Auseinandersetzungen um "Bunte Republik Neustadt"

Dresden

Am Rande des Dresdner Stadtteilfestes "Bunte Republik Neustadt" war es am Sonntag zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Der Punkerszene zugeordnete Teilnehmer des Festes hätten am Abend an verschiedenen Stellen versucht, mit Papierkörben, Müllcontainern und ähnlichen Gegenständen Straßen abzuriegeln, berichtet die Polizei. Wenn diese eingreifen wollte, seien die "linken Autonomen" jedes Mal über Hinterhöfe geflüchtet. "Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel", sagte der Polizeisprecher. Bereits am Sonntagmorgen hatte es im Szeneviertel Neustadt heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei gegeben.

Auslöser der Randale waren nach Polizeiangaben Beschwerden von Anwohnern über ein zu lautes Konzert. Als Mitarbeiter der Stadtverwaltung den Lärmpegel messen wollten, sollen sie von betrunkenen Konzertbesuchern mit Flaschen beworfen worden sein. Rund 400 "Linksautonome" sollen daraufhin Barrikaden errichtet haben und mit Steinen, Stangen und Flaschen auf Polizisten und Feuerwehrleute geworfen haben.

Die Polizei sei mit mehreren Hundertschaften im Einsatz. Über 30 Menschen aus der Punkerszene seien bisher festgenommen worden.