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Hunderte Verdachtsfälle, 17 Tote

EHEC | Ärzte haben Erbgut des Erregers entschlüsselt

Wie nun bekannt gegeben wurde ist es Experten des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf in Zusammenarbeit mit chinesischen Kollegen erfolgreich gelungen, das Erbgut des gefährlichen Darmbakteriums EHEC zu entschlüsseln. Ein immens wichtiger Schritt, denn hierzulande gibt es bereits hunderte von Verdachtsfällen und 17 Todesfälle.

Welt-Aids-Tag

Angeblich weniger Mittel gegen Aids, Tuberkulose und Malaria

Am Dienstag wurde in Berlin der jährliche HIV/Aids-Bericht der Vereinten Nationen (UNAIDS) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Aktionsbündnis gegen AIDS sieht in dem aktuellen Statusbericht ein Alarmsignal, das auch die Bundesregierung endlich aufrütteln sollte. Der Bericht zeige, so Christel Rüder, Sprecherin des Aktionsbündnis, dass die Finanzierung noch immer eine zentrale Schwachstelle sei. Von 18,1 Milliarden US-Dollar, die nach UNAIDS-Schätzungen im Jahr 2007 gebraucht würden, seien aktuell nur 10 Milliarden US-Dollar zugesagt. Die Koalition plane, die Mittel für Aids, Tuberkulose und Malaria zu kürzen.

Problem Raucherlunge

WHO-Studie zu Atemwegserkrankungen

Immer mehr Menschen leiden unter einer Raucherlunge. Jährlich steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die Zahl der Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) am Montag mitteilte.

Kein Filter gegen Ruß

Proteste gegen starre Haltung der Autoindustrie

Aus Protest gegen Bundeskanzler Gerhard Schröders Verharmlosung der Gefahren durch Dieselruß und die starre Haltung der Autoindustrie haben Greenpeace-Aktivisten am heutigen Donnerstag vor der SPD-Zentrale protestiert. Die deutsche Autoindustrie weigert sich bislang strikt, serienmäßig Rußfilter in ihre Fahrzeuge einzubauen. Gestern wandte sich der Kanzler gegen Belastungen für die Industrie und forderte, jetzt "beim Verbraucher Ruhe und Vertrauen zu schaffen". Derweil beziffert eine neue von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Umweltprognose-Instituts in Heidelberg erstmals einen Teil des volkswirtschaftlichen Schadens von Dieselruß: Auf 2,5 Milliarden Euro beliefen sich jährlich die Kosten allein für Erkrankungen durch Dieselkrebs.

Non-Profit-Initiative

Mehr Forschung für Medikamente gegen vernachlässigte Krankheiten

Fünf renommierte Forschungs- und Gesundheitsinstitutionen haben am Donnerstag in Genf gemeinsam mit der internationalen Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN eine neue Non-Profit-Organisation zur Medikamentenforschung ins Leben gerufen. Die so genannte Drugs for Neglected Diseases Initiative (DNDi/Initiative für Medikamente gegen vernachlässigte Krankheiten) hat sich zum Ziel gesetzt, wirksame Arzneimittel gegen Krankheiten zu entwickeln, an denen vor allem Menschen in ärmeren Ländern leiden. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben ÄRZTE OHNE GRENZEN fünf weitere Institutionen aus Frankreich, Malaysia, Brasilien, Kenia und Indien.

Kulturelle Differenzen

WHO tagt zur Suizidprävention

Suizid und dessen Prävention sind die zentralen Themen einer Tagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die bis zum 4. Juli an der Griffith University im australischen Brisbane stattfindet. Insgesamt diskutieren Teilnehmer aus 14 verschiedenen Ländern über die aktuelle WHO-Studie "Suicide Prevention - Multisite Intervention Study on Suicide". In der Studie wird das Verhalten von Menschen, die sich das Leben nehmen untersucht und kulturübergreifend verglichen.

Gegen das Rauchen

WHO verabschiedet Anti-Tabak-Konvention

Die 192 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben die erste Anti-Tabak-Konvention verabschiedet. Die Anti-Tabak-Konvention gilt als das erste internationale Regelwerk im Gesundheitswesen. Die Konvention ruft damit alle Staaten zu umfassenden Beschränkungen in der Tabak-Werbung, der Förderung des Tabak-Konsums und der Sponsorenschaft durch die Tabakindustrie auf. Eine schärfere Gesetzgebung soll strikter gegen den Tabakschmuggel vorgehen, schreibt die WHO in einer Aussendung. Im Verlauf der Verhandlungen wehrten sich neben den USA auch Japan und Deutschland gegen weitreichende Einschränkungen bei der Tabak-Werbung.

Hygienisches Wasser

WHO novelliert Trinkwasser-Leitlinien

Oft gelangen Stoffen oder Krankheitserreger sehr plötzlich und in großen Mengen in Trinkwasser-Versorgungssysteme, wie zum Beispiel bei ergiebigen Niederschlägen. Die Analysen des Wassers seien aber oft langwierig, bemängelt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Viele Ergebnisse lägen erst nach Stunden oder gar Tagen vor. Das belastete Wasser wäre dann schon bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Deshalb sei die Vorsorge und Vermeidungsstrategien besonders wichtig. Um die Sicherheit des Trinkwassers festzustellen und zu überwachen, habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Leitlinien für eine Reihe von Stoffen und Indikatoren für Krankheitserreger entwickelt, die im Wasser vorkommen können.