warnstreik
DJV - TARIFINFO
Bayern: Redakteure und Drucker streiken gemeinsam
Für faire und angemessene Tarifgehälter und gegen den Sparwahn der Verleger haben bei mehreren bayerischen Tageszeitungen Journalisten und Drucker gemeinsam gestreikt. So etwa heute in Aschaffenburg. An dem Warnstreik beim Aschaffenburger Main-Echo beteiligten sich mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen aus Redaktion, Druck und Druckvorstufe. „Wollt Ihr Verleger sein oder Ausbeuter?“ fragte der Bayerische Journalisten-Verband auf einem Transparent. Und ein anderes machte klar: „Wer Dumpingtarife sät, kann keinen Qualitätsjournalismus ernten.“
Tarifstreit ohne Ergebnis
Tausende Ärzte im Warnstreik
Mehrere Tausend Klinikärzte in Deutschland haben sich am Donnerstag nach Angaben des Marburger Bundes (MB) an einem eintägigen Warnstreik beteiligt. Sie wollten damit gegen die aus ihrer Sicht schleppend verlaufenden Tarifverhandlungen für die insgesamt 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern protestieren. Auch die vierte Verhandlungsrunde in Wiesbaden blieb ohne Einigung. Ein von der Arbeitgeberseite am Nachmittag vorgelegtes Angebot lehnte die Ärztegewerkschaft als "enttäuschend und unbefriedigend" ab. Die Verhandlungen sollen Anfang April fortgesetzt werden. Bundesweit folgten Mediziner an mehr als 200 kommunalen Kliniken dem Aufruf zum Warnstreik. Eine Notfallversorgung war nach Angaben des MB aber überall garantiert gewesen.
Schulschließungen
Sächsische Lehrer legen mit Warnstreik Schulbetrieb lahm
Mit einem landesweiten Warnstreik haben Lehrer am Dienstag den Schulbetrieb in Sachsen lahm gelegt. Rund 90 Prozent der 18 000 Lehrer an weiterführenden Schulen hätten sich an den Arbeitniederlegungen beteiligt, sagte die Vize-Landeschefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Uschi Kruse. Darüber hinaus hätten auch bis zu 40 Prozent der Grundschullehrer ihre Arbeit niedergelegt. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kultusministerium und Pläne zu umfangreichen Schulschließungen angesichts sinkender Schülerzahlen.
Warnstreik
Bahn will ihren Mitarbeitern entgegenkommen
Die Deutsche Bahn hat nach weiteren Warnstreiks der Bahnbeschäftigten Entgegenkommen im festgefahrenen Tarifstreit signalisiert. Sie werde bei der Fortsetzung der Tarifverhandlungen "am Donnerstag ihr Angebot konkretisieren", kündigte Personalvorstand Norbert Bensel am Montag in Berlin an. Das Ende der Sanierungsphase bei der Bahn sei "erstmals konkret absehbar", fuhr der Personalchef fort. Die Bahn erkläre sich daher "heute schon bereit, die Mitarbeiter dann angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen", wiederholte er einen Vorschlag von Bahnchef Hartmut Mehdorn.
Warnstreiks
Lufthansa und ver.di wollen wieder miteinander reden
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Deutsche Lufthansa wollen ihre am Dienstagabend abgebrochenen Tarifgespräche in der letzten Januarwoche wieder aufnehmen. Ein genauer Termin stehe derzeit aber noch nicht fest, sagte der stellvertretende Landesbezirksleiter von ver.di Hessen, Gerold Schaub, am Donnerstag in Frankfurt am Main. Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte die Angaben. Schaub zufolge wird es bis dahin keine weiteren Warnstreiks geben.
Tarifkampf
Warnstreiks im Öffentlichen Dienst für Lohnangleichung West-Ost
Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben in mehreren Bundesländern ihre Warnstreiks fortgesetzt. Am Dienstagmorgen legten sie für mehrere Stunden die Arbeit nieder, um der Forderung der Gewerkschaft ver.di nach einer Gehaltserhöhung von deutlich mehr als drei Prozent für die knapp drei Millionen Arbeiter und Angestellten Nachdruck zu verleihen. Im Osten verlangt die Gewerkschaft zudem die Angleichung der Einkommen an das Westniveau bis zum Jahr 2007. Die Arbeitgeber bestehen wegen der knappen öffentlichen Kassen auf einer Nullrunde.
Öffentliche Sparmaßnahmen
Öffentlicher Dienst beginnt zweite Warnstreikwelle gegen Nullrunde
Im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes sind am Freitag in mehreren Bundesländern weitere Warnstreiks gestartet. Schwerpunkte sind nach dem Auftakt am Donnerstag diesmal Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di werden sich allein in Nordrhein-Westfalen rund 30 000 Beschäftigte an den Aktionen beteiligen.
