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Wissenschaft und Philosophie

Vernunft in Gefahr? Jürgen Beetz über Esoterik, Dummheit und Manipulation

Der Autor Jürgen Beetz erweckte in seinem Buch »Eine phantastische Reise durch Wissenschaft und Philosophie« Don Quijote und Sancho Pansa wieder zum Leben und ließ sie hundert Streitfragen zwischen den beiden Denkgattungen ausdiskutieren. Im Exklusiv-Interview mit NGO Online erklärt er, warum er Vernunft und kritischen Zweifel in Gefahr sieht, inwiefern er die Atombombe als moralisch neutral betrachtet und wo die Dummheit grassiert.

Buchrezension

Reise durch Wissenschaft und Philosophie

Don Quijote und Sancho Pansa leben Don Quijote und Sancho Pansa leben – und diskutieren über Urknall, Evolution, Hirnforschung und Ethik. Der Mathematiker Jürgen Beetz hält die Vernunft für bedroht. Um sie zu retten, schickt er in seinem neuen Buch Cervantes‘ berühmte Helden auf eine »phantastische Reise« – und verwickelt sie in einen endlosen platonischen Dialog über fast sämtliche Streitfragen zwischen »Wissenschaft« und »Philosophie«.

Träume sind keine Schäume

Wissenschaft: Träume mit Hilfe der Quantenphysik erklärt

passend zum Beitrag Mit einer revolutionären These sorgte der Physiker Professor Efstratios Manousakis von der Florida State University in Tallahassee neuerdings für Aufsehen. So ist Manousakis wie einige seiner Kollegen davon überzeugt, dass sich die komplexen Vorgänge des Bewusstseins mit Hilfe der modernen Quantenmechanik erklären lassen. Manousakis geht allerdings noch einen Schritt weiter und behauptet, dass nicht nur unser Bewusstsein sondern auch unsere Träume als Quantenphänomen beschrieben werden können.

"Falsche Grundhaltung" bei Wissenschaftlern

Gefahren der Endlagerung wurden laut König unterschätzt

Die Gefahren und Herausforderungen bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle sind nach Ansicht des Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, über lange Zeit "systematisch unterschätzt" worden. Von Beginn an habe sich bei diesem Thema auch bei Wissenschaftlern "eine falsche Grundhaltung herausgebildet", sagte König am Mittwoch (10. September) in Remlingen bei einer Podiumsdiskussion zum Atommülllager Asse.

"Kritische Wissenschaft"

Marxisten kritisieren mögliche Stellenstreichung an Universität Marburg

Ob am Institut für Politikwissenschaft in Marburg die letzte Stelle in der Tradition des Marxisten Wolfgang Abendroth gestrichen wird, entscheidet sich möglicherweise am 4. Oktober. Die angekündigte Streichung der Stelle im Bereich "Internationale Politische Ökonomie" mit Schwerpunkt Europäische Integration am Institut für Politikwissenschaft in Marburg hatte Proteste von Studierenden, WissenschaftlerInnen und Gewerkschaften hervorgerufen. Über 900 Unterschriften in zwei Wochen sind das vorläufige Ergebnis eines Aufrufs "Gegen weitere Stellenkürzungen im Bereich der kritischen Wissenschaft".

Politische Positionen

Politikwissenschaftler hält Benjamin Blümchen für politisch bedenklich

Die Kinderhörspielhelden Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg verdienen aus politikwissenschaftlicher Sicht keinesfalls das Prädikat "wertvoll". Zu diesem Ergebnis kommt der Passauer Politologe Gerd Strohmeier in einem Beitrag in der von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebenen Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte". In den Geschichten des sprechenden Elefants und der kleinen fliegenden Hexe werde die Entwicklung politisch mündiger Bürger "kaum gefördert, wenn nicht sogar behindert", schreibt der Wissenschaftler. So werde in den Hörspielen ein verzerrtes Bild der demokratischen Strukturen und Prozesse in Deutschland vermittelt.

Tod durch Herzerkrankungen

Wissenschaftler sehen Gefahren schon bei wenigen Zigaretten

Nach einer Studie norwegischer Wissenschafter kann dass Rauchen von einer bis vier Zigaretten täglich das Risiko eines Menschen an einer Herzerkrankung zu sterben nahezu verdreifachen. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Auswirkungen auf die Gesundheit bei Frauen stärker sind und dass leichte Raucher einer ähnlichen Gefährdung ausgesetzt sind wie starke Raucher. Das Team um Kjell Bjartveit verfolgte die Gesundheit und die Sterberaten von fast 43.000 Frauen und Männern von Mitte der siebziger Jahre bis in das Jahr 2002. Die Ergebnisse ihrer Studie werden in dem Fachmagazin Tobacco Control veröffentlicht.

