tschad

Multis gehen über Leichen

ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis

tschad Erstmals wehren sich tschadische Kleinbauern erfolgreich gegen die illegale Praxis des Einbehalts von 10% der Entschädigungszahlungen in der Erdölregion Doba. Die tschadische Organisation Public Interest Law Center (PILC) und dessen Anwältin Delphine Djiraibé, hatte im Namen von 13 Geschädigten Klage gegen einen Kantonschef in der Erdölregion Doba Klage eingereicht. Er wurde beschuldigt, 10% der jeweiligen Entschädigungszahlungen illegal einbehalten zu haben, die die Bauern von der Firma ESSO Tschad für Landnahme erhalten hatten. Wogegen die afrikanischen Kleinbauern sich jetzt noch wehren müssen, sind ESSO und der Egoismus sowie die Ignoranz der Bürger in den Industrienationen.

Ölförderung

Konzerninteressen vor Menschenrechtsschutz im Tschad?

Seit Juli 2003 wird im Tschad Erdöl gefördert und über eine 1100 Kilometer langen Pipeline an die Küste Kameruns transportiert. Das von einem Konsortium der Ölkonzerne Exxon Mobile, Chevron-Texaco und Petronas mit Hilfe der Weltbank durchgeführte größte Investitionsprojekt in Afrika hatte heftige Kritik durch Umweltschutz- und entwicklungspolitischen Gruppen hervorgerufen. Nun hat amnesty international einen Bericht veröffentlicht, der die kontroverse Diskussion wieder entfachen könnte. Er kommt nach der Analyse der Investitionsvereinbarungen zwischen dem Konsortium und den Regierungen von Tschad und Kamerun zu dem Schluss, dass diese auf Jahrzehnte den Menschenrechtsschutz in den beiden Ländern beeinträchtigen könnten.

Afrika

Auswärtiges Amt unterstützt Sudan-Flüchtlinge aus Darfur im Tschad

Das Auswärtige Amt hat dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) aus Mitteln der humanitären Hilfe 451.800 Euro zur Verfügung gestellt. Mit den Mitteln wird ein Projekt des DRK im östlichen Tschad zur Basisgesundheitsversorgung für Flüchtlinge aus der Darfur-Region im Sudan unterstützt. Die Hilfsmaßnahmen werden rund 20.000 Menschen zugute kommen.

Grenzregion zwischen Sudan und Tschad

Regenzeit erschwert humanitäre Hilfe im Sudan

Die ersten Regenfälle im Osten des Tschad erschweren die humanitäre Hilfe für die etwa 200.000 sudanesischen Flüchtlinge in der Grenzregion zwischen Sudan und Tschad. Das teilte die Hilfsorganisation Care mit. "Unter dem Sand liegt eine wasserundurchlässige Tonschicht. Allein ein 45-minütiger Regen hat gestern trockene Flußbetten, sogenannte Wadis, in reißende Flüsse verwandelt.", so Edith Wallmeier, Nothilfe-Koordinatorin von Care Deutschland. So verlangsame die jetzt beginnende Regenzeit die humanitäre Hilfe enorm. In nur zwei bis drei Wochen würden die Straßen im Osten des Tschad unpassierbar werden. Derzeit suchen im Tschad über 200.000 Flüchtlinge aus dem Sudan Zuflucht vor den anhaltenden Massakern der arabischen Janjaweed-Milizen in der Region Darfur.

Die Zeit wird knapp

Welthungerhilfe fordert sofortigen Stopp der Vertreibungen in den Tschad

Die deutsche Hilfsorganisation Welthungerhilfe fordert den sofortigen Stopp der Vertreibungen der Menschen aus der Krisenregion Darfur. Immer mehr Menschen suchen Zuflucht im Nachbarland Tschad. Rüdiger Ehrler, Projektleiter der Deutschen Welthungerhilfe erklärt: "Hält diese Entwicklung an, ist das seit Wochen von den Übergriffen bewaffneter Reitermilizen heimgesuchte Gebiet bald menschenleer." Damit hätte die sudanesische Regierung ihr Ziel erreicht. Von internationaler Seite müsse stärkerer Druck auf die Regierung in Khartum ausgeübt werden, die internationalen Hilfsorganisationen bisher verbietet, rund eine Million Flüchtlinge in der Region Darfur mit dringend benötigten Nahrungsmitteln zu versorgen.

