57 Ermittlungsverfahren zum Komplex Bankgesellschaft

Berlin

Die Staatsanwaltschaft hat 57 Ermittlungsverfahren zum Komplex Bankgesellschaft Berlin eingeleitet. Davon sind 21 Verfahren noch offen, wie der neue Justizsenator Wolfgang Wieland (Grüne) am Donnerstag mitteilte. Dabei geht es nach Angaben von Justizsprecher Sascha Daue vornehmlich um Untreue. Es werde aber auch wegen Parteiverrats, Einbruchs und Geheimnisverrats ermittelt.

Wieland kündigte an, die Ermittlungen im Rahmen einer "Sonderermittlungsgruppe Bankgesellschaft Berlin" würden mit Nachdruck fortgesetzt. Die Öffentlichkeit werde über den Ermittlungsstand umfassender als bisher unterrichtet, soweit dies die Ermittlungen nicht gefährde. Dadurch solle das Vertrauen in den Rechtsstaat und in die Funktionsfähigkeit der Strafverfolgungsbehörden gestärkt werden.

Die erhebliche finanzielle Schieflage der Bankgesellschaft hatte mit zum Bruch der großen Koalition in Berlin geführt. Bei der Bankgesellschaft Berlin steht eine Deckungslücke von vier Milliarden Mark zu Buche.