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Seelenmord -

Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche

Tabuthema Kindesmissbrauch - ich wurde sexuell missbraucht Dies ist das Kapitel "Seelenmord" aus dem Buch "Ich wurde sexuell missbraucht". Norbert Denef wurde 1949 in Delitzsch bei Leipzig geboren. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder. Mit seiner Frau lebt er an der Ostsee in Scharbeutz. Viele Jahre war er als Technischer Leiter im Theater tätig. Seit 22 Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema sexualisierte Gewalt und mit dem Abbruch der Schweigemauer.

Kinder mit einer Behinderung sind von Missbrauch und Gewalt stärker betroffen als andere Kinder.

Gewaltprävention auch für Förderschüler

Kinder mit einer Behinderung sind von Missbrauch und Gewalt stärker betroffen als andere Kinder. Um dem entgegenzuwirken gibt es nun auch einen professionellen Gewaltpräventionskurs für Schülerinnen und Schüler in Förderschulen. Das Projekt „Cool Strong Kids“ bietet diesen handlungsorientierten Kurs an. In der Mathilde-Eller-Schule, ein Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“, wurde in einer Abschlussveranstaltung nun dieser neuartige Kurs der Öffentlichkeit vorgestellt.

"Rufmordkampagne"

Bistum Würzburg suspendiert wegen Missbrauchs verurteilten Pfarrer

Das Bistum Würzburg hat mit sofortiger Wirkung den wegen sexuellen Missbrauchs verurteilten Pfarrer Wolfdieter W. vom priesterlichen Dienst suspendiert. Wie Generalvikar Karl Hillenbrand am Dienstag (24. März) bekanntgab, wurden dem 69-Jährigen "jedwede priesterliche Handlungen" untersagt. Zudem wurden seine Ruhestandsbezüge um 20 Prozent gekürzt. Der Geistliche selbst sieht sich als Opfer einer Rufmordkampagne.

Ermittlungsverfahren eingestellt

Sexueller Missbrauch durch Pfarrer erwiesen, aber verjährt

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt wird keine Anklage gegen den beurlaubten Rüsselsheimer Pfarrer Norbert E. wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen einleiten. Die Justizbehörde bestätigte am Montag, dass sie ihr Ermittlungsverfahren eingestellt habe. Die Staatsanwaltschaft räumte allerdings ein, dass es im Jahr 1989 ein sexuelles Verhältnis des Geistlichen zu einem damals 15-Jährigen gegeben habe. Die Anklagebehörde sah in diesem Fall die Straftatbestände des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener und Jugendlicher erfüllt; die Vorwürfe seien aber auf Grund einer Fünf-Jahres-Frist im Gesetz verjährt.

Sexueller Missbrauch

Katholische Kirche will Sexualdelikte bei Geistlichen härter verfolgen

Die katholische Kirche will entschlossen gegen sexuelle Gewalt durch Geistliche vorgehen. Es müsse alles getan werden, um dem Missbrauch Minderjähriger stärker entgegenzuwirken und Wiederholungstaten zu vermeiden, heißt es Leitlinien, die die deutschen Bischöfe bei ihrer Herbstvollversammlung in Fulda einstimmig beschlossen. Wie der Vorsitzende der Konferenz, Karl Kardinal Lehmann, am Freitag sagte, sehen die Leitlinien unter anderem vor, dass in den Diözesen entsprechende Ansprechpartner beauftragt werden.

Teilweise Antworten verweigert

Nur sechs Bistümer kennen keinen sexuellen Missbrauch

Deutsche Bistümer räumen mindestens 47 Fälle sexuellen Missbrauchs durch Priester oder andere Kirchen-Mitarbeiter in den vergangenen 30 Jahren ein. Dies ergab eine schriftliche Umfrage des Südwestrundfunks. Bislang hatten sich lediglich einzelne Bistümer im Zusammenhang mit aktuellen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen über die Anzahl sexueller Übergriffe in ihrem Bistum geäußert. Über endgültige Richtlinien für einen einheitlichen Umgang aller Bistümer mit Priestern in Fallen sexuellen Missbrauchs werden die Bischöfe erst auf Ihrer Jahresvollversammlung Ende September entscheiden.

Verantwortliche sollen endlich Konsequenzen ziehen

Theologieprofessor wirft Kirche Verdrängung des Problems Kindesmissbrauch vor

Der Paderborner Theologieprofessor Peter Eicher wirft der katholischen Kirche jahrelange Verdrängung des Missbrauch von Kindern durch Priester vor. Kircheninterne und externe Untersuchungen hätten ergeben, dass "vielleicht vier Prozent" der Priester päderastische Neigungen hätten, sagte Eicher am Dienstag im Deutschlandfunk. Etwa 30 Prozent der Geistlichen seien homosexuell. Dies sei in der Kirche schon lange bekannt, es seien jedoch keine Rechtsfolgen bedacht worden, kritisierte Eicher. Stattdessen habe die Kirche wie etwa im Fall des Wiener Kardinals Hans Hermann Groer Sondermaßnahmen ergriffen und sei nicht dem allgemeinen Recht gefolgt.

Gegen Missbrauch von Kindern

Mahnmal gegen Sextourismus enthüllt

Das Internationale Katholische Hilfswerk missio hat am Freitag auf dem Stuttgarter Flughafen ein Mahnmal gegen Sextourismus enthüllt. Bei der Veranstaltung im Rahmen der "Aktion Schutzengel" gegen die weltweite Kinderprostitution verwies Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) auf rechtliche Möglichkeiten in der Bundesrepublik, im Ausland aktive Sextouristen vor Gericht zu stellen. Dafür müsse die Kooperation mit Behörden in anderen Ländern aber weiter verbessert werden.

Westafrika

UNHCR besorgt über sexuellen Missbrauch von Flüchtlingskindern

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen fordert Konsequenzen aus der Affäre um sexuelle Übergriffe auf Flüchtlingskinder in Westafrika durch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Die Beteiligten müssten unmittelbar zur Verantwortung gezogen werden, sagte der Sprecher des UNHCR Deutschland, Stefan Telöken. Zur Prüfung und Erhärtung der Vorwürfe sei ein Entwicklungshilfeteam der Organisation in den betroffenen Gebieten unterwegs. Strafrechtliche Maßnahmen würden nicht ausgeschlossen.