spenden
Siemens, Bayer, BASF, Telekom etc.
Deutsche Konzerne spendeten 1,6 Millionen Dollar für US-Wahlkampf
Deutsche Konzerne haben für den US-Wahlkampf im weltweiten Vergleich so viel Geld gespendet wie Unternehmen kaum einer anderen Nation. Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" am Dienstag berichtete, haben deutsche Firmen, darunter Siemens, Bayer, BASF und die Telekom, insgesamt knapp 1,6 Millionen Dollar bereitgestellt. Nur Unternehmen in Großbritannien (3,7 Millionen Dollar) und in der Schweiz (2,5 Millionen Dollar) spendeten mehr.
Einsammeln von Spenden
Razzia bei mutmaßlichen Anhängern von PKK-Nachfolgeorganisation
Mit einer bundesweiten Großrazzia ist die Polizei am 5. Juli gegen mutmaßliche Aktivisten der verbotenen kurdischen Organisation Volkskongress Kurdistan (Kongra-Gel) vorgegangen. Insgesamt 186 Beamte durchsuchten in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen 28 Wohnungen und Gewerbebetriebe, wie Polizei und Staatsanwaltschaft München mitteilten. Der Schwerpunkt der Razzia war mit 23 Objekten im Großraum München, in Baden-Württemberg wurden zwei und in Köln drei Wohnungen durchsucht. 22 Beschuldigten werde vorgeworfen, seit mindestens April 2006 die Organisation nicht nur ideologisch, sondern auch finanziell durch das Einsammeln und Weiterleiten von Spenden in die Türkei unterstützt zu haben.
Parteispendenaffäre
CSU drohen angeblich 800 000 Euro Strafe
In der Parteispenden-Affäre um die Altöttinger CSU droht der Partei angeblich ein Strafgeld von über 800 000 Euro. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, dass sich die CSU auf entsprechende Rückzahlungsforderungen der Bundestagsverwaltung einstellen müsse. Eine Sprecherin des Bundestages sagte am Sonntag: "Wir können uns zur Höhe eventueller Forderungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern." Die Untersuchungen liefen noch. Ein CSU-Sprecher sagte zu dem Bericht: "Das sind nichts weiter als Spekulationen." Laut "Focus" soll Hollerith einem CSU-internen Sonderprüfungsbericht zufolge fast 130.000 Euro aus der Parteikasse erhalten haben. Es gebe den Verdacht, dass sich der ehemalige Abgeordnete persönlich bereichert habe. Hollerith bestreitet dies jedoch. Er habe "niemals auch nur einen Cent aus der Parteikasse privat verwendet", zitiert ihn das Magazin.
Wuppertaler SPD
Gericht bestätigt Strafzahlung wegen Großspende des Bauunternehmers Clees
Die SPD hat im Zusammenhang mit der Wuppertaler Spendenaffäre eine herbe Niederlage erlitten. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied am Mittwochabend, dass die im Jahr 2004 vom damaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse angeordnete Strafzahlung gegen die SPD in Höhe von 767.000 Euro rechtens war. Auslöser der Affäre war eine Großspende des Wülfrather Bauunternehmers Uwe Clees gewesen, der 1999 an die Wuppertaler SPD und ihren aussichtsreichen Kandidaten, den damaligen SPD-Oberbürgermeister Hans Kremendahl, umgerechnet 250.000 Euro gezahlt hatte. Die Wuppertaler SPD hatte das Geld zunächst als "sonstige Einnahmen" verbucht und Clees nicht als Spender aufgeführt.
Wikipedia
400.000 deutschsprachige Artikel in freier Online-Enzyklopädie
Am Donnerstag wurde der vierhunderttausendste Artikel in die deutschsprachige Ausgabe der Online-Enzyklopädie Wikipedia gestellt. Die Anzahl der von freiwilligen Autoren verfassten und kostenlos verfügbaren Einträge steigt immer schneller an: Die ersten 100.000 deutschen Artikel entstanden in einem Zeitraum von drei Jahren, die letzten 100.000 innerhalb von acht Monaten. Erstellt wurden die Beiträge von 20.000 registrierten und unzähligen unregistrierten Nutzern.
Subventionstöpfe & Spendentöpfe
Ruhrkohle-Konzern löst mit seinen Spenden Streit bei der FDP aus
Innerhalb der FDP gibt es Streit um eine Spende des Essener Bergbau- und Energiekonzerns RAG in Höhe von 50.000 Euro. Die Bundespartei will einer Forderung des Fraktionschefs im Düsseldorfer Landtag, Gerhard Papke, nicht nachkommen und das im Jahr 2005 in die Parteikasse geflossene Geld zu sparen zurückzahlen. Papke vermutet mit Blick auf die Spenden auch an die SPD und die CDU Einflussnahme der RAG, die hohe Steinkohlesubventionen erhält. "An der Zulässigkeit der Spende besteht kein Zweifel", sagte dagegen ein FDP-Sprecher. Auch andere Parteien erhielt Spenden vom RAG-Konzern: An die Bundes-SPD flossen 100.000 Euro, an die CDU 70.000 Euro und 30.000 Euro gab es für die CSU.
