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"Konkurrenten"

EU darf nicht mehr vor der Küste Senegals fischen

Einem Bericht der Berliner "tageszeitung" zufolge muss die EU ihre Fischereiflotten aus den Gewässern Senegals abziehen. Das sei die Konsequenz aus dem Scheitern der jüngsten Runde der Verhandlungen über eine Erneuerung des Fischereiabkommens zwischen EU und Senegal. Es habe europäischen Fangflotten den privilegierten Zugang zu den Fischgründen Senegals und denen der meisten anderen Länder Westafrikas gestattet. Nach Angaben von Senegals Medien seien die Gespräche am Freitag ergebnislos beendet worden. "Als Konsequenz lief das geltende Fischereiabkommen in der Nacht zum vergangenen Samstag ersatzlos aus", schreibt die tageszeitung. Der für Fischerei zuständige EU-Generaldirektor César Deben habe in der senegalesischen Hauptstadt Dakar erklärte, dies bedeute unmittelbar den Abzug europäischer Fischkutter aus Senegals Gewässern.

Mangel an finanzieller Unterstützung

Heuschreckenplage nimmt dramatische Ausmaße an

Die Heuschreckeninvasion in den westafrikanischen Sahelländern nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Alleine in Mali hat sich die Zahl der Heuschreckenschwärme binnen einer Woche von 55 auf 70 auf einer Fläche von 950.000 Hektar erhöht. Ein Schwarm besteht aus rund 100 Millionen Heuschrecken, jede verzehrt täglich ihr eigenes Gewicht. Die Insektenplage hat sich bereits von der westafrikanischen Küste im Senegal bis nach Nigeria und in den Tschad ausgebreitet, in Kürze könnte sie auch die sudanesische Krisenregion Darfur erreichen. Die Deutsche Welthungerhilfe appelliert an die Bundesregierung, zusätzliche Mittel für die sich abzeichnende Nahrungskrise im Sahel bereit zu stellen.