Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Weyrauch und Terlinden ein

CDU-Spendenaffäre

Die Bonner Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungsverfahren in der CDU-Parteispendenaffäre gegen die beiden Vertrauten von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), Hans Terlinden und Horst Weyrauch, eingestellt. Das teilte Staatsanwalt Roland Wangen am Donnerstag der Nachrichtenagentur ddp in Bonn mit. Weyrauch muss innerhalb von drei Monaten 50.000 Mark, Terlinden innerhalb von sechs Monaten 30.000 Mark jeweils zur Hälfte an die Staatskasse wegen der Ermittlungskosten sowie an gemeinnützige Einrichtungen zahlen.

Gegen Terlinden und Weyrauch hatte die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Mittäterschaft zur Untreue gegen die CDU-Bundespartei ermittelt. Die Ermittlungen standen im Zusammenhang mit den von Kohl an den Parteigremien vorbeigeschleusten und im CDU-Rechenschaftsbericht nicht ausgewiesenen rund zwei Millionen Mark. Das Geld will Kohl von bisher anonymen Spendern erhalten haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihr Ermittlungsverfahren gegen Kohl am 25. April gegen die Zahlung einer Geldbuße in der Höhe von 300.000 Mark eingestellt. Er hat die Geldbuße noch nicht bezahlt. Letzter Termin dafür ist der 8. Juni.