Antibiotika und Pille | Nebenwirkungen von gut bis böse

40 Jahre "Pille"

Die Hormonmenge in der Antibabypille ist in den vergangenen 40 Jahren immer weiter reduziert worden. So konnten unerwünschte Nebenwirkungen minimiert werden. Weil es sich bei der Pille aber trotzdem um ein hochwirksames Arzneimittel handelt, ist sie verschreibungspflichtig. Bevor ein Arzt ein Rezept ausstellt, werden anhand der Krankengeschichte mögliche Risikofaktoren der Frau ermittelt.

Obwohl die Pille in den meisten Fällen außerordentlich gut verträglich ist, kann es manchmal zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Spannungsgefühl in den Brüsten, leichten Kopfschmerzen, vorübergehender Gewichtszunahme und einer leichten Erhöhung des Thrombose-Riskos kommen. Letzteres gilt vor allem für Raucherinnen. Wer die Pille nimmt, sollte deshalb auf Zigarettenkonsum weitgehend verzichten.

Daneben gibt es aber auch außerordentlich günstige Nebenwirkungen der Pille. So können Hautprobleme wie etwa Akne auf ein Minimum reduziert, manchmal sogar gänzlich beseitigt werden. Auch werden häufig Anomalien bei der Regelblutung - zum Beispiel kolikartige Unterleibsschmerzen - korrigiert. Darüber hinaus kann die Pille eine Eisenmangelanämie reduzieren sowie vor Eierstock- und Brustzysten schützen.

Wichtig zu wissen: Bei Erbrechen innerhalb von drei Stunden nach der Einnahme der Pille, bei schweren Durchfällen oder der Einnahme bestimmter Medikamente kann die verhütende Wirkung beeinträchtigt werden. In diesem Fall sollte zusätzlich auf nicht-hormonale Verhütungsmittel zurückgegriffen werden.