Sudan

Sofortiger Stopp der Vertreibungen in den Tschad gefordert

Immer mehr Menschen aus der sudanesischen Krisenregion Darfur suchen Zuflucht im Nachbarland Tschad. "Hält diese Entwicklung an, ist das seit Wochen von den Übergriffen bewaffneter Reitermilizen heimgesuchte Gebiet bald menschenleer. Damit hätte die sudanesische Regierung ihr Ziel erreicht", erklärt Rüdiger Ehrler, Projektleiter der Deutschen Welthungerhilfe. Von internationaler Seite müsse stärkerer Druck auf die Regierung in Khartum ausgeübt werden, die internationalen Hilfsorganisationen bisher verbietet, rund eine Million Flüchtlinge in der Region Darfur mit dringend benötigten Nahrungsmitteln zu versorgen, so Ehrler, der vor zwei Tagen aus der Krisenregion zurückgekehrt ist.

Afrika

Lage der Flüchtlinge im Tschad verschlechtert sich

Seit Anfang Dezember sind mehr als 26.000 Flüchtlinge im Osten des Tschad angekommen. Die Menschen fliehen aus der nordsudanesischen Provinz Darfur, wo Regierungstruppen und Rebellen in immer heftigere Auseinandersetzungen verstrickt sind. Mitarbeiter der Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN berichten, dass die humanitäre Lage der Flüchtlinge verzweifelt ist. "Die Lebensbedingungen sind unglaublich hart für die Neuankömmlinge", erklärt Sonia Peyrassol, Koordinatorin von ÄRZTE OHNE GRENZEN. Viele Flüchtlinge in seien in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand, vor allem die Kinder.

Erdölförderung

Ölprojekt Tschad-Kamerun für Waffen statt Entwicklung missbraucht

Am 10.10.2003 wurde mit einem Staatsakt in Komé, Tschad, der Beginn der Ölförderung in diesem Land gefeiert. Die Ausbeutung der drei Ölfelder Komé, Miandoum und Bolobo sollen dem Tschad in den nächsten 25 Jahren etwa 2 Millarden US-Dollar Einnahmen bringen. Auf dem Papier sollen 95 Prozent dieser Einnahmen in die Armutsbekämpfung investiert werden, also in Bildung, Infrastruktur und Gesundheitswesen. Ob dies so geschieht, scheint zweifelhaft. Die Kontrollgremien sind de facto nicht sehr einflußreich. Die Regierung des Tschad hat einen wesentlichen Teil der ersten Öleinnahmen bereits für Waffenkäufe verwendet, teilt die AG Erdölprojekt der Nichtregierungsorganisationen mit.

Menschenrechtspreis verliehen

Anwältin im Tschad erhält "Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsverteidiger"

Am Mittwoch wurde bei einem Treffen von Menschenrechtsorganisationen in Dublin bekannt gegeben, dass die tschadische Rechtsanwältin Jacqueline Moudeina den "Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsverteidiger" erhält. Diese hohe Auszeichnung erhält die Anwältin für ihre mutige Vertretung der Opfer des im senegalesischen Exil lebenden Ex-Diktators Hissène Habré (1982-90) und seiner Folterknechte, die zum großen Teil heute noch im Amt sind. Das Referat Menschenrechte im Diakonischen Werk der EKD und "Brot für die Welt" freuen sich besonders über diese Auszeichnung, da sie die Arbeit der Menschenrechtlerin seit vielen Jahren unterstützen.