"Pflegekräfte zu schlecht bezahlt"

Rotkreuzschwestern

Der Bundesverband der Rotkreuzschwestern beklagt eine zu geringe Wertschätzung und schlechte Entlohnung für Pflegefachkräfte. Viele Pfleger verließen daher den Beruf, sagte die Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Sabine Schipplick, am Dienstag in Bremen. Eine qualitativ hochwertige Betreuung werde immer mehr von Rationalisierungs- und Tarifdruck gefährdet.

Schipplick mahnte die Reform des Krankenpflegegesetzes an, die ein Bildungskonzept für alle Pflegeberufe und eine gemeinsame Grundausbildung für Alten-, Kinderkranken- und Krankenpfleger beinhalten sollte. Bis zum Jahr 2020 soll nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) die Zahl der Pflegebedürftigen um mehr als 50 Prozent ansteigen. Diese Entwicklung könne eine Million neuer Arbeitsplätze schaffen. Dafür sei aber qualifiziertes Personal notwendig.

Im Verband der Schwesternschaften vom DRK sind 20.000 Mitglieder organisiert. Unter dem Motto "Bei uns hat die Zukunft Tradition" tagen die Rotkreuzschwestern noch bis zum Donnerstag im Bremer Congress Centrum.