Vierte Runde der Tarifverhandlungen
Mehr als 10.000 Telekom-Beschäftigte im Warnstreik
Parallel zur vierten Tarifrunde bei der Deutschen Telekom hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Donnerstag ihre Warnstreiks ausgeweitet. Nach Angaben eines ver.di-Sprechers befanden sich bundesweit mehr als 10.000 Arbeitnehmer im Ausstand. Allein vor dem Verhandlungsort im Berliner Hotel Estrel versammelten sich rund 5.000 Telekom-Mitarbeiter aus mehreren Bundesländern zu einer Kundgebung, um der Forderung nach einer Anhebung der Entgelte um 6,5 Prozent Nachdruck zu verleihen. Die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft für die bundesweit 120.000 Telekom-Beschäftigten wurden am Vormittag aufgenommen.
Tarifstreit bei Post, Telekom und Bau
Warnstreiks und Urabstimmung
Kurz vor Beginn der vermutlich entscheidenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Deutschen Post hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Montagmorgen ihre Warnstreiks fortgesetzt. Mit Beginn der Frühschicht legten nach ver.di-Angaben rund 700 Briefträger in mehreren Zustellstützpunkten in Nordrhein-Westfalen die Arbeit nieder. Von den Aktionen betroffen waren den Angaben zufolge Bochum, Moers, Düsseldorf, Münster, Iserlohn, Köln, Hürth, Siegen und Haan. Ver.di fordert für die rund 240 000 Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Post hat für diese Gesprächsrunde ein erstes Angebot angekündigt.
Tarifstreits
Warnstreiks am Bau begonnen, Stahlverhandlungen dauern an
Mehr als 40 000 Bauarbeiter beteiligen sich seit Freitagmorgen an den bundesweiten Warnstreiks der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau). Auf rund 2500 Baustellen hätten Beschäftigte der Branche für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt, sagte der IG-BAU-Vorsitzende Klaus Wiesehügel am Freitag in Berlin. Mit dieser hohen Beteiligung seien all diejenigen "Lügen gestraft worden, die in den vergangenen Tagen mangelnde Streikbereitschaft der Kumpels vom Bau herbeireden wollten", sagte Wiesehügel. Die Bereitschaft der Bauarbeiter zum Arbeitskampf sei vorhanden. "Wir müssen jetzt zeigen, dass wir uns wehren können", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende.
Bisher über 500 000 dabei
Weitere Warnstreiks in der Metallbranche
Die bundesweiten Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie sind am Freitag fortgesetzt worden. Nach Gewerkschaftsangaben legten bis zum frühen Nachmittag bundesweit über 42 000 Arbeitnehmer befristet die Arbeit nieder. Seit Beginn der Warnstreiks wurden damit insgesamt 524 000 Arbeitnehmer bei kurzfristigen Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Demonstrationen gezählt. In den Bezirken Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gingen die Tarifverhandlungen in die nächste Runde. Mit einem möglichen Durchbruch ist möglicherweise am Montag oder in der kommenden Woche zu rechnen, wenn sich im Pilotbezirk Baden-Württemberg die Tarifparteien zu ihrer sechsten Runde treffen.
Gewerkschaft
IG-Metall-Vize Peters kündigt bundesweite Warnstreiks an
Mit der ersten bundesweiten Warnstreikwelle der diesjährigen Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ist in der kommenden Woche zu rechnen. Aus der Tarifrunde der Verhandler werde jetzt eine Tarifbewegung der Mitglieder, sagte der 2. Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters vor Demonstranten aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Wenn die Argumente am Verhandlungstisch nicht ausreichten, würden sie aus den Betrieben und vor die Werktore getragen. Warnstreiks und Arbeitskampf seien die letzten Mittel der Arbeitnehmer, um sich zu wehren. Die Gewerkschaft drohe nicht mit Streiks. Die Arbeitnehmer seien von Einkommensverlust und Entlassung bedroht.
Neues Tarifsystem geplant
IG Metall weitet Warnstreiks aus
In der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Dienstag ihre Warnstreiks wie angekündigt ausgeweitet. Die Aktionen der Gewerkschaft konzentrierten sich auf die Tarifbezirke Bayern und Niedersachsen und sollen in der kommenden Woche bundesweit noch verstärkt werden. Die Verhandlungen über die Tariferhöhung werden zusätzlich erschwert durch den von beiden Seiten gewollten Einstieg in den gemeinsamen Entgeltrahmenvertrag (ERA) für Arbeiter und Angestellte. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet am Ende einen Kompromiss mit einer Drei vor dem Komma.
Deutsche Bahn
Gewerkschaft Transnet will Warnstreiks verschärfen
Bei der Deutschen Bahn drohen neue Warnstreiks. "Wir werden die Proteste in der nächsten Woche verschärfen", kündigte der Sprecher der Gewerkschaft Transnet, Hubert Kummer, am Samstag im Radio FAZ 93,6 Berlin an. Dazu gehörten neue Warnstreiks und andere Aktionen. Hintergrund sind Pläne des Bahnvorstands, mehrere Instandhaltungswerke zu schließen. Dadurch sind laut Transnet rund 6.000 Arbeitsplätze gefährdet.
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