchens erhöhen. Einen Tag vorher, am Mittwoch, schrieb die SPD-Fraktion: "Die Zigarettenhersteller beschäftigen Heerscharen von Chemikern und Physiologen, um ihre Erzeugnissen durch raffinierteste chemische Zusätze attraktiv zu machen." Sie bauten in ihre Produkte, das sei "seit langem bekannt," so genannte "Sucht-Turbolader" ein. Die Tabakindustrie "fixe" die jungen Raucher mit "verlockenden, kindlich-vertrauten" Aromen an, steigere "auf chemischem Wege die Abhängigkeit" der Gewohnheitsraucher und erhöhe deren Zigarettenhunger.
Anti-Tabak-Gesetz
Rauchverbot in Norwegen
In Norwegen tritt heute das Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen in Kraft. Als weltweit zweites Land nach Irland ist damit in Restaurants, Wirtshäusern, Bars, Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln das Rauchen verboten. Der norwegische Gesundheitsminister Dagfinn Hoybraten erklärte, dass diese Veränderung nicht in erster Linie eingeführt worden sei, um die Anzahl der Raucher zu verringern.
Rauchfrei Zug fahren
Bahn will mehr Nichtraucherzüge einsetzen
Die Deutsche Bahn will den Schutz für Nichtraucher in ihren Zügen und Bahnhöfen verstärken. Wie das Unternehmen mitteilte, werden im Nahverkehr zunehmend reine Nichtrauerzüge eingesetzt und in gemischten Zügen der Anteil der Nichtraucherabteile erhöht. Damit richte sich die Bahn nach dem Wunsch der Kunden, mehr Nichtraucherplätze bereitzustellen. Darüber hinaus seien auch im Fernverkehr 80 Prozent der Plätze für Nichtraucher reserviert.
Über 1 Milliarde Raucher weltweit
Immer mehr Jugendliche rauchen
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rauchen weltweit mehr als 1,1 Milliarden Menschen. In Deutschland gibt es schätzungsweise mehr als 20 Millionen Raucher. Hier greifen 43 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen regelmäßig zur Zigarette. Besonders hoch ist der Raucheranteil bei Jugendlichen.
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