Innensenator Wrocklage zurückgetreten

Hamburg

Knapp vier Monate vor der Hamburger Bürgerschaftswahl ist am Montag Innensenator Hartmuth Wrocklage (SPD) von seinem Amt zurückgetreten. Als Grund nannte er das "entstandene Meinungsklima in der Stadt in den letzten Wochen". Es handele sich um eine "Melange aus verständlicher Kritik, aber auch aus falschen Informationen und verzerrter Darstellung", erklärte er. Der Innensenator war wegen des Vorwurfs der Parteibuchwirtschaft bei der Hamburger Polizei unter Beschuss geraten. Attackiert wurde Wrocklage in der Vergangenheit auch wegen der Hamburger Spitzenwerte bei der Kriminalität.

Wrocklage betonte, sein Rücktritt erfolge nicht "aus der Sache heraus". Er machte eine "Emotionalisierung und Personalisierung" für die entstandene Lage verantwortlich. Das habe zu einem Feindbild geführt, das sich nicht nur an seiner Funktion als Innensenator, sondern auch an ihm als Privatperson festmache, unterstrich er. Das entstandene Feindbild verstelle den Blick auf die Erfolge der Innenbehörde.

Nachfolger Wrocklages wird der 42-jährige

Hamburger SPD-Landesvorsitzende Olaf Scholz.