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AKW Temelin

Naturschützer fordern "Koalition der Vernunft"

Vor dem Erörterungstermin zum tschechischen Atomreaktor Temelin in Passau hat der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, zu einer "überparteilichen Koalition der Vernunft gegen den Risikoreaktor" aufgerufen. Es sei sehr erfreulich, dass Bundes- und Staatsregierung darin übereinstimmen, dass das Pannen-AKW im benachbarten Tschechien nicht ans Netz gehen dürfe.

Atomkraft

Bayern fordert Stilllegung des Pannenreaktors in Temelin

Angesichts der Serie von Pannen im tschechischen Atomkraftwerk Temelin fordert jetzt auch die bayerische Staatsregierung die Stilllegung des Reaktors. Temelin müsse umgehend vom Netz, sagte Umweltminister Werner Schnappauf nach einer Kabinettssitzung. Ein weiterer Betrieb sei nicht mehr verantwortbar, weil nicht alle Sicherheitsmängel in dem Kraftwerk behoben seien. Nach den vielfältigen Problemen der vergangenen Jahre gebe es erhebliche Zweifel, dass der Reaktor auf westliche Sicherheitsstandards nachgerüstet ist.

Atomkraft

Atomkraftwerk Temelin auf 90 Prozent Leistung hochgefahren

Das Atomkraftwerk Temelin läuft derzeit auf 90 Prozent seiner installierten Leistung. Die Erlaubnis dazu wurde vom Staatlichen Amt für nukleare Sicherheit bereits am 21. Dezember erteilt und die neue Leistungsgrenze einen Tag später erreicht, hieß es in Prag.

Atomkraft

Prag und Wien legen Streit um Temelin bei

Tschechien und Österreich haben ihren Streit um das südböhmische Kernkraftwerk Temelin beigelegt. In der Nacht zum Freitag unterzeichneten in Brüssel die Regierungschefs beider Länder, Milos Zeman und Wolfgang Schüssel, einen entsprechenden Vertrag. Darin verpflichtet sich die Tschechische Republik, den österreichischen Forderungen nach weiterer Erhöhung der Sicherheit des auch von deutscher Seite kritisierten Atomkraftwerks weitgehend nachzukommen. Österreich erklärte sich im Gegenzug bereit, den Widerstand gegen den Abschluss des Energiekapitels in den EU-Beitrittsverhandlungen Tschechiens aufzugeben.

Atomreaktor Temelin

DNR kritisiert tschechische Geheimhaltungspolitik

Der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, hat heute die tschechische Regierung aufgefordert, im Zusammenhang mit dem Atomreaktor Temelin nicht weiter die Ängste der Bürger zu schüren, sondern vor allem deren Rechte anzuerkennen. "Angesichts der ununterbrochenen Pannenserie des Atomreaktors ist es zwingend erforderlich, dass im Rahmen einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung auch eine Anhörung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland stattfindet", forderte Weinzierl in Berlin.

Atomkraftwerk Temelin

Tag der Wahrheit im Österreichischen Parlament

Greenpeace und GLOBAL 2000 sowie die Oberösterreichische Plattform gegen Atomgefahr forderten den Hauptausschuss des Parlaments auf, bei seiner Sitzung am Mittwoch, Außenministerin Ferrero-Waldner in ihrem Stimmverhalten zum Abschluss des Energiekapitels mit Tschechien zu binden. Es gebe sehr deutliche Signale aus dem Bundeskanzleramt, dass die Regierung das Energiekapitel bis Ende Oktober zum Abschluss bringen will. "Damit würde Österreich den letzten Trumpf im Kampf gegen Temelin aus der Hand geben", warnen Andrea Paukovits von GLOBAL 2000 und Franko Petri von Greenpeace.

Atomkraftwerksbetreiber unter sich

E.ON an CEZ-Kauf nur ohne Temelin interessiert

Der Kauf des tschechischen Stromkonzerns CEZ kommt für Deutschlands führenden Atomkraftwerksbetreiber E.ON nur dann in Frage, wenn das umstrittene Atomkraftwerk Temelin nicht mit im Paket ist. Man sei zwar an CEZ interessiert, sagte E.ON-Sprecher Erwin Haydn der "Passauer Neuen Presse". "Beteiligungen an der CEZ, zu denen das Kernkraftwerk Temelin gehört, werden wir aber nicht kaufen", fügte er hinzu.

Atommeiler

Wieder Störfall in Temelin: Radioaktives Wasser ausgetreten

Im tschechischen Atomkraftwerk Temelin ist wieder ein Störfall aufgetreten. Aus Block 1 des Kernkraftwerks trat radioaktives Wasser aus. Wie AKW-Sprecher Milan Nebesar am Donnerstag mitteilte, liefen Tags zuvor bei Tests des Steuersystems "mehrere Kubikmeter leicht radioaktiven Wassers" über den Rand des Reaktors. Dieser war wegen der gegenwärtig laufenden generellen Überprüfung aller Systeme geöffnet. Das Wasser sei in den Reaktorschacht geflossen, gereinigt und wieder in den Primärkreislauf zurückgeleitet worden. Aufgrund des Austritts sei das entsprechende Havariesystem angesprungen, das den Flüssigkeitsstand im Reaktor überwacht.

Atomenergie

Bundesregierung hält Kraftwerk Temelin für ein Sicherheitsrisiko

Die Bundesregierung hält das tschechische Atomkraftwerk Temelin vom russischen Typ WWER-1000 nach wie vor für ein Sicherheitsrisiko. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) erneuerte am Freitag in Berlin seine Forderung, das umstrittene AKW umgehend zu stoppen. Die während des Probebetriebs zutage getretenen "ungewöhnlich zahlreichen und gravierenden Probleme" bestätigten die Zweifel an der Sicherheit des Atomkraftwerks. Mit EU-Mitteln und somit auch mit deutschen Geldern werden in der Ukraine an den Standorten Khmelnitzky und Rowno zwei Atomkraftwerksblöcke (K2R4)vom selben Typ wie in Temelin fertiggebaut. Bei der Entscheidung vor wenigen Monaten enthielt sich die deutsche Bundesregierung der Stimme. Acht Staaten hatten gegen den Atomkraftwerksbau votiert. Nach Angaben von Umweltverbänden soll K2R4 unter Beteiligung von Siemens und Framatome sogar weitaus weniger aufwendig modernisiert werden als es in Temelin der Fall war.

Umweltverträglichkeitsprüfung für AKW Temelin

Einwendungen auch aus Deutschland möglich

Noch bis zum 11. Mai 2001 können auch Deutsche und Österreicher im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) Einwände und Bedenken gegen das umstrittene tschechische Atomkraftwerk Temelin erheben. Das deutsche Bundesumweltministerium und das österreichische Umweltbundesamt veröffentlichen auf ihren Internet-Seiten tschechische Unterlagen in deutscher Übersetzung.