Bewährungsprobe für Magnetschnellbahn

Transrapid

Die Volksrepublik China will die deutsche Magnetschnellbahn Transrapid auch zwischen Peking und Schanghai einsetzen, wenn sich die 33 Kilometer lange Strecke zum Flughafen in Schanghai bewährt. Dies erklärte Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji am Donnerstag gegenüber Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig in Peking. Die Magnetbahnstrecke zwischen Peking und Schanghai würde 1.250 Kilometer lang sein und Regierungsangaben zufolge rund 50 Milliarden Mark kosten.

Vertreter der Industrie innerhalb der Delegation Bodewigs werteten dies Agenturberichten zufolge als klares Signal der chinesischen Führung zugunsten der Magnettechnik. Bereits bei einem Treffen mit CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz, der sich ebenfalls in China aufhält, habe Zhu Rongji dem Transrapid eine "glänzende Zukunft" vorhergesagt. Die Entscheidung über die Strecke Peking-Schanghai soll im Jahr 2003 fallen, wenn die derzeit im Bau befindliche Magnetbahnstrecke zum Flughafen Schanghai ihren Betrieb aufnimmt.

Bundesfinanzminister Hans Eichel und sein chinesischer Amtskollege Xiang Huaicheng besichtigten am Donnerstag die Transrapid-Teststrecke in Lathen (Emsland). Am Mittwoch hatten die Bundesregierung und die Regierung Chinas in Peking eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Austausch von Informationen über Transrapid-Projekte und Machbarkeitsstudien vorsieht.