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Gewerkschaften vereinbarten "Armutslöhne"

Transnet fordert Kündigung aller Tarife mit weniger als 7,50 Euro

Die Eisenbahngewerkschaft Transnet fordert alle DGB-Gewerkschaften zur Kündigung sämtlicher Tarifvereinbarungen auf, die unterhalb der geforderten Mindestlohngrenze von 7,50 Euro liegen. Dies habe mit Glaubwürdigkeit zu tun, sagte das für Tariffragen zuständige Transnet-Vorstandsmitglied Alexander Kirchner der "Leipziger Volkszeitung". "Unter 7,50 Euro pro Stunde haben wir es mit Armutslöhnen zu tun", sagte er. Zum Teil haben Gewerkschaften einer Entlohnung von 3,05 Euro pro Stunde zugestimmt.

"Provokative Makulatur"

Transnet fordert deutliche Renten-Anhebung

Vor dem Hintergrund des Milliardenüberschusses in der "Rentenkasse" fordert die Bahn-Gewerkschaft TRANSNET eine deutliche Anhebung der Renten. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht gehe die Bundesregierung von Überschüssen in der Rentenkasse in Höhe von 1,5 Milliarden Euro aus. "Deshalb gibt es keinen Grund, an den im Koalitionsvertrag vereinbarten Rentennullrunden bis 2009 festzuhalten", meint die Vize-Chefin der Gewerkschaft, Regina Rusch-Ziemba. Die vorangegangenen Renten-Nullrunden seien für die Betroffen "tatsächlich herbe Minusrunden" gewesen.

Deutsche Bahn AG

Bahngewerkschaft TRANSNET warnt vor "Horrorbahn"

Der Vorsitzende der Gewerkschaft TRANSNET, Norbert Hansen, hat bei einer möglichen Trennung von Netz und Transport bei der Bahn vor einer "Horrorbahn" gewarnt. "Sollte die Zerschlagung des DB-Konzerns, die Absplittung des Netzes, kommen, dann wird es künftig viele kleine privatisierte Netze geben", sagte der TRANSNET-Chef vor gut 1.000 Betriebsräten in Berlin. Folge würde sein, dass Abstimmungsprozesse nahezu unmöglich wären, Folge würde auch sein, "dass der Druck auf Tarif- und Sozialstandards steigt und Zehntausende von Arbeitsplätzen verloren gehen."

Regionalverkehr

Gewerkschaft TRANSNET startet Aktion gegen Arbeitsplatzabbau bis 2009

TRANSNET macht gegen die vorgesehene Kürzung der Regionalisierungs- mittel mobil. Nach Plänen der Großen Koalition in Berlin sollen diese Gelder bis 2009 um über 3,1 Milliarden Euro gekürzt werden. Den Ländern stünden dann noch 5,9 Milliarden Euro für die Bestellung von Nahverkehrsleistungen zur Verfügung. Die Gewerkschaft startet deshalb ihre Aktion "Zug um Zug". "Wir wollen damit verhindern, dass mit diesem Kahlschlag ganze Zugverbindungen und viele Arbeitsplätze gestrichen werden", sagte TRANSNET-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann. Bundesweit sollen bei den Fahrgästen und auf der Internetseite der Gewerkschaft Unterschriften gesammelt werden. In Planungen sei aber auch, bundesweit Betriebsversammlungen bzw. eine Vollversammlung von Betriebsräten an einem zentralen Ort durchzuführen.

Verstärkt Lkw

Gewerkschaft kritisiert Schließung von Güterverkehrs-Knotenpunkten der Bahn

Die Gewerkschaft TRANSNET kritisierte die Pläne der Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn AG, sich weiter aus der Fläche zurückzuziehen. Nachdem vor gut zwei Jahren unter dem Titel "Mora C- marktorientiertes Angebot Cargo" bereits über 700 Güterverkehrsstellen geschlossen worden seien, sollen jetzt offenbar zahlreiche Zugbildungsanlagen für den so genannten Einzelwagenverkehr geschlossen werden. Das Unternehmen Railion AG, die Schienengütertochter der Deutschen Bahn AG, möchte für den Einzelwagenverkehr offenbar ein so genanntes "Knotenpunktsystem" einführen.

Verkehrspolitik

Geplante Besteuerung von Flugbenzin begrüßt

TRANSNET begrüßt mögliche Pläne für eine Besteuerung von Flugbenzin. Medienberichten zufolge will Finanzminister Eichel für innerdeutsche Flüge eine Kerosinsteuer einführen, sollten im Etat 2005 weitere Lücken klaffen. "Mit diesem Vorgehen wäre ein Wettbewerbsnachteil der Bahnen im Vergleich zum Flugverkehr abgeschafft", erklärte Gewerkschaftschef Norbert Hansen. Insofern mache dies Sinn. TRANSNET habe ein solches Vorgehen bereits seit längerem gefordert.

Pflegeversicherung

TRANSNET führt Musterverfahren gegen zusätzliche Belastungen für Rentner

Die Transportgewerkschaft TRANSNET wird mit Klagen gegen die Neuregelungen bei der Pflegeversicherung für Rentner vorgehen. Hintergrund: Ab 1. April müssen Rentner den vollen Betrag selbst zahlen. Die Gewerkschaft sieht damit deren Eigentumsrecht verletzt. Mit der Bahnversicherungsanstalt werden Musterverfahren durchgeführt.