Gelder der Steuerzahler
Kritik an Großspenden der Ruhrkohle AG vor Energiegipfel
Großspenden von 100.000 und 70.000 Euro der Essener Ruhrkohle AG (RAG) an SPD und CDU sind auf scharfe Kritik gestoßen. Grünen-Chefin Claudia Roth sagte der Tageszeitung "Die Welt", die Spende erwecke den Eindruck einer "großpolitischen Landschaftspflege im Vorfeld wichtiger politischer Entscheidungen". "Es ist schon verblüffend, dass ausgerechnet vor dem Energiegipfel, bei dem es um milliardenschwere Interessen geht, die Steinkohlelobby gezielt an die Regierungsparteien spendet", sagte Roth. Die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag kündigten an, den Rechnungshof einzuschalten. "Das ist genau das, was nicht sein darf. Ich werde den Bundesrechnungshof anschreiben, dies zu prüfen", sagte Fraktionsvize Reiner Priggen der Zeitung.
Nach Skandalen
Nebenverdienste von Abgeordneten werden zum Teil veröffentlicht
In einem Schreiben vom 30. Dezember 2005 forderte Bundestagspräsident Norbert Lammert die Abgeordneten des Deutschen Bundestages offenbar dazu auf, innerhalb von drei Monaten ihre Nebenverdienste bei ihm anzumelden. Diese Angaben sollen "zum Teil" veröffentlicht werden. Anlass der neuen Verhaltensregeln waren Skandale um Großkonzerne wie RWE, Siemens, Volkswagen und die Dresdner Bank, die Bundestagsabgeordneten Gehälter und sonstige Vergünstigen gewährt hatten.
Neues Becken
Seehundstation Friedrichskoog wird erweitert
Die Seehundstation Friedrichskoog an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste soll ausgebaut werden. Anfang 2006 werde mit dem Bau eines 500 Kubikmeter großen zusätzlichen Beckens für Seehunde und Kegelrobben begonnen, sagte eine Sprecherin am Montag. Außerdem soll ein neues Informationsgebäude entstehen. Die Investitionskosten betragen rund 2,5 Millionen Euro, davon stammt eine Million aus Fördermitteln.
Afrika
Klimaänderungen führen offenbar zu Hungersnöten
Im Sahelstaat Niger sind Angaben der Hilfsorganisationen "Ärzte ohne Grenzen" und "World Vision" zufolge bis zu vier Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Auch im Sudan herrscht eine Hungersnot. Veränderte klimatische Bedingungen, insbesondere langanhaltende Trockenheit und die Heuschreckenplage im Vorjahr, haben verheerende Schäden an der Landwirtschaft verursacht, berichtet BBC-Online.
Selbstlosigkeit ehren
Alternativer Nobelpreis bleibt in Schweden
Die schwedische Regierung hat beschlossen, die Right Livelihood Award Stiftung in eine kleine Gruppe von automatisch von der Steuer befreiten Organisationen aufzunehmen. Das meldete die Stiftung am Freitag. Ihr gemeinnütziger Status sei damit sichergestellt, und die Stiftung könne ihren "Alternativen Nobelpreis" auch in Zukunft in Stockholm vergeben. Die Entscheidung sei notwendig geworden, weil die schwedische Steuerbehörde auf der Basis einer neuen und engeren Interpretation der Gemeinnützigkeitskriterien von der Stiftung verlangt hätte, ab 2001 Steuern zu zahlen.
Neujahrsansprache
Thierse ruft zu Miteinander zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten auf
Bundestagspräsident Wolfgang Thierse ruft die in Deutschland lebenden Menschen zu mehr Miteinander auf. "Lassen Sie uns 2005 gemeinsam zu einem Jahr machen, in dem wir dem Ziel näher kommen, ein Land des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion zu sein", sagte Thierse am Samstag in seiner Neujahrsansprache im Deutschlandfunk. Er hob dabei die drei Millionen in Deutschland lebenden Muslime heraus.
Regierung will UN-Sanktionen
Spendenaufruf für Sudan-Flüchtlinge
Unicef, die Bundesregierung und die diesjährige Unicef-Partnerstadt Frankfurt am Main rufen die Bevölkerung zu Spenden für die Flüchtlinge in der sudanesischen Krisenregion Darfur auf. Nach Einschätzung von Unicef Deutschland ereignet sich dort eine humanitäre Katastrophe, da nunmehr die Regenzeit begonnen hat und täglich 10 bis 15 Kinder sterben. Gleichzeitig will die Bundesregierung auf Sanktionen der Vereinten Nationen (UNO) gegen die an dem Flüchtlingselend mutmaßlich mitverantwortliche Regierung des Landes dringen, wie Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) am Freitag in Frankfurt am Main sagte.
