Noch immer keine Erklärung gefunden

BASF-Unfall

Die Ursache der Explosion im Ludwigshafener Chemieunternehmen BASF ist auch nach knapp zwei Tagen noch nicht ermittelt. Eine Expertenkommission untersuche den Unfall noch, teilte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch mit. Dem Team gehörten BASF-Spezialisten, Behördenvertreter und externe Gutachter an. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen sei, stehe noch nicht fest. Auch zur Schadenshöhe könnten noch keine genauen Angaben gemacht werden. Sie betrage aber "deutlich über eine Million Mark".

Bei dem Chemieunfall am Montagmittag war Pulver in einer Trocknungsanlage explodiert, das für die Herstellung von Textilfarbstoffen verwendet wird. Rund 400 Kilogramm der Chemikalie Ludigol waren gemischt mit Löschpulver als weißer Niederschlag auf Wohngebiete niedergegangen. 197 Menschen - darunter 91 BASF-Mitarbeiter, 69 Kinder und 16 Polizisten - hatten sich wegen Reizungen von Augen, Haut und Atemwegen ärztlich untersuchen lassen. Alle Personen konnten nach ambulanter Behandlung nach Hause gehen.