Deutsche Bahn

Gewerkschaft Transnet droht mit größtem Streik

Die Deutsche Bahn hat für den Fall der ab Samstag angekündigten Warnstreiks eine Hotline eingerichtet. Reisende können sich dann unter der kostenlosen Rufnummer 0800 - 66 44 22 5 über mögliche Fahrplanänderungen informieren, teilte die Bahn am Freitag in Berlin mit. Die Hotline werde freigeschaltet, sobald es zu Störungen im Betriebsablauf komme. Die Bahngewerkschaft Transnet hat mit dem größten Streik seit Jahrzehnten gedroht, wenn sich die Arbeitgeber im festgefahrenen Tarifkonflikt nicht bewegten.

TRANSNET protestiert

Rund 10.000 Unterschriften gegen Aus für Bahn-Reisezentren

Die Bahngewerkschaft TRANSNET hat am Montag ihre bundesweite "Aktion Ticket" gegen die Schließung von Reisezentren der Deutschen Bahn gestartet. Innerhalb weniger Stunden seien an wichtigen deutschen Bahnhöfen rund 10.000 Unterschriften gegen die Pläne gesammelt worden, teilte die Gewerkschaft am Mittag mit. Die Aktion sei am Vormittag in Berlin, Chemnitz, Dortmund, Dresden, Erfurt, Frankfurt am Main, Köln, Leipzig, Magdeburg und Rostock angelaufen. Für den Nachmittag war sie in Nürnberg und München anberaumt. Weitere Aktionen stünden in Hamburg, Hannover, Stuttgart und Karlsruhe an, kündigte Gewerkschafts-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann an. Die Aktion werde in weiteren Städten und auch auf dem Land weitergehen.

TRANSNET

Bahngewerkschaft weist Forderung nach Zerschlagung des Bahnkonzerns zurück

Die Bahngewerkschaft TRANSNET hat Forderungen des privaten Bahnunternehmens Connex nach einer Zerschlagung der Deutschen Bahn (DB) AG zurückgewiesen. Eine Debatte über die weitere Zukunft des Konzerns mache zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn, betonte die Gewerkschaft am Montag in Berlin. Ein Börsengang der Bahn AG sei nicht absehbar, und Wettbewerbsbehinderungen für die privaten Betreiber durch den Konzern seien nicht erkennbar. Der Chef des größten privaten Bahn-Konkurrenten Connex Regiobahn AG, Hans Leister, hatte sich in einem Interview mit dem "Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe) dafür ausgesprochen, die DB AG aufzuteilen und zu privatisieren.

Gegen Benachteiligung des umweltfreundlichen Verkehrsmittels

Transnet warnt vor Stilllegung von Bahnstrecken nach Hochwasser

Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet hat Überlegungen des Freistaates Sachsen, nicht alle von den Hochwasserfluten zerstörten Bahnstrecken wieder aufzubauen, scharf kritisiert. Solche Denkweisen seien "unbegreiflich", sagte Transnet-Vorsitzender Norbert Hansen. Gerade angesichts der zunehmenden Naturkatastrophen dürfe nicht der Verkehr auf der Straße gestärkt werden, der die Umwelt am meisten belaste. Statt dessen müsse die Schiene als ökologisch bester Verkehrsträger ausgebaut werden. Hansen betonte, dass ein Verzicht auf die komplette Wiederherstellung von Bahnanlagen "unweigerlich Arbeitsplätze kosten" werde.

Bahn-Gewerkschaft

TRANSNET kündigt wegen Überstunden Teile von Bahn-Tarifvertrag

Die Bahngewerkschaft TRANSNET hat den Arbeitszeit-Tarifvertrag für 160 000 Angestellte von den derzeit 214 000 Beschäftigten der Deutschen Bahn AG teilweise zum 31. März gekündigt. Die Gewerkschaft will erreichen, dass fast 14 Millionen aufgelaufene Überstunden bei der Bahn kurzfristig abgebaut werden. TRANSNET-Vorsitzender Norbert Hansen kündigte in Hamburg Gespräche mit dem Bahnvorstand an. Sollten die Verhandlungen aber zu keinem Ergebnis führen, müsse mit Arbeitskampfmaßnahmen gerechnet werden, fügte Hansen hinzu. 14 Millionen Überstunden entsprechen rund 7000 Vollzeit-Arbeitsplätzen, rechnete er vor. Ein Unternehmen, das sich Service und Sicherheit auf die Fahne schreibe, könne den Beschäftigten nicht unbegrenzt Überstunden zumuten, betonte Hansen. Die Gewerkschaft stelle sich neue Modelle auf 35-Stunden-Basis vor.

Bahn-Arbeit

Transnet verlangt Bahnwerker-Treffen im Kanzleramt

Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet warnt Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) davor, das wegen der Mazedonien-Entscheidung bei seiner Sommerreise gestrichene Treffen mit Bahnwerkern ganz fallen zu lassen. Die Gesprächszusage des Kanzlers mit Vertretern der von Schließung bedrohten vier sächsischen Bahnausbesserungswerke müsse kurzfristig eingelöst werden, forderte Transnet-Chef Norbert Hansen in der Chemnitzer "Freien Presse". Die Gewerkschaft erwarte, "dass die Betriebsräte im Kanzleramt gehört werden". Jede Woche zähle. Es würden bereits in den bundesweit acht Werken Aufträge gestrichen und Material abtransportiert.

Deutsche Bahn

Gewerkschaft Transnet will Warnstreiks verschärfen

Bei der Deutschen Bahn drohen neue Warnstreiks. "Wir werden die Proteste in der nächsten Woche verschärfen", kündigte der Sprecher der Gewerkschaft Transnet, Hubert Kummer, am Samstag im Radio FAZ 93,6 Berlin an. Dazu gehörten neue Warnstreiks und andere Aktionen. Hintergrund sind Pläne des Bahnvorstands, mehrere Instandhaltungswerke zu schließen. Dadurch sind laut Transnet rund 6.000 Arbeitsplätze gefährdet.