Milka wirbt mit Naturschutz
Alpenverein will kein lila Licht auf der Zugspitze
Der Deutsche Alpenverein (DAV) lehnt die geplante Werbeaktion der Firma Milka auf der Zugspitze wegen möglicher "Lichtverschmutzung" ab. Der Schokoladenhersteller will den Gipfel am 23. Juli 40 Minuten lang bei einer Werbeaktion in lila Licht tauchen. Durch die geplante künstliche Beleuchtung würden nachtaktive Insekten angezogen, bis sie an Erschöpfung verenden oder an den heißen Scheinwerfern verbrennen, kritisierte der DAV am Donnerstag in München. Die Initiatoren sollten von der Aktion Abstand nehmen. In Österreich sei die Aktion bereits abgelehnt worden.
Indien
Ökomedia Institut richtet umfangreiche Umwelt-Videothek ein
Indien: ein Land mit knapp einer Milliarde Einwohnern, dessen Wirtschaft sich im vergangenen Jahrzehnt rasend schnell entwickelt hat. Der wirtschaftliche Aufschwung blieb nicht ohne Folgen für die Umwelt. Indien kämpft vieler Orts mit einer beträchtlichen Umweltverschmutzung, doch Umweltbildung ist Mangelware. Das Ökomedia Institut in Freiburg im Breisgau wird jetzt als leitende Organisation im Rahmen eines vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanzierten Pilotprojektes eine Reihe Filmvorführungen in verschiedenen Landesteilen Indiens durchführen sowie eine umfangreiche Umwelt-Videothek in Delhi einrichten.
Bewaffnete Rebellion
Nahrungsmittel für die Bevölkerung im Norden Haitis
Die Hilfsorganisation CARE International startet das größte städtische Nahrungsmittel-Hilfsprogramm seiner fünfzigjährigen Arbeit in Haiti. Die Nothilfeaktion dient der dringend benötigten Versorgung der Einwohner der Stadt Gonaives. Wie viele andere, ist die Stadt im Norden des Landes seit dem Vormarsch bewaffneter Gruppen auf die Hauptstadt von der Außenwelt abgeschnitten.
Tschetschenien
Weiter Krieg und Not - Hilfsgüter an 2.000 kinderreiche Familien verteilt
Fast völlig von der Welt vergessen, geht der Krieg in Tschetschenien mit unverminderter Härte weiter. Zehntausende Menschen mussten fliehen und leben unter katastrophalen Bedingungen in Flüchtlingslagern. An insgesamt 2.000 kinderreiche Flüchtlingsfamilien in und um Grosny und im nordtschetschenischen Ort Sernovodsk verteilt der ASB heute Hilfsgüter im Wert von 120.000 Euro. Die Familien erhalten Wolldecken und so genannte Hygienepakete mit Seife, Shampoo, Zahn- und Babycreme, Zahnbürsten und Waschpulver.
Neue Website
Ärzte ohne Grenzen haben einen neuen Internetauftritt
Die deutsche Sektion von Ärzte ohne Grenzen hat eine neue Website. Unter der Adresse www.aerzte-ohne-grenzen.de ist der Internetauftritt in frischem Design, mit verbesserter Nutzerführung und vielen Kontextinformationen zu finden. Aktuell vermitteln verschiedene Artikel einen Eindruck von der problematischen Lage im Irak. In einem Statement weist die Organisation jüngste Versuche westlicher Politiker entschieden zurück, die humanitäre Hilfe für politische Ziele zu vereinnahmen. Zudem können sich die Besucher der Homepage über Neuigkeiten aus den Projekten informieren, sich einen Überblick über die Kampagne für "Besseren Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten" machen oder sich über die Verwendung der Spendengelder informieren.
Weltbevölkerungsbericht 2003
Sexualaufklärung und Verhütung entscheidend im Kampf gegen die Armut
Millionen junge Menschen können sich nicht vor Aids und ungewollten Schwangerschaften schützen, weil sie keinen Zugang zu Sexualaufklärung und Verhütung haben. Die Förderung der Gesundheit und Bildung von Jugendlichen, insbesondere von Aufklärung und Verhütung, ist jedoch eine Voraussetzung dafür, dass das Potenzial der jungen Generation für die Entwicklung genutzt werden kann. Dies geht aus dem aktuellen Weltbevölkerungsbericht 2003 hervor, den die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) im Auftrag von UNFPA, dem Bevölkerungsfonds der Vereinen Nationen, am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat.
Havarie
Schiff mit Hilfslieferungen für Liberia gesunken
Ein Schiff mit Hilfslieferungen für Vertriebene in Liberia ist in der Nacht zu Montag vor der westafrikanischen Küste gesunken. Die 19köpfige Besatzung des Frachters und zwei Passagiere konnten sich nach dem Unglück aber an Land retten und wurden anschließend in die Hauptstadt von Sierra Leone geflogen, teilte die internationale Hilfsorganisation WORLD VISION mit. Die genauen Umstände des Unglücks werden noch ermittelt.
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