Bundesamt für Strahlenschutz: Wir sind zuständig

Zwischenlager Biblis

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat einen Antrag auf Abbruch des Erörterungstermins zum geplanten Zwischenlager am Atomkraftwerk Biblis zurückgewiesen. Gegner des Zwischenlagers, deren insgesamt 5.823 Einwendungen seit Freitag in Biblis erörtert werden, hatten beantragt, die Erörterung abzubrechen, weil sie Zweifel an der Zuständigkeit des BfS hatten. Ihrer Meinung nach ist das Hessische Umweltministerium zuständig. Die Behörde wies dies am Sonntag zurück und erklärte, das BfS bleibe zuständig.

Zu den Einzeleinwendern gehörten auch einige BUND-Landesverbände sowie die IG Frauen und Mütter gegen Atomkraft. Die Erörterung für das beabsichtigte Zwischenlager am Atomkraftwerk Biblis soll am Montag fortgesetzt werden. Auf der Tagesordnung stehen dann die Öffentlichkeitsbeteiligung, die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Vorsorge gegen Schäden. Die RWE will auf dem Reaktorgelände ein Zwischenlager aus 135 Castor-Behältern errichten, in denen ab 2005 abgebrannte Brennstäbe aus dem noch zu genehmigenden Interimslager aufbewahrt werden sollen.