Tierhaltung

Wissenschaftler erforschen Antibiotika-Wirkung im Boden

Mehr als 9.000 Tonnen Antibiotika wurden 1999 in der Europäischen Union an Schweine, Rinder oder Geflügel verfüttert. Die Tiere scheiden bis zu 90 Prozent davon unverändert wieder aus. Früher oder später landen die Arzneimittel mit dem Mist oder der Gülle auf den Feldern. Was mit ihnen danach passiert, ist noch weitgehend ungeklärt. Möglicherweise sind sie aber mit dafür verantwortlich, dass immer mehr Bakterien gegen Antibiotika resistent werden - darunter auch Keime, die dem Menschen gefährlich werden können. Eine Forschergruppe, an der mehrere Arbeitsgruppen aus Deutschland beteiligt sind, geht dieser Frage nun nach.

Sonnenschutz für Meßgeräte

Wissenschaftler sehen letzte Zweifel an Erderwärmung beseitigt

Das Rätsel um unterschiedliche Messungen zur Klimaerwärmung am Boden und in größerer Höhe scheint gelöst. Presseberichten zufolge haben Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität Yale in New Haven in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Science" erklärt, Grund seien wahrscheinlich die Meßgeräte der Wetterballons. Diese seien bislang besonders gegen vor Sonneneinstrahlung geschützt worden, was zu niedrigeren Messungen geführt habe. Nach der Korrektur habe sich für die vergangenen 30 Jahre ein Anstieg von 0,2 Grad Celsius pro Dekade ergeben. Skeptikern galten die unterschiedlichen Messungen bislang als Beleg für ihre Zweifel an der Erderwärmung durch den von Menschen verursachten Ausstoß von Treibhausgasen.

Klonschaf "Dolly"

Klon-Wissenschaftler Ian Wilmut mit Forscherpreis ausgezeichnet

Für sein Experiment mit dem Klonschaf "Dolly" ist der Brite Ian Wilmut mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis ausgezeichnet worden. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wurde dem 60-Jährigen Forscher am Montag auf einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche überreicht. Die Verleihung war von Protesten begleitet. Vor der Paulskirche demonstrierten Klon-Gegner mit aufgezogenen Schafsmasken gegen die Preisvergabe an den Wissenschaftler. Wilmut selbst verteidigte in seiner Dankesrede die Klonforschung. Die Auszeichnung wird zur Hälfte vom Bundesgesundheitsministerium finanziert.

Akademie der Wissenschaften

Neuauflage der Werke Immanuel Kants

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und der Verlag Walter de Gruyter haben einen Vertrag über die Vervollständigung und Neuauflage der kritischen Edition der Werke Immanuel Kants unterzeichnet. Die seit 1894 von der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften erarbeitete und seit 1900 im Verlag Georg Reimer erschienene Große Akademie Ausgabe könne dadurch unter rechtlich gesicherten Bedingungen zum Abschluss gebracht werden, teilte die Akademie am Mittwoch in Berlin mit. Mit der Unterzeichnung ende ein vertragsloser Zustand.

Manipulation der Wissenschaft

Klinische Tests mit Vorsicht geniesen

Eine aktuelle Studie an der Yale scool of Medicine zeigte, daß 80 Prozent der Klinischen Tests die von Medikamenten Herstellern finanziert wurden positive Resultate lieferten ? bei solchen Test, die von unabhängigen Instituten ausgeführt waren, waren es nur die Hälfte. Andere Studien zeigten Beweise für die Neigung, unklare Test Ergebnisse in akademischen Zeitschriften nicht zu veröffentlichen, und für die wiederholte Veröffentlichung positiver Resultate - um den Eindruck zu erwecken dass ein Medikament wesentlich effektiver ist als es wirklich ist.

Berlin

Die Lange Nacht der Wissenschaften

In diesem Jahr werden sich in der Nacht des 12. Juni von um 17 Uhr bis 1 Uhr die Türen von mehr als 100 wissenschaftlichen Einrichtungen und Instituten öffnen. An der nächtlichen Wissenschaftsschau beteiligen sich wie in den vergangenen Jahren zahlreiche Hochschulen und Fachhochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an den bereits bekannten Standorten Adlershof, Buch, Charlottenburg/Wedding, Dahlem, Mitte und Potsdam.

Wissenschaft

Sicherere Gentests für Ungeborene?

