unfall
Gasunfall vor schottischer Küste
Gas-Leck auf Total-Plattform - Flammen in der Nordsee
Der Unfall auf der Gasförderplattform Elgin in der Nordsee, östlich von Aberdeen, nimmt ein immer bedrohlicheres Ausmaß an. Der Betreiber Total hat seine 268 Arbeiter von der Plattform evakuiert. Auch Shell hat damit begonnen, Arbeiter von den naheliegenden Förderplattformen in Sicherheit zu bringen. Die Behörden sind in höchster Alarmbereitschaft. Der WWF schlägt seinerseits Alarm, dass das Ökosystem der Nordsee durch das Austreten von Schwefelwasserstoff getränktem Gas, Kohlenwasserstoffen (Co2) und Kondensaten empfindlich gestört werden könnte. Dieser, wie auch der Vorfall der Ölförderplattform Gannet Alpha im Sommer 2011, zeigten, dass die rund 400 Förderanlagen allein im britischen und norwegischen Sektor technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand und damit stark gefährdet seien, ähnliche Vorfälle zu provozieren. Hysterie oder eine ernst zu nehmende Gefahr?
621 Tote am Arbeitsplatz
2007 fast eine Million Arbeitsunfälle und 1,4 Millionen verunglückte Schüler
Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) stieg im vergangen Jahr die Zahl der Arbeitsunfälle um 1,2 Prozent auf 959.714. Die Zahl beruht auf Meldungen der Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger. Im Schnitt waren es 26,8 Unfälle pro 1000 Vollzeitbeschäftigte, so DGUV-Geschäftsführer Joachim Breuer am Dienstag (10. Juni) bei der Vorstellung der Jahresbilanz in Berlin. Breuer zufolge gab es im vergangenen Jahr zudem 1,38 Millionen Schulunfälle, 2006 waren es 1,40 Millionen.
Austritt von Primärkühlmittel
EU löste wegen Atom-Zwischenfall in Slowenien europaweiten Alarm aus
Im slowenischen Atomkraftwerks Krsko hat es am 4. Juni einen Zwischenfall im Kühlsystem gegeben. Aus dem Primärkreis des Druckwasser-Reaktors, der mit nur zwei Kühlkreisläufen ausgestattet ist, ist offenbar Kühlmittel ausgetreten. Der Störfall ereignete sich nach EU-Angaben um 17.38 Uhr. Die EU-Kommission in Brüssel hatte über das Frühwarnsystem für nukleare Zwischenfälle europaweiten Alarm ausgelöst. Zunächst hieß es am 4. Juni, das Kraftwerk arbeite noch auf 22 Prozent seiner Kapazität. Am Abend teilte der Sprecher von EU-Energiekommissar Andris Piebalgs mit, das Atomkraftwerk sei abgeschaltet. Das ersten Programm des slowenischen Fernsehens berichtete, beim Herunterfahren der Motoren im Zuge einer Routine-Wartungsarbeit sei Kühlwasser ausgetreten. Das Kühlwasser des Primärkreises von Druckwasserreaktoren ist meist nicht frei von Radioaktivität. Außerhalb der Anlage sind offiziellen Angaben zufolge keine radioaktiven Freisetzungen zu befürchten. "Es gibt keine Auswirkungen auf die Umwelt und wir erwarten auch keine", sagte der Leiter der slowenischen Atomaufsichtbehörde, Andrej Stritar.
941 Fälle
Tödliche Arbeitsunfälle nahmen laut Statistik um 9 Prozent zu
Die Zahl der Arbeitsunfälle ist 2006 nach Jahren des Rückgangs erstmals wieder gestiegen. Wie aus einer Unterrichtung der Bundesregierung vom 31. Januar hervorgeht, wurde bei den tödlichen Arbeitsunfällen ein Anstieg um neun Prozent auf 941 Fälle verzeichnet. Insgesamt erhöhte sich die Zahl meldepflichtiger tödlicher sowie nicht-tödlicher Arbeitsunfälle im Jahr 2006 um rund 18.000, was einem Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Atomenergie
Harmlosigkeit des Generatorschadens im AKW Gundremmingen bezweifelt
Seit wenigen Tagen teilen die Betreiber des AKW Gundremmingen mit, dass der Block C des AKW Gundremmingen seit dem 05.08.04 stillstehe. Ein Schaden am Generator erfordere einen Austausch des Bauteils. Eine Gefahr für Personal und für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, so die Pressesprecherin des AKW, Frau Simone Rusch. Die Ulmer Ärzteinitiative bezweifelt diese Darstellung. Ein defekter Generator könne nach ihrer Meinung die Turbine zerstören und damit zum Austreten riesiger Mengen radioaktiven Dampfes führen.
Arbeitsunfälle auf Rekordtief
4, 9 Prozent weniger Todesfälle im Jahr 2003
Die offiziellen Arbeitsunfälle sind im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gefallen. Wie am Montag der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) in Berlin mitteilte, wurden 2003 insgesamt 871 145 meldepflichtige Arbeitsunfälle registriert im Vergleich zu 973 540 im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 10,5 Prozent. 735 Personen kamen 2003 bei Arbeitsunfällen ums Leben. Das sind 4,9 Prozent weniger als im Jahr davor. Damals wurden 773 tödliche Unfälle registriert.
