Offshore-Windenergie soll zentrale Bedeutung bekommen

Energieerzeugung

Offshore-Windanlagen sollen nach den Vorstellungen des Bundesumweltministeriums ein Eckpfeiler der Energienerzeugung in Deutschland werden. "Der Ausbau der Windenergienutzung auf See hat eine zentrale Bedeutung für die zukünftige Energieversorgung", sagte der Staatssekretär im Umweltministerium, Rainer Baake, am Donnerstag in Berlin.

Den Bau der ersten Offshore-Windparks mit jeweils bis zu 40 Anlagen erwartet das Ministerium ab 2003. Bis 2030 rechnet das Ministerium mit einer Stromerzeugung aller Windenergieanlagen an Land und auf See von insgesamt bis zu 110 Milliarden Kilowattstunden. Dies seien drei Fünftel der Strommenge, die im vergangenen Jahr von Atomkraftanlagen erzeugt worden seien, sagte Baake. Beim Bau von Windenergieanlagen auf See werde jedoch Neuland betreten. Es gebe noch technische, wirtschaftliche und rechtliche Unsicherheiten.

Die Vorbereitungsphase mit Untersuchungen und Forschung an den möglichen Standorten werde sich bis 2003 erstrecken. Dazu stelle die Bundesregierung Gelder aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm bereit, sagte der Staatssekretär. Den schrittweisen Ausbau der Anlagen will das Ministerium mit Forschung über die Auswirkungen auf Umwelt und Natur begleiten.

Das Positionspapier des Bundesumweltministeriums zur Offshore-Windenergienutzung und eine vom Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) erarbeitete Studie zum weiteren Ausbau der Windkraft im Hinblick auf den Klimaschutz gibt es im Internet unter www.bmu.de/erneuerbare-energien/