Wissenschaftler haben ein Verfahren zur Maximierung der DNA eines Ungeborenen entwickelt, wobei die DNA dem Blut der Mutter entnommen werden kann. Sie hoffen, dass diese Entdeckung einen Beitrag zu effektiveren nicht invasiven Tests für genetische Anomalien leisten wird. Bestehende Tests erfordern Gewebeproben, deren Entnahme ein Risiko darstellen kann. Die Ergebnisse der von dem Biotechnologieunternehmen Ravgen durchgeführten Forschungen wurden im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

Verlorener Kohlenstoff

Wissenschaftler befürchten radikale Zunahme des Treibhauseffekts

Jedes Jahr pustet unsere Zivilisation acht Milliarden Tonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre. Weniger als die Hälfte bleibt nachweislich dort und heizt die Erde auf. Klimaforscher in aller Welt rätselten allerdings, wohin der Rest des Kohlenstoffs verschwindet, so die Februar-Ausgabe der National Geographic Deutschland. Sie befürchteten eine radikale Zunahme des so genannten Treibhauseffekts, wenn auch dieser Kohlenstoff als Kohlendioxid irgendwann in die Atmosphäre gelangen sollte.

Kongress in Göttingen

Wissenschaft für den Frieden - Hochschulen gegen Krieg

Die Teilnehmer eines Friedenskongresses am Wochenende (13-14. Dezember 2003) in Göttingen unterzeichneten eine Resolution, in der sie fordern, dass in Lehrveranstaltungen das Friedensthema als interdisziplinäres Querschnittsthema verankern wird. Bildungspolitische Organisationen wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, ver.di-Jugend, der Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, attac, IPPNW, NaturwissenschaftlerInnen-Initiative und weitere veranstalteten den ersten großen Hochschulfriedenskongress seit 15 Jahren.

Wissenschaftler warnen

Intensiver Lärm verursacht innere Verletzungen bei Walen und Delfinen

In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftmagazins "Nature" findet sich ein Artikel, der die Sorge der WDCS, Whale and Dolphin Conservation Society, und anderer über die Auswirkungen der Lärmverschmutzung im Meer teilt und verstärkt. Der Artikel beschreibt die Ergebnisse von pathologischen Untersuchungen an einigen auf den Kanarischen Inseln und um Großbritannien gestrandeten Walen und Delfinen der vergangenen 11 Jahre. Bei den Tieren handelt es sich um Gemeine Delfine, Schweinswale sowie tief tauchende Arten, wie Rundkopfdelfine und mehrere Schnabelwalarten.

Japanische Wissenschaftler entfernen Reisgen

Genmanipulation jetzt noch einfacher

Japanische Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, ein bestimmtes Gen in einer Pflanze zu entfernen. Auf diesem Weg wollen sie nicht nur feststellen, welches Gen welche Funktion ausübt, sondern auch eine größere Akzeptanz genmanipulierter Nahrungsmittel in der Öffentlichkeit bewirken. Im Modell schalteten die Forscher vom National Institute for Basic Biology in Okazaki unter Anwendung der so genannten homologen Rekombination bestimmte Gene in Reis aus. Die Methode ist unter Umweltexperten sehr umstritten, da dabei Kulturpflanzen modifizieren werden, indem virale, pflanzliche oder Bakterien-DNA in verschiedenen Positionen inseriert wird. Dadurch, so die Experten, könnte mehr als das Zielgen zerstört werden.

Wissenschaft

Kernspinresonanz gegen Landminen

Forscher der Technischen Universität Darmstadt haben ein neues Verfahren zum Aufspüren von versteckten Landminen entwickelt. Dabei wird das Kernspinresonanz-Verfahren, das sonst zur Abbildung menschlicher Organe dient, angewandt. Die Methode soll auch geringste Sprengstoffspuren sichtbar machen, berichtet das Wissenschaftsmagazin "Journal of Physics D – Applied Physics" in seiner jüngsten Ausgabe.

Urwaldgipfel in Den Haag

400 Wissenschaftler für den Schutz der Urwälder

Mehr als 400 deutsche Wissenschaftler haben gemeinsam mit Greenpeace die Regierungen der UN-Staaten aufgerufen, auf dem derzeit in Den Haag tagenden UN-Urwaldgipfel wirksame Maßnahmen zum Schutz der letzten Urwälder zu ergreifen. "Die Zerstörung der letzten Urwälder zieht ein massives Artensterben mit sich", so Sandra Pfotenhauer, Waldexpertin bei Greenpeace. "Menschen, die von Urwäldern leben, wird die Lebensgrundlage entzogen. Und das Verschwinden der Urwälder beeinflusst das Weltklima. Die Fakten liegen unumstritten auf dem Tisch. Die Teilnehmer des Urwaldgipfels in Den Haag sind jetzt in der Verantwortung, die Vernichtung der Urwälder zu stoppen."