Nordkorea
Schnelle internationale Hilfe für die Opfer des Zugunglücks von Ryongchon
Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe in Nordkorea bereiten Hilfsmaßnahmen für die Opfer des Zugunglücks im Norden des Landes vor. "Wir haben überraschend schnell die Genehmigung des staatlichen Komitees für Katastrophenhilfe, um uns ein eigenes Bild über die Lage am Unglücksort zu machen", erklärt Ralph Gust-Frenger, Regionalkoordinator der Deutschen Welthungerhilfe in Pjöngjang.
Leiharbeit in der Uranfabrik RBG-Siemens in Hanau
Atomopfer Michael Weber gestorben
Michael Weber, der sich selbst als "Atomopfer" bezeichnet und einen gleichnamigen Verein gegründet hatte, ist am 17. September nach langer schwerer Krankheit gestorben. Er initiierte den Verein Atomopfer e.V. als Zusammenschluss von Strahlenopfern. "Sein Leben war ein langer Kampf gegen die Folgen eines Arbeitsunfalls bei der Firma Siemens", schreibt das Vorstandsmitglied des Vereins Michael Löffler in einer Pressemitteilung. Einen Prozess gegen Siemens konnte Weber aus finanziellen Gründen nicht zu Ende führen. "Siemens hat meine finanzielle Notlage gut genutzt um diesen Prozess, der die Skrupellosigkeit der Atomindustrie an meinem Fall exemplarisch beweisen sollte, schnell zu beenden, ohne mich auch nur mit einer Mark zu entschädigen", schrieb Micheal Weber auf seiner Website.
Chinesischer Frachter gesunken
Ölteppich in der Ostsee driftet nach Norden
Nach dem Untergang des chinesischen Frachters Fu Shan Hai, zieht der Ölteppich weiter in Richtung Norden. Das ausgetretene Öl bedrohe jetzt auch die besonders sensible schwedische Felsküste, berichten WWF-Beobachter vor Ort. Die felsigen Strände gelten als besonders sensibles Gebiet und sind schwer zu säubern. Derweil beginnt die Suche nach den Ursachen und Schuldzuweisungen zwischen den zuständigen Behörden in Dänemark und Schweden.
Ermittlungen zu Brand im Nachtzug dauern an
Feuerwehrverband: Rauchmelder im Zug könnten Brandopfer verhindern
Ralf Ackermann, der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) plädierte nach dem Brand im Nachtzug von Paris nach München mit zwölf Toten und neun Verletzten für die Ausstattung der Züge mit Rauchmeldern: "Bei allen noch offenen Fragen zum Feuer im Nachtzug Paris-Wien bleibt festzuhalten, dass Rauch für Menschen die größte Gefahr bei einem Brand darstellt. Dieses Risiko kann nur durch eine schnelle Brandentdeckung verringert werden. Rauchmelder bieten die Gewähr für eine schnelle Branderkennung und lückenlosen Schutz."
Explosionen in Pullacher Chemiefabrik
Unfall verursacht Schaden in Millionenhöhe
In der Fabrik Peroxyd-Chemie in Pullach bei München hat es am frühen Dienstagmorgen mehrere Explosionen gegeben. Dabei flog eine Produktionshalle in die Luft. Die Polizei und das Unternehmen schätzten den Schaden auf "mehrere Millionen Euro". Menschen wurden weder im Werk noch bei den Löscharbeiten oder in der Nachbarschaft verletzt. Die Unfallursache blieb zunächst noch unklar. Ein Polizeisprecher sagte, es werde nicht von Brandstiftung, sondern von einem Unfall ausgegangen.
Ursachen des Zugunglücks in Niedersachsen
Schlamperei und Bremsversagen
Bremsversagen und Schlamperei sind offenbar die Ursachen des schweren Zugunglücks bei Bad Münder in Niedersachsen. Dies ergebe sich aus der Schilderung des Lokführers, der den Güterzug mit der gefährlichen Ladung gesteuert hat, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" am Freitag. Demnach ist bei einer Kontrolle übersehen worden, dass die Bremsen bei Wagen des Gefahrguttransports defekt waren. Bei dem Unfall vergangene Woche war durch den Zusammenstoß zwischen zwei Güterzügen giftiges Epichlorhydrin freigesetzt worden. Hunderte Menschen hatten sich danach offensichtlich mit Vergiftungserscheinungen bei den Behörden gemeldet.
