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"Volle Teller haben absolute Priorität"

Töpfer fordert eine dezentrale, bezahlbare, erneuerbare Energieversorgung

Der einstige deutsche Umwelt- und "Atomminister" Klaus Töpfer (CDU), zuletzt Direktor des UN-Umweltprogramms, fordert eine dezentrale, bezahlbare, erneuerbare Energieversorgung. Zugleich warnte er, die Bioenergie solle in der Debatte um die Energieversorgung der Zukunft "nicht vorschnell verurteilt werden". Töpfer räumt hierbei der Nahrungsmittelerzeugung Priorität ein: "Es muss unstrittig klar sein, dass im Dreieck von vollen Tellern, vollen Tanks und intakter Natur immer der Teller die absolute Priorität hat. Aber überall dort, wo wir Biomasse haben, die weder die Nahrungsmittelversorgung in Frage stellt noch die Natur zerstört, müssen wir sie energetisch nutzen", so Töpfer, der nun auch die Informationskampagne "deutschland hat unendlich viel energie" als Schirmherr unterstützt.

Dezentralisierung der Energieversorgung

Plädoyer für Windkraft-Ausbau in Süddeutschland wegen Stromausfall

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland plädiert vor dem Hintergrund des europaweiten Stromausfalls für einen weiteren Ausbau der Windenergie im Binnenland, insbesondere auch in Süddeutschland. Die Probleme mit dem Stromnetz in Norddeutschland könne man nur als eine dringende Warnung verstehen, den weiteren Ausbau der Windkraft auch im Süden, also im Binnenland nicht zu vernachlässigen. Bei einem konzentrierten Ausbau der Windenergie nur in Küstennähe würde andernfalls die Abhängigkeit von den Transportnetzen immer höher. "Unsere Forderung lautet deshalb: Kurze Wege vom Erzeuger zum Verbraucher durch Dezentralisierung, Windenergie und Solarenergie in allen Regionen Deutschlands."

Sieg für dezentralen Ökostrom

Millionenschwere Rückerstattung für die Elektrizitätswerke Schönau

Die "Schönauer Stromrebellen" erhalten von den Kraftübertragungswerken Rheinfelden (heute: Energiedienst AG) eine Rückerstattung in Höhe von 1.195.098,76 Mio €. Nach siebenjährigem Rechtsstreit entschied ein Gericht letzten Mittwoch zugunsten des von Bürgern betriebenen Elektrizitätswerkes.

Regenerative Energie

Erste Wasserstofftankstelle in Berlin eröffnet - Gesamtstrategie fehlt

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. begrüßt die Initiativen der Bundesregierung für erneuerbare Energien und die Erforschung des Potenzials nachwachsender Rohstoffe ausdrücklich. So habe sich Ministerin Künast zuletzt in der vergangenen Woche in Wolfsburg für Kraftstoffe aus Biomasse stark gemacht. Heute sei die Regierung bei der Eröffnung der ersten öffentlichen Wasserstofftankstelle in Deutschland mit Verkehrsminister Stolpe und Staatssekretärin Wolf aus dem Umweltministerium sogar gleich doppelt vertreten. Zugleich kritisiert der VCD, dass die rot-grüne Bundesregierung die aktuellen Klimaprobleme des Verkehrs verdränge.

Öl- und Kohleförderung beenden

Offizielle Kommission fordert von Weltbank Förderung regenerativer Energien

Am Freitag, den 30. Januar wird in Washington Weltbankpräsident Wolfensohn offiziell das Ergebnis der "Extractive Industries Review" vorgestellt. Die Kommission empfiehlt der Weltbank, sich bis 2008 aus der Finanzierung von Öl- und Kohleprojekten zurückzuziehen und stattdessen ihre Unterstützung für regenerative Energien auszubauen. Außerdem soll die Weltbank eine umfassende Menschenrechtspolitik entwickeln und Projekte nur bei ausdrücklicher Zustimmung lokaler und indigener Gemeinschaften fördern.

Europäische Union

Mitgliedstaaten scheitern am Ausbau der regenerativen Energiequellen

Zwei Jahre nach Verabschiedung der Richtlinie zu erneuerbaren Energien scheint die EU weit davon entfernt, die vereinbarten Ziele für "grünen" Strom zu erreichen. Laut einer Studie des WWF werden die EU-Mitgliedstaaten das angestrebte Ziel eines 22-prozentigen Anteils erneuerbarer Energiequellen an der gesamten in der EU produzierten Strommenge bis 2010 nicht einhalten können. Die EU wird vermutlich nicht mehr als 17 Prozent schaffen.

Regenerative Energien statt Klimakollaps gefordert

Ölkonzerne sollen für Hochwasser-Schäden bezahlen

Zwei LKW-Ladungen Sperrmüll von Flutopfern in Dresden und Grimma haben 20 Greenpeace-Aktivisten am Mittwoch Morgen in Hamburg vor der Zentrale des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), dem deutschen Dachverband der Ölfirmen, abgekippt. Damit protestieren sie gegen die klimaschädliche Politik der Ölkonzerne Esso, Aral/BP, Shell und TotalFinaElf. "Ölkonzerne profitieren, Flutopfer verlieren" stand auf einem Transparent. Greenpeace fordert von den Konzernen finanzielle Soforthilfen für die Beseitigung der Schäden an Elbe und Donau. Zudem sollen die Ölmultis endlich in Solar- und Windenergie, Wasserkraft und Biomasse investieren.