headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Gentechnik: Eine gründliche gesellschaftliche Debatte erscheint notwendig

Gentechnik

Die Position der SPD zu der medizinischen Nutzung der Gentechnik ist nach Aussage von SPD-Fraktionschef Peter Struck im Deutschlandfunk offen. Derzeit gebe es allerdings keine Notwendigkeit für Gesetzesänderungen. Wenn diese anstünden, dann müsse jeder Parlamentarier allein nach seinem Gewissen entscheiden dürfen.

Bundespräsident Johannes Rau hatte am 18. Mai in seiner "Berliner Rede" enge Grenzen und klare ethische Grundsätze für die Gentechnik gefordert.

Schröder betonte dagegen, die Biotechnologie sei die "Schlüsseltechnologie dieses Jahrhunderts". Ohne sie sei kaum Wohlstand zu sichern. Der Schutz des Embryos sei moralisch geboten. Es sei aber auch moralisch geboten, kranken Menschen mit gentechnisch hergestellten Medikamenten Heilung und Linderung zu ermöglichen. Definitive Grenze für die Gentechnik sei aber auch für ihn die Würde des Menschen, sagte Schröder.

Der von Schröder eingesetzte Ethik-Kommission wurde von Bundesärztekammer-Vorstandsmitglied Frank Ulrich Montgomery kritisiert. Die Zusammensetzung des Gremiums hinterlasse bei ihm "ein schales Gefühl", weil von den berufenen Personen eine Zustimmung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) zu erwarten sei. Schröder gehe es um einen "ethischen Dammbruch".

Der kirchenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Hermann Kues (CDU), regt bei der Gentechnik einen Schulterschluss mit den Grünen an. Die Union sollte "gemeinsam mit dem wertkonservativen Teil der Grünen den blinden Fortschrittsfanatikern entgegentreten", sagte Kues.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!