vogelgrippe

<<Wunderliche Welten>>

EHEC

Der Auf-erreger des Jahres 2011. Nach BSE, Vogelgrippe, Schweinegrippe und anderen Attacken aus der Welt der Mikroorganismen waren wir reichlich enttäuscht, dass der Krankheitskeim dieses Jahres so lange auf sich warten ließ. Seit sich die Infektion durch den Krankheitserreger Enterohämorrhagisches Escherischia coli Typ 41 weiter ausbreitet, überlege ich unentwegt, von welchem Pharmariesen Aktien zu kaufen wären. Tipps werden gerne noch angenommen, da ich, in absehbarer Zeit, dermaßen viel Geld mit dieser Kolumne verdienen werde, dass ich nicht mehr wissen werde, wohin damit.

Massentierhaltung

"Geflügelpest" oder "Vogelgrippe"?

Nachdem in Ungarn und England die gefährlichen Viren vom Typ H5N1 "in hermetisch abgeriegelten Geflügelmastbetrieben" aufgetaucht sind, sieht der Naturschutzverband NABU darin ein starkes Indiz dafür, dass vermutlich nicht Wildvögel, sondern die industrielle Massentierhaltung Schuld an der Verbreitung des Virus habe. Man solle daher nicht länger von "Vogelgrippe" sprechen, sondern zur ursprünglichen Bezeichnung "Geflügelpest" zurückkehren, fordert die Organisation. Denn die Bezeichnung Vogelgrippe habe massiv dazu beigetragen, die öffentliche Aufmerksamkeit wie auch die Suche nach den Virenträgern in erster Linie auf Zugvögel, die die Nutztiere anstecken würden, zu lenken, beklagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Statt "unter Hochdruck die potentiellen Ausbreitungs- und Übertragungswege in den Kreisläufen der industriellen Massentierhaltung und der globalen Geflügelzuchtindustrie aufzudecken", halte eine breite Koalition von Interessenvertretern an der Wildvogel-Hypothese fest.

Vogelgrippe

Geflügel muss ab 1. März wieder in den Stall

Um eine Einschleppung der Vogelgrippe durch Zugvögel zu vermeiden, darf das Geflügel in Deutschland erneut nicht mehr ins Freie. Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) kündigte am Freitag in Berlin eine Stallpflicht ab 1. März an. Die Verordnung solle für mindestens zwei Monate gelten und könne bei verschärfter Gefahrenlage gegebenenfalls auch früher in Kraft gesetzt werden, so Seehofer. Kritik kam vom Naturschutzbund (NABU). Durch die Anordnung sei mit einer weiteren Konzentration der Geflügelhaltung im agrarindustriellen Sektor zu rechnen. Das Bundesinstitut für Tiergesundheit sieht im illegalen Import von Geflügel und Geflügelprodukten die Hauptgefahr für die Ausbreitung der Seuche. Unterdessen dämpften Experten die Hoffnung, durch Impfungen einen raschen Schutz gegen eine Pandemie zu erreichen.

EU-Importverbot

Bundesamt schätzt Vogelgrippe-Gefahr durch Zugvögel als gering ein

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hält die Einschleppung des gefährlichen Vogelgrippe-Erregers H5N1 durch Zugvögel nach Deutschland für unwahrscheinlich. Die aus Asien kommenden und hierzulande rastenden Zugvögel seien "bereits auf dem Weg in den Süden", sagte Bundesamtssprecher Franz August Emde am Montag in Bonn. Das Risiko sei "eher gering", dass Zugvögel zu Beginn dieses Winters die hoch ansteckende Form des Virus noch nach Deutschland brächten. Bedeutend größer sei dagegen das Risiko, dass das Virus durch illegale Importe von Wildvögeln verbreitet werde.

Türkei & Rumänien

Bauernpräsident fordert wegen Vogelgrippe schärfere Grenzkontrollen

Der Deutsche Bauernverband fordert angesichts des möglichen Vorrückens der Vogelgrippe nach Europa schärfere Kontrollen an den deutschen Grenzen. "Die Schutzmaßnahmen an Flughäfen und Grenzstationen sollten verstärkt werden", sagte Verbands-Präsident Gerd Sonnleitner der "Berliner Zeitung". Neben der Übertragung durch Zugvögel sei auch der internationale Handel mit Geflügel eine Gefahrenquelle.

Vogelgrippe

EU-Importstopp für Geflügel aus USA

Die EU-Kommission verhängt wegen des Auftretens der Vogelgrippe in Texas einen sofortigen Importstopp für lebendes Geflügel und Eier aus den USA. Die US-Behörden hätten die Kommission am Vorabend über den Ausbruch der hoch ansteckenden Tierkrankheit informiert. "Seit 1983/84 ist es das erste Mal, dass solche hoch pathogenen Vogelgrippe-Erreger in den USA aufgetaucht sind", so Ron DeHaven vom US Department of Agriculture.

Vogelgrippe

Wirksames Medikament längst auf dem Markt?

Nach Angaben von Australischen Forschern der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organsisation (CSIRO) ist das Medikament Relenza in der Lage, die Ausbreitung des Virus H5N1 im Körper zu stoppen. Der Virus H5N1 ist für die Vogelgrippe verantwortlich. Relenza wird mit einem speziellen Inhalator eingenommen und ist bereits seit 1999 auf dem Markt. Es soll gegen andere Influenza-Viren wirken und ist auch in deutschen Apotheken erhältlich. Nach Angaben der CSIRO-Forscher konnte der Wirkstoff von Relenza, Zanamivirium, in 80 Prozent der Fälle die Verbreitung des Virus im Körper verhindern und darüber hinaus auch die Symptome von bereits Infizierten lindern. Einen ähnlichen Schutz bietet Tamiflu. Dieses Präparat ist ebenfalls in deutschen Apotheken zu erhalten. Beide Medikamente sind verschreibungspflichtig

Hühnerseuche

Vogelgrippe verursacht Massentötungen

Die Welttierschutzgesellschaft (WSPA), ein weltweites Bündnis von Tierschutzorganisationen, verurteilt das Massentöten von Hühnern als Folge der Vogelgrippe. Mit der Schlachtung von Millionen Hühnern soll die Ausbreitung der Seuche verhindert werden. Es sei "unvorstellbar grausam", wie zur Zeit Millionen Hühner getötet würden, so die Tierschützer. Viele der Tiere würden lebend begraben werden. Oft hätten die eingesetzten Kräfte kaum oder überhaupt keine Erfahrung im Umgang mit Hühnern, geschweige denn mit dem Schlachten.