Bund gibt Bonn zusätzlich 87 Millionen bis 2010

Kulturförderung

Der Bund will die Kultur in der Bundesstadt Bonn bis zum Jahr 2010 mit zusätzlichen 87 Millionen Mark unterstützen. Eine entsprechende Zusage bekam die Stadt nach Angaben ihrer Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD) von führenden Vertretern der Bundes-SPD. Nach der von Finanzminister Hans Eichel SPD-Bundestagsfraktionschef Peter Struck befürworteten Regelung bekommt Bonn im kommenden Jahr zusätzlich zwei, 2003 fünf und im Jahr 2004 zusätzlich 20 Millionen Mark. In den Jahren 2005 bis "zunächst" 2010 sollen der Bundesstadt jeweils zehn Millionen Mark jährlich für die Kultur überwiesen werden.

Dieckmann sagte am Dienstag, mit diesen Geldern könnten nunmehr die nötigen Strukturanpassungen bei den städtischen Bühnen besser abgefedert werden. Daneben erbringe die Stadt selbst "erhebliche Leistungen", um sich strukturell von einer ehemaligen Stadt mit Parlaments- und Regierungssitz an ihre jetzige Funktion anzugleichen. So müssten in Zukunft jährlich 27 Millionen Mark im Kulturetat eingespart und 40 Millionen Mark im Gesamthaushalt für die Kultur umgeschichtet werden. Den Bühnen stehe ein deutlicher Personalabbau bevor, der sozial abgefedert werden müsse. Derzeit fließen 146 Millionen Mark oder 9,6 Prozent des Kommunalhaushaltes in die Kultur. Nach der Anpassung wird der Anteil deutlich unter acht Prozent liegen. Ohne diesen Eigenbeitrag der Stadt wäre der Bund nicht bereit gewesen, die Bonn er Kultu Bonn iter zu fördern, sagte Dieckmann. Der Bonn-Berlin-Vertrag lief 2000 aus.