DGB-Jugend: Auszubildende berücksichtigen

Betriebsverfassungsgesetz

Die DGB-Jugend fordert Nachbesserungen am Entwurf zur Reform der Betriebsverfassung. Für die bundesweit rund 200.000 Auszubildenden in staatlich finanzierten Programmen sehe weder das geltende Recht noch der Gesetzentwurf demokratische Beteiligungsrechte vor, kritisierte DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock am Mittwoch in Berlin. Das werde die DGB-Jugend nicht länger tolerieren.

Damit auch diese Auszubildenden ihre Interessenvertretungen wählen können, müsse der Arbeitnehmerbegriff im Betriebsverfassungsgesetz um Auszubildende in außer- und überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt werden. Darüber hinaus forderte Sehrbrock, dass die Zahl der Jugend- und Auszubildendenvertreter in kleineren Betrieben angehoben wird. Zwar sehe der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) eine Erhöhung der Mandate in der Jugend- und Auszubildendenvertretung vor. In diesen seien jedoch weniger als zehn Prozent aller Auszubildenden beschäftigt.