zyanid
Artenvielfalt
Neuer Korallenbarsch vor Fidschi entdeckt
Der Planet ist offiziell um eine neue Fischart reicher: Die zur Familie der Korallenbarsche gehörende Art (Pomacentrus sp.) wurde bei der ersten umfassenden Untersuchung des vor Fidschi gelegenen Great Sea Reef von WWF-Forschern entdeckt. "Die Artenvielfalt des Riffs, das auch als Cakaulevu bekannt ist, ist weltweit einzigartig", erläutert WWF-Meeresexpertin Stefanie Schmidt. Am heutigen Freitag wird der erste Teil des Riffs zum Schutzgebiet erklärt. Fortan dürfen dort in bestimmten Zonen keine Fische, Korallen oder andere Arten gefischt oder gesammelt werden. Den Einsatz der Regierung Fidschis für die nachhaltige Bewahrung des Riffs belohnt der WWF mit seinem Conservation Leadership Award.
Menschenrechte
Gold soll nicht aus Ausbeutung kommen
Menschenrechtler fordern, Schmuck ohne Ausbeutung herzustellen. Anlass ist der Fall einer US-amerikanischen Goldmine in Guatemala, bei deren Betrieb gegen die Rechte von Indigenen verstoßen werde, so die Menschenrechtsorganisation FIAN (Food First Informations-und Aktions- Netzwerk). Mitfinanziert werde diese zudem durch Teile der Weltbank. Personen und Organisationen, die die Arbeiter unterstützen, erhielten Morddrohungen, hieß es. FIAN forderte den Stopp der öffentlichen Förderung und den Schutz der Menschenrechtsaktivisten.
Umweltzerstörung
Umweltverband wirft WestLB Mitfinanzierung von Kupfermine in Peru vor
Die Düsseldorfer Bank WestLB soll nach Informationen der Umweltorganisation "Rettet den Regenwald" darüber nachdenken, eine große Kupfermine in Peru mitzufinanzieren. "Rettet den Regenwald" bezieht sich dabei auf Informationen der Nichtregierungsorganisation "BankTrack", die die Deutsche Bank im Zusammenhang mit anderen Mitfinanzierern in einem Bericht von Juni 2004 erwähnt. Die WestLB wie die Behauptung alsfalsch zurück. Sie entbehre jeder Grundlage: "Die WestLB ist in keiner Form an diesem Projekt beteiligt", sagte Sprecher Hans Albers.
Umweltzerstörung ist unökonomisch
Proteste gegen WestLB
Rund ein Dutzend Umwelt- und Eine-Welt-Organisationen haben am vergangenen Donnerstag in sechs Städten in Nordrhein-Westfahlen gegen ökologische und finanzielle Zeitbomben protestiert, die im Projektkoffer der WestLB tickten. Der von Rettet den Regenwald und dem Eine Welt Netz NRW organisierte Aktionstag stand unter dem Motto „Ist die WestLB noch zu retten?“ und zielte auf das mittlerweile heftig umstrittene Auslandsgeschäft der Bank. Wer im 21. Jahrhundert Umweltzerstörung finanziere, werde ökonomisch nicht überleben, so die Kritik.
Nicht nur die Ölpipeline in Ecuador
Im Projektkoffer der WestLB ticken weitere Umwelt-Zeitbomben
Im Projektkoffer der WestLB ticken nach Informationen von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen weitere ökologische und finanzielle Zeitbomben. Urgewald, Rettet den Regenwald und das Institut Südwind untersuchen derzeit Dutzende von Projekten aus dem Portfolio der WestLB. Die ersten qualitativen Einzelanalysen hätten gezeigt, dass die umstrittene OCP-Ölpipeline in Ecuador keineswegs eine Ausnahme sei. "Wir sind auf Projekte gestoßen, die jegliches Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und die lokale Bevölkerung vermissen lassen und verheerende Schäden angerichtet haben oder anrichten werden", berichtet Heffa Schücking von Urgewald.
Rumänien
Goldförderpläne internationaler Konzerne vergiften Land und Menschen
Mit einer Protestaktion in der rumänischen Hauptstadt Bukarest machten freiwillige Aktivisten aus Belgien, Holland, der Slowakei, Ungarn u. England auf Pläne multinationaler Großkonzerne in Rumänien aufmerksam. Auf dem Tor des Triumphbogens in Bukarest entfalteten sie große Poster. Die rumänische Polizei riss die Transparente mit der Aufschrift "Rosia Montana bringt den Tod" wieder herab. Rosia Montana ist ein Gebiet in der rumänischen Provinz Transylvanien - genauer: im Westgebirge. Dort sollen große Goldvorkommen existieren. Die kanadische Firma mit Namen 'Rosia Montana Gold Corporation' (deren Mehrheit von einer kanadischen Bergbau- u. Entwicklungsfirma namens 'Gabriel Resources' gehalten wird) stach ihre Konkurrenz aus und zahlte eine extrem hohe Gebühr für die Lizenz zur Ausbeutung des Goldvorkommens im rumänischen Westgebirge. Diese Ausbeutung wird mit Dynamit und Zyanit geschehen und aus den Bergen eine tote Mondlandschaft machen.
Internationales Umwelthaftungsrecht gefordert
Globale Konzerne bleiben bei Umweltverbrechen straffrei
Internationale Konzerne kommen bei schweren Umweltverbrechen noch immer straffrei davon. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Greenpeace am Donnerstag in Hamburg veröffentlicht hat. Das 150 Seiten starke Dokument listet eine Reihe von Umweltstraftaten und Unfällen besonders gefährlicher Industrien wie Chemie, Gentechnik, Öl, Atomkraft, Schiffsrecycling und Bergbau auf. Bei allen 41 weltweit dokumentierten Fällen verursachten Konzerne schwere Schäden für Umwelt und Menschen. In den meisten Fällen wurden die Unternehmen dafür nicht zur Rechenschaft gezogen. Greenpeace fordert deshalb ein internationales Umwelthaftungsrecht.
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