zahnersatz

Wer wenig Einkommen hat, muss auf Zahnersatz nicht verzichten

Zahnersatz Zusatzversicherung

Wer wenig Einkommen hat, muss auf Zahnersatz nicht verzichten. Zahnersatz kann teuer sein und Patienten müssen dafür einen nicht zu unterschätzenden Eigenanteil leisten. Die gesetzlichen Krankenkassen gewähren zwar einen Bonus für Patienten, die regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt gehen, doch reicht auch dieser meist nicht aus, um den Eigenanteil für den dringend benötigten Zahnersatz auf ein bezahlbares Niveau zu bringen.

Kein Geld für notwendigen Zahnersatz

Zuzahlungen für Zahnersatz um 37 Prozent gestiegen

Gesetzlich Krankenkrankenversicherte haben für Zahnersatz im vergangenen Jahr gut ein Drittel mehr bezahlt als noch 2004. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Zwischenbericht der gesetzlichen Krankenkassen zu den Auswirkungen der seit 1. Januar 2005 geltenden Festbetrags-Zuschüsse.

Bundestag beschließt Neuregelung

Arbeitnehmer zahlen Zahnersatz und Krankengeld künftig allein

Der Bundestag hat am Freitag die umstrittene Neuregelung von Zahnersatz und Krankengeld beschlossen. Arbeitnehmer müssen ab 1. Juli nächsten Jahres 0,9 Prozent ihres Bruttogehalts mehr an ihre Krankenkasse bezahlen, um Zahnersatz und Krankengeld zu finanzieren. Damit beendete die rot-grüne Regierungsmehrheit die paritätische Finanzierung der Sozialversicherung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Vorgesorgt

Versicherungen für Zahnersatz nicht vorschnell abschließen

Die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor übereilten Abschlüssen von Versicherungen für Zahnersatz. Der gesetzliche Versicherungsschutz für Zahnersatz fällt auch ab 2005 nicht weg. Neu sei nur, dass Verbraucher ihn mit einem gesonderten Beitrag abdecken müssen. "Über die Details dieser Zahnersatzversicherung wird momentan noch verhandelt", so Heidemarie Krause-Böhm von der Verbraucherzentrale Bayern. Sie rät daher noch abzuwarten, bis vergleichbare Angebote von Krankenkassen und Privatversicherern vorliegen. Krause-Böhm befürchtet, dass Verbraucher die derzeitigen Angebote von Krankenversicherern für die freiwillige Zahnersatz-Zusatzversicherung mit der Pflicht-Zahnersatzversicherung verwechseln könnten.

Gesundheitsreform

Debatte um Zahnersatz für Rentner

Dem Bundesgesundheitsministerium ist nach berichten der Bild-Zeitung bei der Gesundheitsreform ein Fehler unterlaufen. So fehle im Gesetz eine Regelung, wie ab 2005 der Sonderbeitrag für Zahnersatz bei Rentnern, Arbeitslosen und Rehabilitanden eingezogen werden kann. Die gesetzlichen Krankenkassen warnten demnach in einem Schreiben an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) vor Versorgungslücken. Ohne eine zügige Gesetzesänderung bestehe die Gefahr, dass die "Versorgung mit Zahnersatz gefährdet" sei. Ministeriumssprecher Klaus Vater dementierte den Bericht. Er sagte, der Zahnersatz für die Rentner "ist und bleibt gesichert". Niemand müsse befürchten, ab dem kommenden Jahr auf die Leistung verzichten zu müssen.

Gesundheitsreform

Zahnersatz-Pläne in der Kritik

Der Präsident des Sozialverbandes VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, hat Bundesregierung und Union aufgefordert, ihr Konzept für die Gesundheitsreform vor allem in Hinsicht auf den Zahnersatz zu überarbeiten und nachzubessern. "Es ist ganz eindeutig, dass diejenigen, die wenig im Geldbeutel haben, beim Zahnersatz besonders zur Kasse gebeten werden", sagte Hirrlinger. Auch der Sozialexperte Bert Rürup kritisierte die Zahnersatz-Pläne.

Gesundheitsreform

ver.di-Chef gegen Privatisierung von Zahnersatz

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di warnt angesichts der Konsensgespräche zur Gesundheitsreform vor einer "restlosen Ausgliederung des Zahnersatzes aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung". Damit würde erstmalig "medizinisch Notwendiges" nicht mehr zu diesem Leistungskatalog gehören, kritisierte ver.di-Chef Frank Bsirske am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Gesundheitsreform

Unions-Vorschläge zur Privatisierung von Zahnersatz und Krankengeld abgelehnt

Der Sozialverband VdK Deutschland hat die jüngsten Vorschläge der Union als konzeptionslos kritisiert. Zur Zeit scheine die Union nach der Maxime "Darf es noch ein bisschen mehr sein?" zu handeln, sagte VdK-Präsident Walter Hirrlinger. Indem die Union immer noch einen Vorschlag zu Lasten älterer, chronisch kranker Menschen und Menschen mit Behinderungen oben drauf sattele, löse sie keine Probleme. Statt ein schlüssiges Konzept für eine umfassende Strukturreform im Gesundheitswesen vorzulegen, würden die Bürger durch Einzelvorschläge verunsichert.

Betrugsskandal

Zahntechnikerverband warnt vor Gesundheitsschäden durch Zahnersatz

Nach Bekanntwerden des Betrugsskandals mit Billig-Zahnersatz aus asiatischen Zahnlabors warnt der deutsche Zahntechnikerverband vor gesundheitlichen Schäden durch die Importware. Solche Prothesen "bergen schwere Gesundheitsrisiken", sagte Bundesvorsitzender Lutz Wolf am Donnerstag. Bei Billigimporten könne es "wegen des zweifelhaften Materials zu Entzündungen, vorzeitigem Zahnverlust und sogar Krebs kommen". Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt derzeit im mutmaßlich größten Betrugsskandal zu Lasten der Krankenkassen.