Unfallbilanz
Sinkende Zahl von Verkehrstoten ist kein Grund zur Beruhigung
Der Verkehrsclub Deutschland sieht anlässlich der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Unfallzahlen für den Straßenverkehr keinen Grund zur Entwarnung. Zwar sei die Zahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr um sieben Prozent gesunken. Doch hätten damit immer noch knapp 7000 Menschen bei Unfällen ihr Leben verloren. Außerdem überlebten heute dank Sicherheitsgurten, Airbags und Unfallmedizin mehr Menschen oft schwer verletzt. Angesichts der vielen Einzelschicksale, die dahinter stünden, bestehe dringender Anlass zu handeln. Die hohe Zahl der Verletzten mache deutlich, welch dramatische Dimension Verkehrsunfälle nach wie vor für die betroffenen Menschen hätten.
BAYER-Säureunfall
Abpumparbeiten am Tanker verzögern sich weiter
Die Abpumparbeiten am auf dem Rhein bei Krefeld havarierten Tanker verzögern sich weiter. Feuerwehr und Bergungsteam berieten am Freitag erneut über die Bergung des Schiffes, wie ein Sprecher der Stadt Krefeld mitteilte. Problematisch sei, dass die noch mit mehr als 1.000 Tonnen Salpetersäure beladenen Tanks des Frachters synchron abgepumpt werden müssten und gleichzeitig der Frachter zu heben sei. Die Arbeiten könnten nach Angaben des Sprechers bis zu zwei Wochen dauern.
Zugunglück
82 Menschen wurden beim Zugunglück schwer verletzt
Bei einem Zusammenstoß zweier Regionalzüge in Enzisweiler am Bodensee sind 82 Menschen verletzt worden. Unter den Reisenden seien zahlreiche Schulkinder sowie Pendler gewesen, teilte die Polizei in Kempten mit.
Einmaliger Unfall
Brennelement in Atomkraftwerk Biblis abgestürzt
Im hessischen Atomkraftwerk Biblis gab es einen Vorgang, der in der Bundesrepublik einmalig ist. Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers RWE sprach von einem "Pilot-Ereignis". Beim Versuch, Brennstäbe im Block B des Kraftwerks für den Transport in die Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague umzuladen, brach der Kopf eines Brennelementes ab, der Stab fiel etwa 50 Zentimeter nach unten und blieb auf der Oberkante des Lagergestells hängen. Der Vorfall wird nach den deutschen Meldekategorien als "Eilt" eingestuft. Es handelt sich also um keine Kleinigkeit.
Polizei
US-Militär verursachte Zugunglück in der Oberpfalz
Nach Ermittlungen der Polizei ist das Zugunglück am Freitag in Gressenwöhr in der Oberpfalz durch den Fahrer des US-Militärlastwagens verschuldet worden. Dies ergab die Vernehmung der Beifahrerin, die sich mit einem Sprung aus dem Führerhaus hatte retten können. Wie die Polizei in Amberg am Dienstag mitteilte, war der 29-Jährige trotz des blinkenden Rotlichts auf der linken Fahrbahnseite auf den Bahnübergang gefahren. In der Mitte des Übergangs lenkte er das Fahrzeug wieder nach rechts. Durch die sich senkenden Halbschranken wurde der Truck auf dem Bahnübergang eingekeilt.
Polizei
Zugunglücke waren nicht Schuld der Bahn
An den beiden schweren Zugunglücken in Bayern trägt die Bahn keine Schuld. Ein Gutachten zum Unfall mit vier Toten vom Freitagabend im schwäbischen Tapfheim habe eindeutig ergeben, dass die Bahnanlage intakt gewesen sei, sagte ein Sprecher der Polizei Dillingen am Samstag. Vermutlich habe der Fahrer das rote Blinklicht der Warnanlage wegen der tief stehenden Sonne nicht gesehen. Beim Überqueren des unbeschrankten Bahnübergangs war das Auto einer vierköpfigen Familie von einem Regionalzug erfasst und zertrümmert worden. Auch bei dem Zugunglück im oberpfälzischen Vilseck gibt es den Angaben zufolge keine Hinweise darauf, dass der Zugführer Schuld oder die Bahnanlage nicht in Ordnung war. Allerdings müsse noch das endgültige Ergebnis der Untersuchungen abgewartet werden, sagte ein Sprecher der Polizei.
Verkehr
Schwere Zugunglücke in Deutschland
Die Bahn ist das sicherste Verkehrsmittel. Eisenbahn-Gewerkschafter kritisieren jedoch seit Jahren, dass es durch den Personalabbau und Kostensenkungsprogrammen bei der Deutsche Bahn AG zu einem Abbau an Sicherheit kommt. Wir dokumentieren die schwersten Zugunglücke in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren.
Chemie-Unfall
Konzentrierte Schwefelsäure ausgetreten
Bei einer Chemiefirma in Frankfurt-Hoechst ist es gestern Abend zu einem Unfall gekommen. Der Austritt von konzentrierter Schwefelsäure (Oleum) bei der Firma Grillo im Industriepark Frankfurt-Hoechst sei aber nach zwei Stunden gestoppt worden, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Um 19:45 Uhr konnte für die Anwohner Entwarnung gegeben werden. Messungen hätten gezeigt, dass es keine gesundheitsgefährdenden Säurekonzentrationen in der Luft gegeben habe.
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